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Solarpark: Schulden weiter abgebaut

Der Tilgungsplan für die Millioneninvestition in Hohenburg wird konsequent umgesetzt. 50 000 Euro kriegt der Markt.
Von Paul Böhm

Die Photovoltaikanlage im Hohenburger Solarpark erzeugt bei einer Kollektorfläche von 8745,5 Quadratmetern etwa 1,2 bis 1,3 Millionen Kilowatt Strom im Jahr. Diese Energiemenge, wie sie 600 Haushalte verbrauchen, besitzt einen Wert von derzeit einer guten halben Million Euro jährlich. Foto: Paul Böhm
Die Photovoltaikanlage im Hohenburger Solarpark erzeugt bei einer Kollektorfläche von 8745,5 Quadratmetern etwa 1,2 bis 1,3 Millionen Kilowatt Strom im Jahr. Diese Energiemenge, wie sie 600 Haushalte verbrauchen, besitzt einen Wert von derzeit einer guten halben Million Euro jährlich. Foto: Paul Böhm

Hohenburg.Wenn die Sonne scheint, freut sich der Kämmerer. Der Solarpark Hohenburg mit einer Nennleistung von 1,1 Megapeak ist eine echte Erfolgsgeschichte geworden. Über die Gesellschafterversammlung der GmbH informierte in der jüngsten Marktratssitzung Geschäftsführer Theo Fochtner.

Demnach wurden im Jahr 2018 insgesamt 1227944 kWh Solarstrom erzeugt und ins Stromnetz eingespeist. Die Umsatzerlöse dafür beliefen sich auf 530205 Euro. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss betrug 92954 Euro, so Fochtner. Die Tilgungsleistung für das Jahr 2018 hat 268421 Euro betragen. Zum Jahresende 2018 hat sich der Schuldenstand auf knapp 1,9 Millionen Euro verringert.

71000 Euro für Felssicherung

Die 2006 gebaute 1100 Kilowattpeak (kWp) große Anlage hat damals 5,1 Millionen Euro gekostet. Der Aufsichtsrat der Solarpark GmbH beschloss bei der Sitzung des Marktgemeinderates eine Ausschüttung in Höhe von 50000 Euro an den Markt Hohenburg als alleinigen Gesellschafter.

Wie Bürgermeister Florian Junkes den Marktgemeinderat weiter informierte, haben die Felssicherungsmaßnahme in Hohenburg bei der Salvatorkirche 71000 Euro gekostet. „Kleinere Schäden an der Allersburger Brücke über den Hausner Bach sind zwischenzeitlich ebenfalls erledigt worden“, so der Bürgermeister. Für die Wiederherstellung von zwei Feldwegen in Adertshausen „Am Osing“ sind die Kosten laut Verwaltung auf die Anlieger umzulegen. Dazu wird eine vorhabenbezogene Bürgerversammlung am Mittwoch, 20. Januar, um 19.30 Uhr stattfinden.

Eine „Finanzspritze“ die Bürgermeister Florian Junkes und Kämmerer Theo Fochtner gerne verbuchen, ist die Ende November 2019 erhaltene Zusage des Bayerischen Staatsministeriums für Finanzen der Bescheid über Bedarfszuweisung und Stabilisierungshilfe in Höhe von 707000 Euro gewesen. Den Bescheid überreichte Finanzminister Albert Füracker im Heimatministerium in Nürnberg.

Laternen umgerüstet

Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik in Hohenburg ist in den letzten Wochen abgeschlossen worden, so der Bürgermeister.

Für den Ausbau der Ortsstraße in Malsbach liegt jetzt der endgültige Zuwendungsbescheid mit Gesamtkosten von 1073000 Euro vor. Die zuwendungsfähigen Kosten betragen 676000 Euro, die voraussichtliche Gesamtförderung liegt bei 600000 Euro.

Marktgemeinderat Josef Gmach sprach den stark zugenommenen Baumbewuchs an der Lauterach im Marktbereich an. Das Wasserwirtschaftsamt wird sich nach Absprache mit der Gemeinde um die erforderliche Freischneidemaßnahme kümmern. Marktgemeinderat Markus Mitschke regte außerdem eine Totholzentfernung an der Einfahrt zur Ortsstraße „Breitenweg“ an.

Für die Änderung eines Bebauungs- und Flächennutzungsplanes in der Nachbargemeinde gibt der Markt Hohenburg keine Stellungnahme ab. Zur Erstellung einer Produktionsstätte samt Erweiterung im Gewerbepark Hohenburg erteilte der Marktgemeinderat sein Einvernehmen und die notwendigen Befreiungen von den sonst geltenden Festsetzungen des Bebauungsplans „Industriepark Hohenburg“. Für die endgültige Genehmigung sei aber das Landratsamt Amberg-Sulzbach letztendlich zuständig, heißt es. (abp)

Der Solarpark Hohenburg

  • Leistung:

    Der „Sonnenertrag“ läuft für die Hohenburger gut! Auf dem Gelände des ehemaligen Materialaußenlagers der Bundeswehr bei Adertshausen mit einer Gesamtleistung von knapp 1100 kWp ist der „Solarpark Hohenburg“ im Jahr 2006 gebaut worden. Die Anlage besteht zum einen aus einer Freilandanlage im Sondergebiet mit einer Leistung von 870 kWp. Dazu kommt noch eine Dachanlage auf insgesamt acht Hallendächern im Industriegebiet mit einer Leistung von 210 kWp.

  • Details:

    Die Photovoltaikanlage ist auf 220 Modultischen mit je 24 Solarmodulen montiert. Die frei stehenden Modultische sind aus einer Aluminiumkonstruktion aufgebaut, die auf zwei Betonstreifenfundamenten verankert sind, um eine einheitliche Ebene zu erreichen. Die Höhe der in Reihe aufgestellten Modulhalterungen beträgt etwa vier Meter über dem Erdboden. Pro Jahr werden etwa 1,2 bis 1,3 Millionen Kilowatt Strom erzeugt und ins Netz eingespeist.

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