MyMz
Anzeige

Hohenburg

Stadlbauer-Haus wird saniert

Der Hohenburger Marktgemeinderat ist sich einig, 940 000 Euro in die Erneuerung des Anwesens investieren zu wollen.
Von Paul Böhm

Schon seit einigen Jahren befasst sich der Marktgemeinderat in Hohenburg mit der Sanierung des Stadlbauer-Anwesens am Marktplatz 21. Jetzt fasste man den Grundsatzbeschluss zu der mehr als 1,7 Millionen Euro teuren Sanierung.  Foto: Paul Böhm
Schon seit einigen Jahren befasst sich der Marktgemeinderat in Hohenburg mit der Sanierung des Stadlbauer-Anwesens am Marktplatz 21. Jetzt fasste man den Grundsatzbeschluss zu der mehr als 1,7 Millionen Euro teuren Sanierung. Foto: Paul Böhm

Hohenburg.Die Sanierung des ehemaligen Stadlbauer-Anwesens „Marktplatz 21“ gleich neben dem Rathaus in Hohenburg ist das erste große Projekt, das in den nächsten Jahren im Ortskern saniert werden soll. Wie Bürgermeister Florian Junkes anmerkte, befasse man sich im Hohenburger Rathaus schon seit einigen Jahren mit dieser Projektsanierung.

Bei der Sitzung des Marktrates, die vor kurzem stattfand, stellte Architektin Petra Hofmann den Mitgliedern des Marktgemeinderates den Gesamtfinanzierungsplan vor. Die ursprünglich angedachte Unterbringung des Marktladens im Erdgeschoss habe man aus fördertechnischen Gründen fallengelassen und eine zusätzliche wohnwirtschaftliche Nutzung eingeplant, um städtebauliche Fördermittel zu bekommen. Wie in der Sitzung zu hören war, betragen die voraussichtlichen Baukosten 1 740 000 Euro. Die zuwendungsfähigen Kosten wurden in der Sitzung mit 1 338 000 Euro beziffert. Aus dem Städtebauförderprogramm bekämen die Hohenburger dafür 800 000 Euro Zuwendung. Zur Gesamtfinanzierung muss der Markt Hohenburg 940 000 Euro Eigenmittel aufbringen. Ob noch weitere Fördermittel über den Bezirk Oberpfalz oder dem Finanzausgleichsgesetz (FAG-Mittel) zu bekommen sind, wird Architektin Hofmann in den nächsten Wochen noch klären. Mittel aus dem Denkmalschutzbereich werden für die Sanierung eher nicht mit eingeplant werden können, sagte Hofmann den Mitgliedern der Marktrates, da dies eine Doppelförderung wäre.

Barrierefrei ins Rathaus

In einem Nebengebäude soll die Heizung für das Rathaus und das Sanierungsobjekt untergebracht werden. Dazu kommen Toiletten und ein gemeinsamer Aufzug, um barrierefrei ins Rathaus zu kommen. Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig die Durchführung der Gebäudesanierung.

Mehrere Großprojekte stehen in Hohenburg in den kommenden Jahren an. Warten muss man allerdings noch auf einen Regierungsentscheid über die Finanzierungsmöglichkeit von zwei sanierungsbedürftigen Gemeindeverbindungsstraßen. Erst dann kann abschließend entschieden werden, welche Maßnahmen letztendlich angegangen werden können.

Weil diese Projekte finanziell nicht gedeckt seien und in die Finanz- und Investitionspläne der kommenden Jahre eingebracht werden müssten, muss sich der Marktgemeinderat dann letztendlich über Kreditmittel und über die Beantragung von weiteren Stabilisierungshilfen unterhalten – doch diese Entscheidung wird voraussichtlich erst zum Jahresende 2020 fallen. Die Hohenburger wollten aber auf jeden Fall eine fertige Planung auf dem Bürgermeisterschreibtisch haben, so die Fraktionen.

Burgsanierung ist notwendig

Wie steht es um die Burgsanierung? Marktgemeinderat Markus Mitschke hatte nach dem Sachstand für dringend notwendige Sanierungen der Burgruine nachgefragt.

Dazu informierte Architektin Petra Hofmann, dass es mit Vertretern des Landratsamtes Neumarkt, Dr. Albert Böhm, vonseiten der US-Army in Hohenfels und Dr. Silvia Condreanu-Windauer vom Landesamt für Denkmalpflege vor kurzem Gespräche gegeben habe. Die gemeinsame Aussage dazu sei gewesen: „Die Sanierung wird von allen Seiten als dringend notwendig erachtet.“

Burgsanierung

  • Voruntersuchung:

    Zunächst müsse die Voruntersuchung im Maßnahmepaket des kommunalen Denkmalschutzkonzeptes in Hohenburg angegangen werden. „Die Sanierung an sich läuft ausschließlich über den Markt Hohenfels, auf dessen Gemeindegebiet die Burgruine liegt, auch wenn dies am Truppenübungsplatz ist“, so die Architektin Petra Hofmann.

  • Genehmigung:

    Dr. Albert Böhm kümmert sich bei der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten um die Genehmigung der Voruntersuchung.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht