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Aktion

1400 Schüler bei Academicus in Kötzting

60 Stände und mehr als 40 Fachvorträge gaben Gymnasiasten aus Cham, Schwandorf und Regen Einblicke in die Zeit nach dem Abi.
Von Stefan Weber

Die elfte Academicus war zum zweiten Mal in Bad Kötzting zu Gast.  Foto: S. Weber
Die elfte Academicus war zum zweiten Mal in Bad Kötzting zu Gast. Foto: S. Weber

Bad Kötzting.Drei große Berufswahl-Messen für Schüler gibt es im Jahresablauf des Landkreises Cham: Die Azubi live, die Sozialmesse – und die Academicus live. Letztere wurde am Donnerstag bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr veranstaltet; nachdem die landkreisübergreifende Fachmesse im Frühjahr bereits in Schwandorf gewesen war, öffnete sie dieses Mal am Benedikt-Stattler-Gymnasium ihre Tore, auch für Schüler aus dem Landkreis Regen – insgesamt 1400.

Für das Landratsamt koordiniert Prof. Markus Lemberger die Messe, vonseiten der Schule ist Lehrerin Sandra Ederer verantwortlich. Prof. Lemberger weiß, warum Messen auch im digitalen Zeitalter nicht verschwinden werden: „Es geht um den persönlichen Kontakt und darum, Fragen direkt an die Unternehmen stellen zu können“, sagt er. Für die Aussteller seien Veranstaltungen dieser Art sehr wichtig, da – wie Chams stellvertretender Landrat Sandro Bauer in seiner Begrüßung sagt – die Firmen nicht nur untereinander, sondern auch um die Fachkräfte konkurrierten. Für einen Holzhaus-Bauer aus dem Landkreis sei diese Messe etwa eine der wichtigsten Möglichkeiten, um an Arbeitskräfte zu kommen. Bei aller Vielfalt, die der Markt biete, verweist Direktorin Birgit Meier auf eine alte Weisheit: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“

Heute muss keiner mehr wegziehen, um Karriere zu machen.“

Jakob Scharf, Stellvertretender Landrat Schwandorf

Chams stellvertretender Landrat Sandro Bauer geht zum Jubiläum auf die Entstehungsgeschichte der Messe vor zehn Jahren ein. „Sie entstand in einer Zeit, in der die berufliche Orientierung nicht so einfach war“, erinnert er sich. Heute werde mehr auf eine berufsbezogene Ausbildung wert gelegt als früher. Zudem seien die Landkreise Schwandorf, Cham und Regen heute eine „Aufsteigerregion“, in der es möglich sei, hoch qualifizierte Arbeitsplätze zu finden.

Über 60 Aussteller kamen, um für ihre Berufe zu werben.  Foto: S. Weber
Über 60 Aussteller kamen, um für ihre Berufe zu werben. Foto: S. Weber

Dazu komme, dass die Schüler heute viel mehr als früher auch in der Region bleiben wollten, weiß Prof. Lemberger aus Umfragen in den Schulen. Wo sich früher gerade einmal eine Handvoll Schüler gemeldet hätten, wenn es um die Frage gegangen sei, wer in der Region bleiben möchte, seien es heute gerne auch einmal 50 Prozent.

Jakob Scharf, stellvertretender Landrat in Schwandorf, kann seinem Amtskollegen da nur zustimmen: „Heute muss niemand mehr wegziehen, um eine Karriere machen zu können“, sagt er. Er zähle rund 9000 Firmen in der Region, von denen nicht wenige weltweit „mitspielen“ – darum stellte sich viel eher die Frage für die künftigen Abiturienten: Studium oder Beruf?

Eine Frage, die sich Bad Kötztings Bürgermeister Markus Hofmann nicht mehr stellen muss. Dass er vor dem Messestand der Firma Zollner, seinem ehemaligen Arbeitgeber, auf bis zu seiner Ansprache gewartet habe, erinnere ihn auch an die ersten Azubi-live-Messen vor vielen Jahren, bei denen es vor allem um die Ausbildungsberufe gehe. Das sei lange her, denn heute stünden den Menschen in den der Region auch nach einem Studium sehr viele Wege offen. Darum bittet er, wie fast jeder Politiker bei Ansprachen an Gymnasien: „Geht hinaus in die Welt, schaut euch um, und dann kommt wieder heim.“

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