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2000 Euro gegen die Not in Syrien

Chamer Gerhardinger Realschule spendet für den Verein Orienthelfer des bekannten Kabarettisten Christian „Fonse“ Springer.

Schulleiter und Schülersprecherinnen der Gerhardinger Realschule übergaben den Spendenscheck an Christian „Fonse“ Springer (2. v. li.).Foto: fsh
Schulleiter und Schülersprecherinnen der Gerhardinger Realschule übergaben den Spendenscheck an Christian „Fonse“ Springer (2. v. li.).Foto: fsh

Cham.Voll besetzt war die Turnhalle am Mittwochvormittag mit den Mädchen von der „Deandlschui am Biertor“ und den Lehrern der Gerhardinger-Realschule. Christian „Fonse“ Springer war gekommen, um den Spendenscheck über 2000 Euro persönlich in Empfang zu nehmen.

Die Spende ist genau die Hälfte aus dem Gewinn der Veranstaltung „Adventzauber“ vom Dezember letzten Jahres und ging jetzt an den Verein „Orienthelfer e. V.“, gegründet vom bayerischen Kabarettisten Christian „Fonsi“ Springer. Schulleiter Josef Maier begrüßte den Gast und stellte auch Konrektor Johannes Diekmann vor, der an diesem Tag für die Organisation verantwortlich war.

Orienthelfer e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 2012 von Christian Springer gegründet wurde. Im zweiten Jahr des Syrienkonflikts entschied sich der bayerische Kabarettist dazu, nicht mehr tatenlos auf die größte humanitäre Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg zu blicken. Er reiste selbst ins Krisengebiet. Springer erhob immer wieder auch seine Stimme, und das nicht nur bei seinen Auftritten im Fernsehen, sondern auch im Bundestag.

„Wenn wir ihnen kein Brot geben, müssen sie es von Al-Qaida nehmen“, war sein Mantra, das er schon 2012 prophezeite. Sein Ziel ist nach wie vor: „Den Opfern des Syrienkonflikts und allen anderen Opfern von Gewalt und Vertreibung im Nahen Osten dabei zu helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, frei von Hunger und Leid.“

Fünf Jahre später ist aus seiner Herzensangelegenheit eine großartige Organisation entstanden, die mit Überzeugung, Wissen und Erfahrung leidenschaftlich für die Erreichung dieses Ziels arbeitet. Weiterhin bilden die Prinzipien vom Anfang das Fundament des Vereins: Nachhaltigkeit, Hilfe zur Selbsthilfe, Direktheit und Schnelligkeit.

Länder, die Hilfe brauchen

Der Großteil der Projekte befindet sich im Libanon, in Syrien sowie in Jordanien. Seit Anfang 2017 unterstützt die vor Ort entstandene Beiruter Partnerorganisation „Orienthelper“ bei der Umsetzung der Projekte. Die intensive Zusammenarbeit mit den libanesischen Partnern und internationalen und lokalen Kräften, die dauerhaft vor Ort sind, bildet die Basis für den Erfolg. Christian „Fonsi“ Springer und sein Team fahren seit Dezember 2011 regelmäßig in den Libanon, um syrischen Flüchtlingen zu helfen. Die Projekte in Syrien werden von verlässlichen Partnerorganisationen betreut, die dafür sorgen, dass die Spenden auch an die wirklich betroffen Menschen weitergeleitet werden.

Bevor der Fonse selber über seine Tätigkeit berichtete, zeigte Johannes Diekmann zwei Videos je gut fünf Minuten zum einen über die Spendenaktionen, bei der auch eine komplette Feuerwehrausstattung einschließlich eines großen Feuerwehrautos übergeben wurde, zusammen mit einem Handbuch in arabischer Sprache. Das zweite Video zeigte Ausschnitte über den Bereich Bildung, die ebenfalls vom Verein Orienthelfer unterstützt wird. „Es ist ein Verbrechen, Kinder nicht lernen zu lassen“, sagte Springer dazu zornig. Gespendet werden auch in großer Anzahl Kuscheltiere, „die in dem Kriegsland als gute Psychologen fungieren“, versicherte er den Schülerinnen und wurde emotional: „Jedes Mal, wenn ich dorthin gehe und dann wieder zurück, weint das Auge.“

Jeder Dritte ist ein Flüchtling

Als ihm von der Schülersprecherin Kathrin Alt zusammen mit Schulleiter und Konrektor der Spendenscheck überreicht wurde, konnte er auch wieder lachen. „Ich finde Ihre Arbeit super“, versicherte ihm die Schülersprecherin, und Christian Springer zeigte sich überwältigt. „Diese 2000 Euro sind der Wahnsinn“, sagte er gerührt: „…eine unglaubliche Summe!“

Und Springer schilderte die Lage in den Ländern, wo dieses Geld dringend gebraucht wird. Jeder dritte Mensch im Libanon ist ein Flüchtling. Jedes vierte Haus in Syrien ist zerstört, jedes zweite angeschossen. Es gibt kaum noch Wasser. Ein Kilo Reis hat sich seit dem Kriegsbeginn 1000 Mal verteuert. Es gibt kein Benzin. Die Regierung wirft Fassbomben über den Zivilisten ab. Kleine Kinder fangen an zu zittern, wenn sie ein Flugzeug hören. (fsh)

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