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Engagement

134 Einsätze für die Feuerwehr

Berichte stellten anschaulich die Arbeit der FFW unter Beweis. Ehrungen und Beförderungen für Aktive standen an.
Von Christian Röhrl

  • Die vonseiten des Feuerwehrvereins geehrten Mitglieder zusammen mit der Vereinsführung Foto: Christian Röhrl
  • Neuaufnahme, Ehrungen und Beförderungen von Vereinsmitgliedern im aktiven Bereich Foto: Christian Röhrl

Miltach.Zum Jahrtag der hiesigen Feuerwehr gehört der Gottesdienst mit Totengedenken am Vormittag, anschließend der gemeinsame musikalische Frühschoppen im Gerätehaus und am Nachmittag die Jahresversammlung. Im zurückliegenden Jahr 2019 hat die Stützpunktfeuerwehr wieder ihre örtlichen und überörtlichen Aufgaben über das normale Maß hinaus wahrgenommen.

Bei 134 Einsätzen (2018 waren es 85) wurden von den Aktiven 1 632 ehrenamtliche Einsatzstunden geleistet – geschuldet auch der Schneesituation im 1. Quartal des abgelaufenen Jahres. Diese sehr breitgefächerten Dienste gliedern sich auf in Brände, Verkehrsunfälle, Sicherheitswachen und sonstige technische Hilfeleistungen.

Künftige Vorstände sind gesucht

Wie den Berichten bei der Versammlung entnommen werden kann, war auch das vergangene Jahr wieder geprägt von vielen gesellschaftlichen Aktivitäten, über die Vorstand Johannes Bergbauer ausführlich berichtete. In Summe waren es mehr als 77 Termine. Desweiterem gab der Vorsitzende einen Ausblick auf 2020. Neu wird sein, dass am 1. Mai ein Gartenfest mit Maibaumaufstellen stattfinden wird. Der bisherige „Tag der offenen Tür“ am Fronleichnamstag entfällt. Zielsetzung für das 1. Quartal wird sein, eine künftige Vorstandschaft und aktive Führung zu finden, die sich zur nächsten Jahresversammlung 2021 zur Wahl stellen wird. Eine frühe Erledigung dieser Aufgabe ist wichtig, um die Weichen für die Organisation eines potenziellen Gründungsfestes im Juli 2023 zu legen. Ein weiteres Ziel für das Jahr 2020 ist die Anschaffung neuer Vereins T-Shirts.

Der Bericht von 1. Kassier Christian Röhrl wurde von den Versammlungsbesuchern mit Interesse verfolgt. Großzügige Spenden beweisen den hohen Stellenwert der Feuerwehr in der Bevölkerung. Zum 4. Mai wird wieder der Vereinsbeitrag von den Mitgliedern per Lastschrift eingezogen.

Schriftführer Bernhard Wagner stellte die aktuelle Mitgliederzahl vor. Diese Zahl gliedert sich auf in 55 aktive Mitglieder (zehn weitere Personen gehören der Jugendfeuerwehr an), 48 passive, sowie 85 fördernde Mitglieder und acht Ehrenmitglieder. Sechs Mitglieder geleitete der Verein vergangenes Jahr zur letzten Ruhe.

Johannes Bergbauer in seiner Eigenschaft als 1. Kommandant ging auf einige der wichtigsten Einsätze etwas detaillierter ein. Darüberhinaus waren Einsätze im örtlichen Bereich, z.B. Verkehrsabsicherung bei weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen zu leisten. Dass auch die Ausbildung einen festen Platz in der Wehr hat, verdeutlicht die Übersicht des Kommandanten, wonach die Schwerpunkte in Technischer Hilfeleistung und dem Umgang mit Sondergeräten lag. Weil die Vereinsführung gerade in der Jugendarbeit die Zukunft für die Feuerwehr Miltach erkennt, steckte man viel Zeit und Mühen in dieses Aufgabengebiet, was sich in den Aktivitäten der Jugendlichen das ganze Jahr über wieder spiegelte.

