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2013 wartete eine neue Aufgabe

Gerd Kienberger übernahm im vergangenen Jahr die Berichterstattung für Untertraubenbach. Viele interessante Leute hat er dort kennen gelernt.
Von Gerd Kienberger

2014 kann sich, wenn es nach Gerd Kienberger geht, ein Beispiel an 2013 nehmen.Foto: Benjamin Franz

Altenmarkt.Das Jahr 2013 ist passé, ein Jahr, das für meine Tätigkeit beim Bayerwald-Echo eine interessante und spannende Änderung bereit hielt. Im Januar, einem Monat, der journalistisch gesehen eher als „staade Zeit“ bezeichnet werden kann, lief alles in Bahnen wie auch in den Jahren zuvor. Einige wenige Pressetermine, nichts Aufregendes, meist Geburtstage, über die zu berichten war oder ein kurzer Bericht für die Rubrik „Schaufenster“. Der Januar zog sich so hin, als müsse das Jahr erst in die Puschen kommen.

Auf dem Ball der Feuerwehr

Gegen Mitte Februar änderte sich dieser Zustand rapide. Ein Anruf aus der Redaktion erreichte mich just in dem Moment, als ich das zur Probe zubereitete Prüfungsmenü eines Beikoch-Lehrlings bei Kolping begutachtete. Redaktionsleiter Frank Betthausen war der Anrufer. Er bat mich ohne einen Grund zu nennen, schnellstmöglich in die Redaktion zu kommen. Eine halbe Stunde später in seinem Büro ließ Betthausen die Katze aus dem Sack. Er bot mir an, die journalistische Betreuung des Stadtteils Untertraubenbach für das Bayerwald-Echo ab sofort und exklusiv zu übernehmen. Nach einer Nacht Bedenkzeit sagte ich unter einer Bedingung – meine Pressearbeit in der Stadt Cham nicht ganz zu verlieren – zu. Mein Wunsch wurde akzeptiert, und so stand ich wenige Tage später im Saal des Gasthauses Holzer beim Ball der Feuerwehr Untertraubenbach, um meiner ersten Pressetermin wahrzunehmen.

Zahlreiche Vereine, der FCU, ein reges Kirchenleben und die bemerkenswerte Lorenz-Gradl-Grundschule bilden die Eckpfeiler für ein gesundes Miteinander der Dorfgemeinschaft. Viele interessante Personen durfte ich kennen lernen, über Schul- und Kommunionkinder berichten, Bilder und Berichte über Hochzeiten, Feuerwehrübungen, das grandiose Fischerfest, die Faschingsgaudi des Frauenbunds, zwei Wallfahrten nach Streicherröhren und das Aufstellen des 32 Meter hohen Kirtabaums, an dem das ganze Dorf teilnahm, veröffentlichen.

Hilfreich für mich waren diverse Gespräche mit Donat Dietl, eine äußerst interessante Person und mein Vorgänger. Sein Wissen und seine Kenntnisse über Historie, Schule, Kirche, Bürger des Dorfes und, und, und sind Legende. Ich könnte zufrieden sein mit dem ersten Jahr in Untertraubenbach, wenn mir nicht kurz vor Weihnachten ein peinlicher Fehler unterlaufen wäre. In meinem Bericht im unserer Zeitung über die Weihnachtsfeier des Seniorenkreises habe ich Fanny Sobotta, die kurz zuvor Geburtstag feiern konnte, um 17 Jahre! älter gemacht. Sorry, Frau Sobotta.

Meine kulinarische Kolumne, die jeweils freitags erscheint, geht 2014 in das dritte Jahr. Die Fahrten zu den jeweils ausgesuchten Gaststätten, Restaurants und Hotels lassen mich nach langjähriger Absenz unseren Landkreis neu entdecken. Nicht nur die Berufskollegen, erfahrene alte Hasen, sondern auch der Nachwuchs überraschen häufig mit tollen Gerichten, die Fantasie und großes handwerkliches Können verraten. Den von Vielen eingeschlagenen Weg, hauptsächlich Lebensmittel und Produkte aus der Region in ihrer Küche zu verwenden, kann man nur begrüßen.

Die Gespräche vor und nach dem Zubereiten des jeweiligen Gerichtes ziehen sich oft in die Länge. Schuld daran ist manch spannender, höchst interessanter beruflicher Werdegang. Manchmal gelingt es dabei, Kollegen mit Tipps aus meiner langjährigen Berufspraxis helfen zu können.

Der menschliche Körper mit seinen komplizierten Abläufen hat mich schon immer interessiert. In den ersten Jahren meines Rentnerdaseins habe ich – um mehr darüber zu erfahren – eine 18-monatige Ausbildung zum Heilpraktiker absolviert. Nicht um zu praktizieren, sondern um meinen Wissensdurst auf diesem Gebiet zu stillen. Dass ich die damit erworbenen Kenntnisse einmal für meinen originären Beruf und meine Tätigkeit als freier Mitarbeiter bei unserer Heimatzeitung gut gebrauchen könnte, war mir damals nicht bewusst.

Sportlich und humorvoll

Redaktionssekretärin Karin Ellmann gab mir des Öfteren Pressetermine zu Vorträgen mit medizinischen Themen. So war ich im Jahr 2013 mehrfach im Kreiskrankenhaus Cham. Eineinhalb Stunden zuhören und sich Notizen machen ist ja gut, nur das Schreiben des Artikels nimmt oft sehr viel Zeit in Anspruch, was wiederum ärgerlich ist. Fragen Sie mich bitte nicht, wie lange ich am Text zum Vortrag zur Reposition von Hämorrhoiden herumgebastelt habe, damit er für den Leser verständlich wird und vor allem nicht abschreckend klingt.

Sportlich und durchaus humorvoll ging es im Sommer beim Volleyball-Turnier im Freizeitbad zu. Die Mannschaft des Stadtrates und des Jugendrates standen sich im Wettkampf gegenüber. So sehr sich unsere Stadträte auch mühten, die Jugend war immer ein Stück besser. Neben einer deftigen Niederlage waren ein Sonnenbrand und ein Muskelkater an diesem heißen Samstag die schmerzliche Ausbeute der Stadt-Parlamentarier. Dass meine Familie im Jahr 2013, Gott sei Dank, von Krankheiten und sonstigem Ungemach weitgehend verschont blieb, das alleine macht 2013 für uns zu einem guten Jahr. 2014 kann sich ein Beispiel daran nehmen. Ich freue mich auf zahlreiche, spannende, interessante, auch nachdenkliche Veranstaltungen, über die ich für unsere Leser berichten darf. Unseren Lesern wünsche ich für 2014 Gesundheit, Zufriedenheit und Erfolg.

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