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Jubiläum

150 Jahre „Engel ohne Flügel“

Zum Jubiläum macht Pfarrer Dyadychenko den Feuerwehrleuten ein außergewöhliches Kompliment. Zwei Fahrzeuge sind gesegnet.

Ein paar erfrischende Spritzer Weihwasser verteilte Pfarrer Alexander Dyadychenko bei der Fahnenbandweihe an die Festdamen.Fotos: wbx
Ein paar erfrischende Spritzer Weihwasser verteilte Pfarrer Alexander Dyadychenko bei der Fahnenbandweihe an die Festdamen.Fotos: wbx

Rötz.Ein weiß-blauer Himmel mit Sonnenschein war Petrus‘ Geschenk an die Rötzer Feuerwehr zu deren 150.Geburtstag. Dieses Jubiläum feierte die Feuerwehrfamilie mit zahlreichen Ehrengästen, Vereinsabordnungen und Gästen am Sonntag mit einem Festgottesdienst am Marktplatz. Dabei wurden nicht nur die neue Fahne und Fahnenbänder gesegnet, auch das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF20 erhielt den Segen Gottes. Zudem segnete Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko das neue Fahrzeug der DLRG Rötz.

Bereits am Morgen traf sich die Festgesellschaft bei Festmutter Marianne Niebauer. Nach einem kleinen Frühstück marschierte man unter den Klängen der Schwarzachtaler Blasmusik aus Seebarn zum Festplatz. Dort nahm die Jubelwehr mit den zahlreichen anderen Vereinen Aufstellung, um zum Marktplatz zu ziehen, wo der Festgottesdienst stattfand.

Schutzengel ohne Flügel

Mit dabei waren Schirmherr Leonhard Hofstetter, die Ehrenschirmherren Ludwig Reger und Fritz Winklmann, Fahnenbraut Claudia Hofstetter, der Patenverein aus Hetzmannsdorf und die Festmädchen, -damen und -burschen.

Ein Blick auf die große Festgesellschaft vor der Kirche Foto: wbx
Ein Blick auf die große Festgesellschaft vor der Kirche Foto: wbx

Pfarrer Alexander Dyadychenko, der denFestgottesdienst in Konzelebration mit Ruhestandsgeistlichem Franz Winklmann feierte, sagte, dass die Feuerwehren in der Gesellschaft unverzichtbar seien. Die Feuerwehrmänner würden große Verantwortung tragen und lebten das Gebot der Nächstenliebe. Sie seien 365 Tage im Jahr einsatzbereit, um ihren Mitmenschen zu helfen. „Sie sind Schutzengel ohne Flügel, Engel Gottes“, sagte der Stadtpfarrer.

Für seine Predigt hatte Dyadychenko ein Schild mitgebracht, auf dem in hebräischer Schrift „Hüter Israels“ geschrieben stand. Diese Aufschrift stammt von einem israelischen Polizeiauto.

In unserer Bildergalerie finden Sie die schönsten Momente der Feier

Feuerwehr Jubiläum Rötz Bildergalerie

So wie sich die Polizisten als Hüter der Gesetze verstünden, so verstehe sich die Feuerwehr als verlängerter Arm Gottes, sagte der Geistliche. Dyadychenko erinnerte daran, dass sich die Aufgaben der Feuerwehren verändert hätten, sie seien vielfältiger und umfangreicher geworden. Der Auftrag sei aber immer noch derselbe: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.

Gerätschaft erhielt Segen

Anschließend segnete der Stadtpfarrer die neue Vereinsfahne der Rötzer Wehr sowie die Fahnenbänder, die Fahnenmutter, Fahnenbraut, Schirm- und Ehrenschirmherren, Vorsitzender Martin Hofstetter, Jürgen Heining, Vorsitzender des Patenvereins sowie Josef Balber, Bürgermeister der Partnergemeinde Altenmarkt an der Triesting, an die Fahnen hefteten. Außerdem erhielten das neue HLF20 und ein Einsatzfahrzeug der DLRG den Segen Gottes.

Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HFL 20 wird gesegnet.Foto: wbx
Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HFL 20 wird gesegnet.Foto: wbx

Bürgermeister und Ehrenschirmherr Ludwig Reger sagte, dass 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Rötz gefeiert werden müssten. Notwendig seien die ganze Zeit hindurch Idealismus, Einsatzwille und Ausbildungsbereitschaft gewesen. Heute müssten die Feuerwehren ein breites Einsatzspektrum abdecken. Feuerwehrleute opferten ihre Freizeit zum Schutz ihrer Mitmenschen. Für diesen Dienst – über nunmehr 150 Jahre hinweg – dankte Reger den Rötzer Kameraden.

Zum Wohle der Mitbürger

Stolz könne die Wehr auf ihr neues Einsatzfahrzeug – ein HLF20 – sein. Dann übergab er symbolisch den Schlüssel des neuen Einsatzfahrzeugs an Kommandant Josef Niebauer und dessen Stellvertreter.

Kreisbrandrat Michael Stahl sagte, dass die Stadt Rötz ohne Freiwillige Feuerwehr ein Stück ärmer wäre. Seit 150 Jahren erfüllten Menschen dieses Ehrenamt mit Leben – zum Wohle ihrer Mitbürger.

Um helfen zu können, sei eine gute Ausrüstung unabdingbar. Mit dem HLF20 hätten die Rötzer eine „Punktlandung“ hingelegt. An Kommandant Josef Niebauer überreichte er eine Christophorus-Medaille. (wbx)

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