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Hauptversammlung

2019 war ein Jahr der Brände

Stützpunkt-Feuerwehr Waldmünchen legte eindrucksvolle Bilanz vor. Der Verein investierte mehr als 18000 Euro.
Matthias Heimann

Beim Brand einer Lagerhalle im Breitenwiesweg waren 200 Feuerwehrkräfte im Einsatz.  Foto: Matthias Heimann
Beim Brand einer Lagerhalle im Breitenwiesweg waren 200 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Foto: Matthias Heimann

Waldmünchen.Als „aller Ehren wert“ bezeichnete Bürgermeister Markus Ackermann bei der Jahresversammlung am Sonntag die Arbeit der Waldmünchner Stützpunkt-Feuerwehr. Ein „Jahr der Brände“ liege hinter dem Verein. Für Jugendarbeit und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen gab es Lob. Große Investitionen wurden bewältigt.

Vorsitzender Benjamin Schlegl blickte zurück auf die Reise in die französische Partnerstadt Combourg, auf das Hallenfest mit Fahrzeugweihe und auf viele Einsätze. Insgesamt sei die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr mit 520 Mitgliedern nahezu gleichgeblieben.

Zusätzlich zu den 14-tägigen Übungen der Aktiven, den Einsätzen und anderen Terminen der Vorstandschaft habe man 2019 genau 105 Termine bewältigt. Die 120 Einsätze wurden „fast nebenbei“ abgearbeitet, obwohl einige zeitintensiv waren. Auch die Schneekatastrophe im Alpenraum hatte einige Kräfte mehrere Tage beschäftigt. Neue Einsatzkleidung wurde beschafft. In Kombination mit weiteren kleineren Anschaffungen investierte der Feuerwehrverein 18620 Euro, den Großteil davon in die Schutzkleidung, die sich bereits mehrfach bewährte. Die finanzielle Situation sei trotzdem zufriedenstellend.

Mit Blick in die Zukunft sprach Schlegl von vielen neuen Aufgaben und Anschaffungen.

120 Einsätze bewältigt

Kommandant Stefan Nachtmann unterteilte die 120 Einsätze in einen ABC-Gefahrstoffeinsatz, 31 Brandeinsätze, 67 technischen Hilfeleistungen, elf sonstige Einsätze und zehn Sicherheitswachen. Insgesamt wurden 2793 Einsatzstunden geleistet, die Fahrzeuge wurden 17846 Kilometer bewegt. Nachtmann sprach von einem „fast ganz normalen Jahr“, das er zugleich als „Jahr der Brände“ bezeichnete. Anhand einiger Bilder stellte er verschiedene Einsätze heraus. Er erinnerte an einen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person bei Beckenhöhle, an den Brand einer Stallung in Hirschhöf oder an den Brand einer Lagerhalle im Breitenwiesweg. Auch in die Ausbildung wurde viel Zeit investiert. So wurden verschiedene Lehrgänge an staatlichen Feuerwehrschulen absolviert. Auf Standortebene wurden unter anderem fünf neue Atemschutzgeräteträger und fünf neue Maschinisten ausgebildet und ein Fahrsicherheitstraining besucht. Bei Gemeinschaftsübungen wurden an etlichen Objekten im Stadtgebiet geübt. Auf die Übungen entfielen 3496 Stunden. Nachtmann dankte für die Bereitschaft der aktiven Kräfte, stets an Übungen und Einsätzen teilzunehmen. Im Ausblick auf das neue Jahr nannte er die Umrüstung der Atemschutzgeräte und Übungen mit den neu eingeführten Schlauchwagen- und HFS-Zügen.

Jugendwart Georg Kussinger berichtete von 27 Jugendlichen, die regelmäßig an den Übungen teilnahmen. 2019 konnte man sieben Übertritte in die aktive Mannschaft vermelden. Er berichtete, untermalt von einigen Bildern, über die verschiedenen Aktionen der Jugendfeuerwehr wie das traditionelle Maibaumaufstellen im BRK-Altenheim, die Jugendflamme oder den Wissenstest. An 53 Übungstagen habe man 2079 Stunden erreicht.

Lob des Bürgermeisters

Bürgermeister Markus Ackermann sagte, die Feuerwehr sei maßgeblich mitverantwortlich an der Gestaltung des städtischen Lebens. In Bezug auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zeigte er sich stolz: „Ihr übernehmt Verantwortung.“ Die Zusammenarbeit sei äußerst positiv. Ackermann: „Ihr seid bestens ausgebildet und trainiert. Ich zolle euch Anerkennung, Wertschätzung und Respekt.“

KBI Norbert Auerbeck berichtete von vielen Leistungsprüfungen im Inspektionsbereich. KBM Andreas Bierl sagte: „Tue Gutes und sprich darüber.“ Er spielte dabei auf die wichtigen Aufgaben der Feuerwehren an. Er berichtete von 213 Einsätzen in seinem Bereich.

Polizeikommissar Michael Mühlbauer sah die Stadtfeuerwehr als leistungsstarken Partner. Er appellierte an die Aktiven, sich im Einsatz keine Beleidigungen gefallen zu lassen. Dr. Peter Hering dankte für die gut funktionierende Zusammenarbeit. (whe)

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