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Ehrenamt

2017 auf 80 Seiten dokumentiert

Die FFW Waldmünchen stellte ihren Jahresbericht vor – und alle zeigten sich von der Arbeit der Wehr sichtlich beeindruckt.
Von Matthias Heimann

  • Einsätze wie dieser fordern von den Einsatzkräften der Feuerwehr Können, Konzentration, aber auch Nervenstärke. Foto: wbs
  • Die ersten Exemplare des Jahresberichts Foto: whe

Waldmünchen.Von allen Seiten hoch gelobt wurde die Arbeit der Feuerwehr Waldmünchen, als Vertreter der Wehr den Jahresbericht 2017 präsentierten. Die Sicherheit der Bürger sei bei der Stadtwehr in besten Händen, sagte Bürgermeister Markus Ackermann. Die Druckkosten für den 80-seitigen Bericht übernahm in diesem Jahr die Familie Ruhland von der gleichnamigen Metzgerei.

Im Sitzungssaal des Rathauses konnte Bürgermeister Markus Ackermann neben der Führungsriege der FFW Waldmünchen auch Fridolin Höfele von der Polizeistation Waldmünchen sowie Dr. Peter Hering und Alfred Gillitzer vom BRK begrüßen und zeigte sich tief beeindruckt vom Jahresbericht. Dieser zeigte die Bilanz einer äußerst aktiven Feuerwehr – sowohl im Verein als auch beim Einsatz. Von den Einsätzen bis hin zum Vereinsleben finde sich auf den 80 Seiten alles.

125 Termine absolviert

Zu Beginn wies Vorsitzender Benjamin Schlegl auf die Vielzahl an Terminen hin, die der Verein absolvierte, 125 seien dies an der Zahl, „und das sind nur die geplanten“, so der Vorsitzende. Einer der markantesten Punkte sei der Einstieg der Feuerwehr Waldmünchen in den Katastrophenschutz. Zukünftig würde dies mehr Aufgaben, mehr Schulungen, aber auch eventuelle mehrtägige Einsätze bedeuten, so Schlegl. Prägend sei der Lohn für die Integration unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge gewesen. So hatten einige Mitglieder die Chance, an Preisverleihungen in Ulm oder Bremen oder an einem Empfang im Bundeskanzleramt teilzunehmen. Auch der „Gewinn“ für die Feuerwehr sei enorm, so habe erst vor kurzem einer der Flüchtlinge die Modulare Truppausbildung erfolgreich abgeschlossen. Schlegl dankte der Familie Ruhland für die Übernahme der Druckkosten des 80 Seiten starken Werks, aber auch Dieter Müller und Tobias Saffert für die Erstellung.

Kommandant Stefan Nachtmann war es vorbehalten, Einsatzstatistik und Übungen aufzuzeigen. 141 Einsätze waren es. Besonders beeindruckt zeigten sich die Anwesenden von 9042 Einsatz- und Übungsstunden. Mit den Feuerwehrfahrzeugen wurden 7991 Kilometer zurückgelegt. Eine erneute Steigerung sei bei den Gesamtstunden erkennbar. Nachtmann blickte auf einige besondere Einsätze zurück, er nannte zwei Gefahrguteinsätze in Waldmünchen, den Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Flischberg sowie diverse Verkehrsunfälle. Schwer getroffen habe die Feuerwehr ein Unfall bei Spielberg, bei dem ein aktiver Kamerad ums Leben gekommen war.

Viele Großübungen lassen sich dem Jahresbericht entnehmen, außerdem haben Wehrleute an vielen Lehrgängen teilgenommen. Mit besonderem Stolz erfüllte ihn die gute Jugendarbeit unter der Federführung von Georg Kussinger und Stefan Schlotterbeck. Alleine die Jugend hatte 1943 Übungsstunden an 48 Übungstagen geleistet.

Aus Sicht von Vorsitzendem Benjamin Schlegl war das Vereinsjahr geprägt von vielen arbeitsintensiven Routineveranstaltungen. Der Verein hatte diverse Anschaffungen mitfinanziert, die die die Stadtkasse entlasten.

In seinen Grußworten zeigte sich Bürgermeister Markus Ackermann tief beeindruckt, wie gut die beiden Säulen „Mannschaft und Verein“ funktionieren. Faszinieren würde ihn vor allem die ständige Freude an Lehrgängen und Ausbildungen: „Man sieht, ihr wollt’s professionell arbeiten!“ Auch für die Jugendarbeit sprach Ackermann ein großes Lob aus. Am Ende konnte er nur noch eines sagen: „Ich bin ein stolzer Bürgermeister über die Arbeit meiner Feuerwehr!“.

Dank für professionelle Arbeit

Der stellvertretende Leiter der Waldmünchner Polizeistation, Fridolin Höfele, ging sichtlich beeindruckt auf die Vielzahl der Einsätze ein. Diese seien vielfältig und würden enorme Fortbildungen verlangen. Generell habe die Polizei mit der Feuerwehr Waldmünchen immer einen kompetenten Partner zur Seite.

Dr. Peter Hering vom Waldmünchener BRK bemerkte, auch wenn die Zusammentreffen meist nicht freudig seien, so sei das technische „Know-how“ dennoch enorm und die Hilfe immer hoch professionell. Bernhard Ruhland sagte, eine solche Feuerwehr müsse man unterstützen, sein Vater sei schon sehr lange Mitglied und daher sei die Unterstützung keine Frage gewesen. Für diese Bereitschaft dankte Benjamin Schlegl, außerdem allen Hilfsorganisationen, Ortswehren, überörtlichen Einheiten, der Stadt im Allgemeinen oder dem Landratsamt für stets hervorragende Zusammenarbeit.

„Die Feuerwehr Waldmünchen ist traditionsbewusst, zugleich modern und weltoffen. Das dokumentiert der Jahresbericht“, stellte der Vorsitzende mit Stolz fest. Er belegte dies an Lamine, dem inzwischen in der Wehr bestens integrierten Flüchtling.

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