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1000 Pfingststräußchen als Mutmacher

Das Ehepaar Achatz versorgt die Kötztinger jedes Jahr mit Pfingströschen. Die Absage des Pfingstritts macht sie erfinderisch.

Beate und Siegfried Achatz zeigen ihre Pfingststräußchen.  Foto: ksm
Beate und Siegfried Achatz zeigen ihre Pfingststräußchen. Foto: ksm

Bad Kötzting.Beate und Siegfried Achatz an der Pfingstreiterstraße 50 in Bad Kötzting stellen seit vielen Jahren Pfingströserl und auch Schwoafkranzerl in verschiedenen Größen her, die vor allem bei den Pfingstreitern sehr beliebt sind. Nach dem Motto „Nach Pfingsten ist vor Pfingsten“ begannen beide auch im letzten Jahr nach dem Pfingstfest wieder mit der Herstellung ihres begehrten Pfingstreiterschmucks. Sie konnten ja nicht ahnen, dass eine solche Situation, wie wir sie jetzt haben, eintreten würde.

Nun aber steht fest: Der Pfingstritt und das damit verbundene Pfingstvolksfest sowie alle begleitenden Aktionen müssen wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Die Ansteckungsgefahr wäre zu groß. „Wir sind nicht die einzigen, die diese Pandemie betrifft. Auch die Schausteller, Festwirte, Brauereien usw. sind davon gleichermaßen betroffen“ stellt Beate Achatz fest.

23 000 Pfingströserl im Haus

In einem Zimmer in ihrem Haus lagern an die 23000 Pfingströserl. Da kein Pfingstritt stattfindet, haben sich Beate und Siegfried Achatz etwas Besonderes einfallen lassen. Beate schlug ihren Mann vor, den Bad Kötztingern vor ihrem „Hochfest“ in der jetzigen, etwas trostlosen Zeit, eine Freude zu machen und er nahm ihren Vorschlag mit Begeisterung auf.

Anfang Mai haben sie 1000 kleine Pfingststräußchen in den sechs Farbkombinationen Rot, Gelb, Grün, Hellblau, Dunkelblau und Primel (Rosa) an die Sonnenapotheke kostenlos übergeben. Sie haben deshalb eine Apotheke gewählt, weil sie zu diesem Zeitpunkt nur wussten, dass diese offenhalten müssen. Wann die anderen Geschäfte wieder öffnen dürften, das war damals noch recht unklar. Apothekerin Stefanie Henke und ihr Mann Hendrik waren voll begeistert von dieser Idee. Sie haben sich sofort bereiterklärt, die Verteilung der „kleinen Mutmacher“ zu übernehmen. Beate und Siegfried Achatz wollen diese bunten Pfingststräußchen als einen Gruß an „unsere Bad Kötztinger“ verstanden wissen.

Entscheidung

Kötztinger Pfingstritt ist abgesagt

Dass es kein Fest geben wird, war bereits klar. Nun erklärte die Stadt, wie mit dem Pfingstritt verfahren werden soll.

Die Sträußchen werden noch vor Pfingsten verteilt. Mit diesen Pfingststräußchen können die Beschenkten ein Stück Pfingsten mit nach Hause nehmen, wenn schon kein Pfingstritt stattfinden darf. Das zumindest ist die Meinung von Beate und Siegfried Achatz, die seit dem Jahr 1997 die begehrten Pfingströserl herstellen. Die Pfingststräußchen können ihrer Ansicht nach einen Platz im Herrgottswinkel oder an einem anderen passenden Plätzchen in der Wohnung finden. Noch bemerkt werden soll: Die Apotheken Umschau wird in ihrer Ausgabe in der letzten Maiwoche auch über diese Aktion berichten. (ksm)

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