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Lautstärke

Theuern misst Lautstärke jetzt selbst

Die Teuerner wollen belastbare Werte vom Verkehrslärm auf der A6-Brücke. Die Autobahndirektion sieht keinen Handlungsbedarf.
Von Klaus Högl

Die Theuerner Autobahn-Brücke: Oben läuft der Verkehr, unter klagen die Theuerner. Ob es zu laut ist, soll nun eine Messung ergeben. Die Autobahndirektion sieht keinen Handlungsbedarf. Foto: aeu
Die Theuerner Autobahn-Brücke: Oben läuft der Verkehr, unter klagen die Theuerner. Ob es zu laut ist, soll nun eine Messung ergeben. Die Autobahndirektion sieht keinen Handlungsbedarf. Foto: aeu

Kümmersbruck.Das Thema zieht sich jetzt schon bald 20 Jahre hin, praktisch so lange es die Autobahn A6 bei Amberg gibt. „Ein konkretes Ergebnis hat es noch nicht gegeben“, klagt der Kümmersbrucker Gemeinderat Herbert Breitkopf (SPD). Die Theuerner sind der Meinung, dass der gefühlte Schallpegel durch die Fahrbahnbeschaffenheit auf der Brücke im Dorf viel zu hoch ist.

Der Autobahndirektion wurden die Beschwerden der Theuerner schon wiederholt vorgetragen. Gleichwohl sieht man dort keinen Grund zum Handeln. Auch die Tatsache, dass der Verkehr auf der A6 mächtig zugenommen hat, wird der erlaubte Lärmpegel durch die Brücke nach den Messungen und Hochrechnungen der Autobahndirektion nicht überschritten. Das glauben aber die Bürger Theuerns nicht. Zwar ist eine Verkehrszählung für 2020 angekündigt, deren Ergebnisse 2021 bekannt werden – das dauert ihnen aber alles zu lange. Die Autobahndirektion lehnt eine grundsätzliche Sanierung der Brücke ab, weil sie ihrer Einschätzung nach nicht erforderlich ist.

Im Mai soll ein Ingenieurbüro Messungen durchführen

Nun will die Gemeinde selbst tätig werden. Im Mai dieses Jahres soll eine Messung durch ein Ingenieurbüro durchgeführt werden. Gemessen wird nur die Lautstärke, hieß es. Das dürfe aber, so meinten die Theuerner Gemeinderäte, nicht an Wochenenden sein, weil der Durchgangsverkehr nicht so stark wie unter der Woche ist. Montag und Freitag wären „die besten Tage“, findet Hans Graf (CSU). Nicht nur eines, sondern mehrere Messgeräte müssten im Wohngebiet an verschiedenen Punkten aufgestellt werden, so will Thomas Pronath (CSU). Am ehrlichsten wäre eine Messung, die über die ganze Woche geht. Es gäbe computerberechnete Punkte, um den höchsten Wert festzustellen, berichtete Richard Gaßner (SPD).

Freilich kostet das auch Geld: Eine Lautstärkenmessung von drei Tage würde die Gemeinde wohl zwischen 5000 und 6000 Euro kosten, bei einer ganzen Woche geht es an die 10 000 Euro, ließ 1. Bürgermeister Roland Strehl wissen. Aber das muss es wert sein, fand Markus Graf (CSU), um endlich belastbare Ergebnisse zu haben.

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