MyMz
Anzeige

Programm

124 Kinder im Zeltlager am Voithenberg

Die Ferienfreizeit des BDKJ findet in diesem Jahr unter dem Motto „Hinkelstein und Zaubertrank“ statt.
Von Evi Paleczek

Das Küchenteam um Marianne Schieder (links) ist jeden Vormittag am Schwitzen, um mittags auch alle Kinder satt zu bekommen. Foto: Paleczek
Das Küchenteam um Marianne Schieder (links) ist jeden Vormittag am Schwitzen, um mittags auch alle Kinder satt zu bekommen. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Hoch her geht es derzeit auf dem Voithenberg. Auf dem Gelände des BDKJ gehen dort gerade die Zeltlagerwochen für zehn- bis 13-jährige Kinder und Jugendliche über die Bühne. Sie stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Hinkelstein und Zaubertrank... mit den Galliern auf dem Voithenberg“.

Die Nachfrage war wie immer groß, berichtete Mitorganisatorin MdB Marianne Schieder (SPD) bei einem Pressegespräch am Dienstagvormittag. 124 Kinder sind es in dieser, der zweiten Zeltlagerwoche, 126 waren es in der ersten, 120 werden es in der dritten. Da sind dann auch einige Flüchtlingskinder und Mädchen und Buben aus Tschechien mit dabei.

Waldquizlauf und Spieleparcours

Den ganzen Tag über bieten die 16 Betreuer – dazu kommen die Leitung und ein dreiköpfiges Küchenteam – ein buntes Programm für die Kinder an. Was geboten ist, wird jeden Tag auf eine große Tafel geschrieben. Es gibt etwa einen Spieleparcours, einen Waldquizlauf, Nachtwanderungen, Bastelangebote, eine Disco und einen Gottesdienst. Drumherum stehen für die Kinder eine Bauwagen-Bücherei, Tischtennis, Kicker, Gesellschaftsspiele und Möglichkeiten für Ballspiele zur Verfügung.

Auf einer großen Tafel ist jeden Tag das jeweilige Programm nachzulesen. Am Dienstag stand nach dem Frühstück ein Spielefest an, nachmittags Spaß & Spiel, dann tagte der Lagerrat, und abends waren noch Lagerzeitung und Druidenspiele angesagt. Foto: Paleczek
Auf einer großen Tafel ist jeden Tag das jeweilige Programm nachzulesen. Am Dienstag stand nach dem Frühstück ein Spielefest an, nachmittags Spaß & Spiel, dann tagte der Lagerrat, und abends waren noch Lagerzeitung und Druidenspiele angesagt. Foto: Paleczek

Die Kinder – und Betreuer – kommen hauptsächlich aus den Landkreisen Cham und Schwandorf, aber auch aus Regensburg, Regen und bis aus Nürnberg. Die Mädchen und Buben bringen immer wieder Freunde und Verwandte mit, erklärte Schieder. Viele melden sich zu zweit, zu viert oder in noch größeren Gruppen an, es kommen aber auch einzelne Kinder, die schnell Anschluss finden. Aufgenommen werden auch Kinder mit Problemen, die das Jugendamt vermittelt, und in einer der drei Wochen auch Mädchen und Buben mit Behinderung. Die Kinder schlafen zusammen in großen Zelten für acht bis neun Mann. In dieser Woche sind es neun Mädchen- und fünf Bubenzelte, berichtete Schieder. Es herrscht allgemein immer ein wenig Mädchen-Überschuss auf dem Voithenberg. Vielleicht, weil es für Jungs im Hinblick auf Sportvereine und Ministranten-Angebote mehr Möglichkeiten gibt, könnte sich die Abgeordnete vorstellen. Die Zeltlagerwochen des BDKJ wurden nach dem 2. Weltkrieg ins Leben gerufen, erzählte sie von den Anfängen. Erst einmal nur für Jungen.

