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Bildung

Schüler werden Energieprofis

Eine Schularbeitsgemeinschaft will Umweltthemen im Unterricht verstärken. Ein Preisgeld soll Materialien finanzieren.
Von Hans Babl

AG-Sprecher und Projektleiter Manfred Klemm und die Umweltbeauftragte des Staatlichen Schulamts, Lehrerin Maria-Teresa Kellner, bei der Arbeit mit digitalen Unterrichtsmedien. Foto: Babl
AG-Sprecher und Projektleiter Manfred Klemm und die Umweltbeauftragte des Staatlichen Schulamts, Lehrerin Maria-Teresa Kellner, bei der Arbeit mit digitalen Unterrichtsmedien. Foto: Babl

Kümmersbruck.Der Arbeitsgemeinschaft Schule des ZEN wurde der Bürgerpreis des Bayernwerks verliehen (MZ berichtete). Nun gehe es um die Fortführung des Landkreisprojektes „Energieschule Amberg-Sulzbach“, erklärte AG-Schule-Sprecher und Projektleiter Manfred Klemm bei einer Sitzung in der Grundschule Kümmersbruck. Klemm ging auch kurz auf die Entwicklung des ZEN ein.

Die neue Umwelt-Beauftragte des Staatlichen Schulamtes, die aus Weiden stammende und an der Mittelschule Freudenberg unterrichtende Lehrerin Maria-Teresia Kellner, stellte sich und ihre derzeitigen Aktivitäten vor. Sie schrieb bereits alle Schulen an und bat um Mitteilung, was diese bereits in puncto Umweltbildung unternehmen. „Die entsprechende Vernetzung stellt noch ein Problem dar“, erklärte sie. Sie wolle das auf einer Dienstbesprechung zur Sprache bringen. „Das Thema Energieschule wird nächstes Jahr im Fokus stehen“, betonte sie. Dabei gehe es vor allem auch um Fragen zu Müll und Energie. „Unser Klima kippt“, sei ebenfalls Thema.

Müll- und Plastikberge

Für Sebastian Schärl, Kreisrat und Mentor der AG Schule, haben wir es mittlerweile nicht nur mit Müllbergen zu tun, sondern stehen auch vor Plastikbergen. Er regte den Besuch des Zweckverbands Müllverwertung in Schwandorf mit Führung und Diskussion mit den dortigen Fachleuten an. Klemm erinnerte daran, dass die Abfallberater des Landkreises Schulen gerne zu den verschiedenen Wertstoffhöfen einladen.

Umweltversuche

  • Konzept:

    Die leXsolar GmbH bietet verschiedene Versuchs-Kisten für den Schulbereich an.

  • Ziel:

    Diese Experimentierkoffer sollen Schülern unterschiedliche umweltfreundliche Energiegewinnungsmethoden nahebringen.

  • Gebiete:

    Das Angebot umfasst Bereiche von der Wasserkraft, Windenergie oder Photovoltaik bis zur Biokraftstoffgewinnung.

Dann wurde die Verwendung des Preisgeldes in Höhe von 3000 Euro des Bürgerpreises des Bayernwerks für das Energieschule-Projekts angesprochen. Hans-Jürgen Frey schlug vor, Lesestoff für Schulen zur Energiebildung (z.B. Benny Blue mit dem Thema Klimaschutz) anzuschaffen. Diese sollten auch an der Medienstelle ausgeliehen werden können. Außerdem schlug er vor, Angebote der „leXsolar“ zu nutzen. Man könne zunächst Mitarbeiter einladen, welche ihre Versuchskästen – vielleicht im Rahmen einer Lehrerfortbildung für Interessierte – vorstellen. Diese decken seiner Meinung nach die ganze Bandbreite in puncto Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien ab. Bei einer Anschaffung sollten diese Versuchskästen dann nur an verantwortliche Lehrer der Schulen ausgeliehen werden. Wind und Wasser ist 2019 Thema einer Lehrerfortbildung.

Kinder sollen Eltern erziehen

Einig ist sich die Arbeitsgemeinschaft Schule des ZEN: Wir müssen beim Thema Klimas- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit bei Kindergärten und Schulen ansetzen, weil diese Generation der Klimawandel voll trifft. Lehrer müssen Energiebildung als Unterrichtsprinzip umsetzen. Kinder wiederum erziehen Eltern, lautete ihr Fazit. Schulrat a. D. Reinhard Hampel zeigte Beispiele für digitalen Unterricht zum Thema „E-Mobilität und Klimawandel“ sowie „Klimaschutz im Klassenzimmer“ anhand von Materialen von „mebis“. Beschlossen wurde außerdem eine Würdigung von Ekkehard Brühschwein auf der ZEN-Homepage.

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