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2013 war ein ganz besonderes Jahr

Der Weber Bene ist Vater geworden, hat das Red-Bull-Gstanzl-Battle in Salzburg gewonnen und war Festleiter bei den Beistoiner Burschen.
Von Bene Weber

Der Weber Bene hat 2013 auf vielen Hochzeiten getanzt.Foto: Archiv

Sattelpeilnstein. „Sodala – und scho geht der ganze Schmarrn wieder vo vorn o!“ Mit solchen oder ähnlichen Worten wurde ich am Neujahrstag mit meinen Musikerkollegen, mit denen ich in unserem Dorf seit vielen Jahren von Haus zu Haus gehe und das neue Jahr anspiele, von dem einen oder anderen Bewohner begrüßt. Was hat es mit dem Wort Schmarrn auf sich? Liegt es an unserer Musik? Oder weil sein Rausch an Silvester mindestens genau so groß war wie der das Jahr zuvor? Oder einfach daran, dass das neue Jahr gleich am ersten Tag wieder so anfängt wie das alte Jahr am Tag davor aufgehört hat? Nämlich mit einem Stamperl Schnaps… Ich weiß es nicht!

Ohne großen Schnick-Schnack

Für mich persönlich war jedenfalls das vergangene Jahr doch recht ereignisreich. Wenn man als Hochzeitslader, Gstanzlsänger oder Humorist – wenn man das so nennen will – im wahrsten Sinne des Wortes auf vielen Hochzeiten tanzt, zudem noch andere Bühnenauftritte absolvieren darf und mit Witzen und Gstanzln Leute aus dem Publikum derbleckt, dann ist natürlich viel Schmarrn zwischen den Zeilen. Nur sollte man das mit Humor sehen, ist doch bekanntlich das Leben ernst genug. Ich als Vertreter des bayerischen Brauchtums bin froh, dass ich auch im abgelaufenen Jahr wieder viele Menschen unkompliziert und ohne großen Schnick-Schnack auf einfache und traditionelle Art und Weise unterhalten durfte, soweit es mir hoffentlich gelungen ist.

„Ja, ja, Vertreter des bayerischen Brauchtums! Wos war dann des mit dem Hipp-Hopp-Gstanzl-Dingsbums in Salzburg?“, wird sich mancher Leser denken, der aus den Medien erfahren hat, dass ich das Red-Bull-Gstanzl-Battle 2013 in Salzburg gewonnen habe. Nur um noch einmal Klarheit zu schaffen, damit das keiner zu eng sieht: Dieser Wettbewerb ist ein Wettstreit zwischen traditionellen Gstanzlsängern und modernen Rappern, den ich halt für mich entscheiden konnte. Somit siegte also die Tradition! Des is doch ned schlecht, oder?

Auch an solchen Sachen erkennt man, dass Brauchtum und Tradition nun schon seit einigen Jahren in sind wie selten zuvor. So wie man auf sämtlichen Volksfesten junge Leute mit Lederhosen und Dirndln sieht, so kann auch ich aufgrund vieler Anfragen erkennen, dass vor allem viele junge Menschen genau wieder das wollen: das Echte, das Herkömmliche und das Unverfälschte. Alles andere ist ja mittlerweile sowieso nichts Besonderes mehr, dazu lässt sich der Fernseher viel zu leicht einschalten. Und dass ich in Salzburg meine Gstanzln der Gaudi halber ein paar Takte lang über Rap-Musik gelegt habe, hat mir der Roider Jackl im Bayern-Himmel hoffentlich verziehen.

Marina und Maximilian

Natürlich bin ich mit meinen Gstanzln auch 2013 wieder auf aktuelle Themen eingegangen. Da war zum einen der Rücktritt von Papst Benedikt XVI., mein Namenskollege. Recht hat er! Wer weiß, ob er in zehn Jahren noch eine Rente bekommen hätte, denn das wird ja so wie’s ausschaut jedes Jahr schlechter. Dann war zum anderen noch der Pferdefleischskandal, passend dazu ein Gstanzl, das ich bei meinen Auftritten zu dieser Zeit häufig gebracht habe: „Der Prinz Charles, der is mid seiner Camilla recht zfrien, es gibt also allweil no Leit, de gern a Pferdefleisch ming.“ Auch Uli Hoeneß ließ sich gut mit dem Pferdefleischskandal in Verbindung bringen: „Da Hoeneß hinterzuigt Steuern, angeblich soll’s a so sei, wahrscheinlich mischt er in seine Bratwürscht aa no a Pferdefleisch nei.“

Dann waren neben vielen weiteren Ereignissen, die uns bewegten, noch die Landtags- und Bundestagswahlen. Angela Merkel ist auch in Zukunft unsere Bundeskanzlerin. Sie ist nun seit 2005 Kanzlerin und wurde seitdem nur noch schöner. Sie sieht jetzt jünger aus als vor 20 Jahren. Seltsam, als würde die Zeit bei ihr rückwärts gehen. Diesbezüglich folgender Vierzeiler: „Wenn’s mit der Angie so weiter geht, wos ja möglich sei konn, dann wird’s in 15 Johr Vorsitzende der Jungen Union!“

Abschließend werde ich auf zwei ganz persönliche Ereignisse von 2013 eingehen. In meinem Heimatdorf Sattelpeilnstein feierte der Burschenverein von 6. bis 10. Juni ein großes Fest, eine Fahnenweihe und das fünf Tage lang. Ich durfte bei diesem Fest neben den Festhonoratioren, den Mitgliedern und freiwilligen Helfern als Festleiter mitfungieren. Dies war –wie man es oftmals vernehmen konnte – eine rundum gelungene Sache. Es wurde bewiesen, dass auch junge Leute etwas Großes auf die Beine stellen können. Darauf dürfen die Beistoiner Burschen stolz sein.

Mein größter persönlicher Höhepunkt sollte erst fünf Wochen später folgen, denn am 6. Juli brachte meine Frau Marina unseren Sohn Maximilian zur Welt. Gerade deshalb wird das Jahr 2013 für mich und meine Familie ein ganz besonderes bleiben.

Und „wieder vo vorn“

Das alte Jahr ist vorbei, so dass „ der ganze Schmarrn wieder vo vorn ogeht“. Trotzdem wünsche ich allen Lesern des Bayerwald-Echos ein gutes, erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr 2014.

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