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Soziales

125 Sternmotive für den guten Zweck

Michael Gruber hat dieses Jahr 3500 Sterne gefertigt – und es werden noch viel mehr.

Jedes Jahr kommen neue Muster hinzu.  Foto: Franz Bucher
Jedes Jahr kommen neue Muster hinzu. Foto: Franz Bucher

Waldmünchen.Michael Gruber ist unermüdlich, wenn es darum geht, notleidenden Kindern zu helfen. Deswegen engagiert er sich seit vielen Jahren für die Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks. Seit 2012 bastelt er – mit Ausnahme von 2013 – jedes Jahr Sterne für den guten Zweck und verkauft diese bei der Geiganter Dorfweihnacht.

Den Erlös spendet er an die Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks: Mittlerweile konnte er schon rund 70 000 Euro überweisen. „Darauf bin ich schon stolz“, sagte er. Gruber dankte all diejenigen, die seine Spendenaktion mit dem Kauf eines Sterns unterstützt haben. Für die diesjährige Sternen-Saison hat er bereits im vergangenen Jahr, kurz nach der Geiganter Dorfweihnacht, mit dem Basteln begonnen. Heuer hat er bereits 3500 Sterne fertig. Im vergangenen Jahr spendete Gruber erstmals einen Teil der Einnahmen für ein Projekt in Indien, wo Bischof Prince in seiner Heimatdiözese Adilabad im Bundesstaat Telangana ein Wohnheim bauen ließ. Und auch heuer soll ein Teil des Erlöses nach Indien fließen. Denn Bischof Prince plant bereits das nächste Projekt. Nun sollen Schule und Kindergarten gebaut werden.

Auch heuer hat Gruber wieder zahlreiche neue Motive im Angebot wie das Bleschenberg-Kirchlein – eine Idee, die Ehefrau Fanny hatte. Rund 20 neue Sternvariationen sind heuer dazugekommen. Damit Gruber bei über 125 Formen und Motiven den Überblick nicht verliert, hat sich Enkelin Katharina vergangenes Jahr des Katalogisierens angenommen.

Hat Gruber eine neue Idee, zeichnet er mithilfe eines Computerprogramms die Vorlage. Danach überträgt er die Schablone aufs Sperrholz. „Jetzt kommt die Dekupiersäge zum Einsatz“, erklärt der Fachmann. Sind die Sterne ausgeschnitten, müssen sie geschliffen werden. Nach dem Schleifen werden die Sterne in Kisten verpackt und in den Wintergarten gebracht.

Spätestens jetzt sind Ehefrau Fanny und die beiden Enkelinnen gefordert: Das „Anbandeln“ steht an. Das heißt, die Bänder zum Aufhängen müssen angebracht werden. Dafür verwenden die Damen ganz normales Häkelgarn. Und weil über 3500 Bänder abgemessen, geschnitten und eingefädelt werden wollen, hat jede der drei eine eigene schnelle Technik entwickelt. In der heißen Phase kommen die Enkelinnen fast täglich, um ihrem Opa bei der Arbeit zu helfen. Die Geiganter Dorfweihnacht findet am 30. November, ab 14 Uhr, statt. Für die, die keine Zeit haben, hat Gruber ein Spendenkonto eingerichtet: Raiffeisenbank Geigant, Stichwort „Sternstunden“, IBAN 97742610240000041700. (wbf)

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