Neun Mädchen- und fünf Bubenzelte stehen in dieser Woche auf dem Gelände des BDKJ auf dem Voi-thenberg. Jedes Zelt hat einen Betreuer, an den sich die Kinder bei Fragen wenden können. Die Betreuer schlafen allerdings in einem eigenen Zelt. Foto: Paleczek
Neun Mädchen- und fünf Bubenzelte stehen in dieser Woche auf dem Gelände des BDKJ auf dem Voi-thenberg. Jedes Zelt hat einen Betreuer, an den sich die Kinder bei Fragen wenden können. Die Betreuer schlafen allerdings in einem eigenen Zelt. Foto: Paleczek

Zunächst war das Zeltlager in Falkenstein beheimatet, seit etwa 1990 hat es auf dem Voithenberg sein Zuhause gefunden, auf einem perfekten Gelände, betonte Schieder. Das BDKJ hat die etwa zwei Hektar Grund gepachtet, es gibt dort viel Platz zum Spielen für die Kinder, keine Straßen in der Nähe und viel Ruhe – so dass auch keine Nachbarn gestört werden. Es gibt einen Hausmeister für das Grundstück, der es das Jahr über pflegt, immer im Mai kommen die Helfer zu einem Arbeitswochenende und bringen den Grund auf Vordermann.

Es gibt viel zu lachen

Größere Probleme gibt es die Zeltlagerwochen über eigentlich nicht, berichtete Schieder. Natürlich hat das eine oder andere Kind mal Heimweh, oder es wird mal jemand krank, aber das seien alles Dinge, die man im Betreuerteam gut regeln könne.

Dafür gibt es auch immer viel zu lachen. Kürzlich erst ist ein kleiner Junge mit Heimweh zu ihr gekommen, erzählte die Abgeordnete. Da hat sie ihm erzählt, dass es gerade wohl eine Liebelei gibt zwischen einem Mädchen und einem Jungen gibt, dass sie aber noch nicht weiß, um wen es geht. Er schon, hat der Kleine auf einmal wieder strahlend geantwortet. Und ganz stolz hat er auch noch berichtet, dass das Mädchen ein Stofftier-Einhorn dabei hat, das der Junge nun überall mit hinnimmt, sogar zum Fußballspielen.

Getreu dem Motto „Zaubertrank und Hinkelstein“ tummeln sich auch einige Wildschweine auf dem BDKJ-Gelände, um den Gallien-Flair zu gewährleisten. Zudem gibt es Hinkelsteine und ein Druidenzelt. Sogar ein Hinkelsteinbruch wurde angelegt. Foto: Paleczek
Getreu dem Motto „Zaubertrank und Hinkelstein“ tummeln sich auch einige Wildschweine auf dem BDKJ-Gelände, um den Gallien-Flair zu gewährleisten. Zudem gibt es Hinkelsteine und ein Druidenzelt. Sogar ein Hinkelsteinbruch wurde angelegt. Foto: Paleczek

Gut klappt es auch mit der Integration der tschechischen und der Flüchtlings-Kinder. Die Mädchen und Buben aus Tschechien werden auf die Zelte verteilt, damit die Kinder auch untereinander in Kontakt kommen. Sie reden englisch miteinander, berichtete Schieder. Mit dabei bei den tschechischen Kindern sind außerdem sechs jugendliche Betreuer, die deutsch und tschechisch sprechen. Wichtig in diesem Jahr ist, Rücksicht auf die Hitze zu nehmen. Action-Spiele werden deshalb vormittags und abends veranstaltet, nachmittags lässt man es ruhiger angehen. Da wird etwa gebastelt – und immer wieder darauf hingewiesen, dass die Kinder viel trinken sollen.

An verschiedenen Spielstationen können die Mädchen und Buben Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Wissen testen. Aufgrund der großen Hitze finden die Aktionen in diesem Jahr vormittags und abends statt. Nachmittags ist meist Abkühlung angesagt. Foto: Paleczek
An verschiedenen Spielstationen können die Mädchen und Buben Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Wissen testen. Aufgrund der großen Hitze finden die Aktionen in diesem Jahr vormittags und abends statt. Nachmittags ist meist Abkühlung angesagt. Foto: Paleczek

Sie selbst ist seit 1982 mit dabei beim Zeltlager, erzählte Marianne Schieder. Jedes Jahr freut sie sich, für eine Weile in eine andere Welt eintauchen zu dürfen. Auf dem Voithenberg bekomme sie einmal wirklich Abstand vom Alltagsleben der Politik. „Ich bekomme nur was mit von der Außenwelt, wenn ich zum Einkaufen in die Stadt fahre“, sagte sie.

Weitere Meldungen aus Furth im Wald finden Sie hier.

Weitere Meldungen aus dem Landkreis Cham finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht