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Vils soll wieder zur Lebensader werden

Architekten haben im Amberger Rathaus einige Vorschläge präsentiert, wie man wieder Zugang zum Fluss finden kann.

Die Vils steht im Mittelpunkt des Projekts.
Die Vils steht im Mittelpunkt des Projekts. Foto: Gerd Spies

Amberg.Amberg„Was war? Was kommt? Und was gilt es Ihrer Ansicht nach noch zu berücksichtigen?“: Um diese Fragen ging es bei einer Kick-off-Veranstaltung zum Realisierungsbeginn des Projekts „Leben an der Vils“, zu der das Baureferat nach einer Bürgerbeteiligung einen Planungswettbewerb durchgeführt hatte. Die Wettbewerbssieger Florian Walter und Fabian von Ferrari (FFFW Architektenpartnerschaft Berlin), Amelie Rost (Hamburger Architekturbüro Rost.Niederehe) sowie Landschaftsarchitekt Andreas Kurths begrüßten mit den Mitarbeitern Bärbel Neumüller und Wolfgang Zehend Vertreter verschiedener Fachvereine und -verbände im Amberger Rathaus, um Feedback zu erhalten.

Oberbürgermeister Michael Cerny hat die Anwesenden auf das Thema eingestimmt: „Die Vils durchschneidet unsere Altstadt und teilt sie in zwei Hälften. Der Fluss, der in früheren Zeiten große Bedeutung hatte, ist heute im Stadtgebiet in weiten Teilen nicht mehr erlebbar.“ Darum müsse wieder ein Zugang zur einstigen Lebensader geschaffen werden, schreibt die Stadt Amberg in einer Pressemitteilung zur Veranstaltung.

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Nördlicher Teil des Flusses im Blick

Während dies im südlichen Bereich mit dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau bereits geschehen sei, habe man mit dem Projekt „Leben an der Vils“ den nördlichen Teil des Flusses in den Blick genommen. Ziel sei es nun, mit verschiedenen Maßnahmen unterschiedliche Bereiche zu verbinden und einen Erholungsraum entstehen zu lassen, erläuterte Fabian von Ferrari. Um dies zu erreichen, habe die Architektengemeinschaft das „Leitbild des metaphorischen Bandes“ gewählt, das der gebürtige Amberger weiter erläuterte: „Wir wollen Stadt und Grün verbinden, die Ränder schärfen und Kanten zeigen sowie Bestehendes stärken und durch zusätzliches Angebot ergänzen, um Barrieren abzubauen.“

So geht es weiter

  • Nach der Vorstellung:

    In einer lebhaften Diskussion, an der sich unter anderem Tourismusfachleute sowie Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes, des Landschaftspflegeverbandes, des Landesbundes für Vogelschutz, des Fischereivereins und der Kanufreunde beteiligten, wurden einige Vorschläge und Ideen anschließend genauer betrachtet und aus der fachspezifischen Perspektive beleuchtet.

  • Vorentwurf:

    Die Anregungen werden nun mit einbezogen, wenn es darum geht, einen Vorentwurf in mehreren Varianten für die spätere Umsetzung zu erarbeiten.

Grundidee sei eine durchgängige Wegeverbindung, die als flächiger Weg, gespannter Steg, aufgefächerte Uferterrasse und schwimmender Ponton „virtuos durchdekliniert“ wird. Zusätzlich sei geplant, Funktionsbereiche für Spiel, Sport und Naturnähe einzurichten und Angebote für die einzelnen Nutzungsformen zu machen. Sämtliche Maßnahmen seien darauf angelegt, die Bereiche zu einem Erholungsraum zusammenzuführen und die Vils von der Innenstadt aus über die angrenzenden Landschaftsräume bis in den regionalen Raum hinein zu verweben.

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