Bezugnehmend auf die Ausbildung erwähnte Bergbauer beispielhaft die Übung im Rahmen der Brandschutzwoche in Miltach. Der Dank des Kommandanten galt der gesamten Mannschaft für deren stete Einsatzbereitschaft und ihre fachliche Unterstützung. In mehr als 4 544 Stunden bei Einsätzen, Übungen und Weiterbildungen stand das ehrenamtliche Engagement auch letztes Jahr 2019 wieder im Mittelpunkt. Wenn man dies auf das ganze Jahr gerechnet sieht, sind pro Tag ca. zwölf Mann-Stunden aufgewandt worden. 362 Termine waren rechnerisch von den Aktiven zu bewältigen, stellte der Kommandant heraus.

Bei den Neuanschaffungen wurde sowohl die Erneuerung der Schutzanzüge für die Jugend und die erwachsene Einsatztruppe erwähnt, als auch weitere Anschaffungen aus eigenen Vereinsmitteln. Eine Wärmebildkamera konnte aus großzügigen Spenden beschafft werden, ein Kaminkehrersatz, ein Leichtschaumaufsatz, sowie eine Motorsäge ergänzen die Ausrüstung. Weitere kleinere Anschaffungen waren außerdem zu verzeichnen, wie Helme, Flammschutzhauben und Handschuhe. Diese Investitionen erfolgten vielfach mit Spendengeldern, sowie der Eigenbeteiligung durch die Aktiven, aber auch aus den eingeplanten Geldern durch die Gemeinde.

Per Handschlag wurde Florian Breu in den aktiven Dienst aufgenommen. Die Mitgliederversammlung bestimmte per Akklamation Matthias Wensauer (bisher 2. Gerätewart) zum neuen 1. Gerätewart. Markus Holzapfel, bisher 1. Gerätewart fungiert ab sofort als 2. Gerätewart. Auch dieser Änderung stimmte die Versammlung zu.

Aktive Jugendgruppe

Andreas Prechtl gab einen Rückblick auf die Jugendarbeit des abgelaufenen Jahres. Mit den Wehren Oberndorf und Eismannsberg absolvierte man in gemeinsamen Gruppen das Jugendleistungsabzeichen und die Jugendleistungsspange. Traditionell beteiligte sich die Jugend an der Rama Dama Aktion und veranstaltete in Eigenregie das Sonnwendfeuer. Die Jugendflamme 2 wurde abgelegt. Die Jugendgroßübung fand letztes Jahr in Oberndorf bei der Fa. Pusl statt. Die Jugendfeuerwehr freut sich über den neuen Kicker im Gerätehaus. Dieser wird gerne angenommen, auch ein Kickerturnier wurde bereits abgehalten.

Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer überbrachte die Grüße der Kreisfeuerwehrführung. Auf KBI Ebene waren letztes Jahr ebenfalls wieder viel mehr Einsätze als 2018 zu verzeichnen. Bürgermeister Johann Aumeier bedankte sich bei den Abordnungen der FFW Oberndorf und Eismannsberg für deren alljährlichen Besuch. Dies zeige die gegenseitige Verbundenheit.

Ehrungen und Beförderungen

  • Aktive Feuerwehrmänner:

    Befördert zum Feuerwehrmann wurde Patrick Högner. Zum Oberfeuerwehrmann ernannt wurde Roland Peintinger. Das Ärmelabzeichen für den Hauptfeuerwehrmann wurde an Matthias Wensauer vergeben. Löschmeister wurden Martin Krieger und Andreas Prechtl. Für ihre 10-jährige aktive Dienstzeit konnten Martin Krieger und Andreas Prechtl geehrt werden. 20 Jahre bei der Wehr aktiv ist Christian Alt und Markus Holzapfel. 25 Jahre aktive Dienstzeit erreichte Florian Wagner.

  • Vereinstreue:

    Für 25 Jahre im Verein, wiederum aktiv, Florian Wagner, sowie als passive bzw. fördernde Stefan Lommer, Sebastian Pielmeier, Thomas Röhrl und Reinhard Welter jun. Für 40 Jahre im Verein: Matthäus Achatz jun., Johann Bergbauer, Georg Griesbeck, Helmut Holzapfel, Bernhard Holzfurtner und für 50 Jahre gingen eine Urkunde und jeweils ein Geschenkgutschein an Karl Hartl und Dieter Beier. 60 Jahre bei der Wehr als Mitglied ist Ernst Martin. Und für 65 Jahre wurde Josef Kufner sen. ausgezeichnet. (kcr)

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