mz_logo

Region Cham
Mittwoch, 18. Juli 2018 27° 1

AQACUR

2019 soll erweitert werden

Der Zweckverband Hallen-Freibad Kötzting hat einen Haushaltsplan aufgestellt, der viel investiert und keine Kredite vorsieht.
Von Stefan Weber

  • Die Zahlen des AQACUR sind immer noch sehr gut, doch nach zwölf Jahren Betrieb steigen die Reparaturkosten. Foto: Claus Wietek
  • Die Kosten für die Umsetzung der Entwurfsplanung der Architekten Geising & Böker sollen ermittelt werden. Nachdem die Ermittlung andauert, wurden 3 Millionen Euro für Bau- und Planung für die Jahre 2018 bis 2020 veranschlagt.
  • Im neuen Sauna-Bereich wird zusätzlich eine kleine Gastronomie entstehen, welche die bisherige Küche samt Lokal ergänzen beziehungsweise auch entlasten soll. Dieser Raum wird komfortabel ausgestattet.
  • Das bestehende Angebot wird entsprechend der vorgelegten Pläne erweitert. Die Animationen von Geising&Partner zeigen die Innenansicht des neuen Saunabaues, der im südlichen Bereich des AQACUR-Geländes entstehen wird.
  • Spezielle Schlafkojen, die allerdings nicht vollständig geschlossen sind, werden im neuen Sauna-Bereich den Gästen nach oder zwischen den Saunagängen angenehmes Ausruhen auf eine völlig neue Art ermöglichen.

Bad Kötzting.Es sind sehr erfreuliche Zahlen, die Karl-Heinz Lummer, Geschäftsführer der AQACUR Bade- und Saunawelt, den Mitgliedern des Zweckverbandes Hallen-Freibad am Dienstagvormittag im Rathaus mitteilen kann. Das ist auch gut so, denn schließlich soll an diesem Tag der Haushaltsplan für das laufende Jahr beschlossen werden.

Wie Lummer erklärt, hätten sich die Haushaltsansätze 2018 im wesentlichen am Jahresergebnis des Vorjahres orientiert – auch wenn es kleinere Veränderungen geben müsse. So hätten alle AQACUR-Besucher – egal ob Hallenbad, Thermarium oder Sauna – 2017 Eintrittsgelder in Höhe von 1571000 Euro bezahlt. In der Finanzplanung sei bis zum Jahr 2021 aber eine Steigerung auf 1650000 kalkuliert. „Die kann nur durch Erhöhungen bei den Eintrittspreisen erzielt werden“, erklärt Lummer nicht zum ersten Mal. Um „absehbare beziehungsweise eventuelle Preissteigerungen, insbesondere bei den Energie-, Unterhaltungs- und Personalkosten, zu kompensieren“, sehe er die Erhöhungen als notwendig an.

Weniger Geld für Betrieb

Hinzu komme, dass die Betriebskostenumlage – also der Anteil, mit dem sich die Stadt (40 Prozent) und der Landkreis (60 Prozent) am Betrieb von Sauna und Bad beteiligt – von 270000 auf 200000 Euro jährlich reduziert worden sei. „Das sind 120000 Euro weniger als im Jahr 2002, also im Jahr des Hochwassers, und damit dem letzten vergleichbaren Jahr mit dem ,alten Bad‘“, rechnet Lummer vor. Im Finanzplan sei darüber hinaus eine weitere Minderung der Betriebskostenumlage veranschlagt: 2019 werde es noch 190000 Euro, ab 2020 noch 180000Euro geben. Die Steigerungen bei den Energiekosten (Strom und Wärme) kamen hinzu – nicht zu vergessen, dass sich auch die Wartungs- und Unterhaltskosten erhöhen würden, insbesondere aufgrund steigender Reparaturkosten nach zwölf Jahren Betrieb. Karl-Heinz Lummer zählt auch einige Maßnahmen auf, die demnächst anstehen. So die TÜV-Erneuerungen für Elektro-Installationen oder die Erneuerung einiger Saunabänke. Auch an der Brandmeldezentrale stünden Erneuerungen an, die Dosiertechnik für das Chlor werde ausgetauscht (65 000 Euro), und auch die Erneuerung der Wärmetauscher schlage mit 5000 Euro zu Buche.

Investiert wird auch, und zwar 186250 Euro. Die setzen sich zusammen aus 136250 Euro an Tilgung der Baukosten und 50000 Euro für Anschaffungen wie eine neue Handkasse und neue Liegen oder die Erneuerung des Holzsteges in der Sauna. 250000 Euro sind für die Planung für den Sauna-Neubau vorgesehen, gebaut werden soll 2019 (siehe Info). „Der Neubau führt dieses Jahr aber nicht zu einer Mehrbelastung der Verbandsmitglieder, sondern aufgrund der Minderung der Betriebskostenumlage sogar zu einer Entlastung“, stellt Lummer fest.

Die Verbandsmitglieder beschlossen den Haushaltsplan, der insgesamt 6981025 Euro umfasst, einstimmig. Auf den Verwaltungshaushalt entfallen 3158664 Euro, auf den Vermögenshaushalt 3822361 Euro. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen. Als Investitionskosten-Umlage für das Hallenbad zur Deckung der vorgesehenen Investitionen einschließlich der Tilgung der laufenden Darlehen ist in Höhe von 186250 Euro vorgesehen, die sich Landkreis und Stadt teilen.

Erwartungen mehr als erfüllt

Zahlen, die Bürgermeister Markus Hofmann als Verbandsvorsitzenden sichtlich freuen. „Das AQACUR läuft hervorragend, und es geht positiv weiter“, sagt er. Das sei aber auch eine Verpflichtung zu investieren, damit das Bad attraktiv und die Besucherzahlen von über 200 000 Gästen pro Jahr gehalten werden könnten. Das werde nicht einfacher, da die Anlage langsam aber sicher in die Jahre komme.

Für Landrat Franz Löffler sind die Zahlen „bemerkenswert“. Die Bade- und Saunawelt erfülle alle Erwartungen „mehr als wir uns vorstellen konnten“. Das zeige, dass Konzept und Qualität stimmten und die Rechnung für Urlauber und Einheimische gleichermaßen aufgehe. Lob gab es von beiden für Geschäftsführer Karl-Heinz Lummer. Während die meisten Bäder rote Zahlen schrieben, gelinge es ihm seit Jahren, Ergebnisse vorzulegen, die die Verbandsmitglieder erfreuten. Nun sind alle gespannt, wie sich die Erweiterung nach der Fertigstellung 2019/20 auswirken wird.

Weitere Meldungen aus Bad Kötzting finden Sie hier.

Weitere Meldungen aus dem Landkreis Cham finden Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht