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Justiz

25-jähriger Cannabis-Dealer verurteilt

Der Further soll 1,5 Kilo Marihuana erworben haben. Das Gericht schloss Eigenbedarf aus und verhängte eine Bewährungsstrafe.

Das Gericht verurteilte einen 25-Jährigen aus Furth im Wald zu einer Bewährungsstrafe, weil er mit größeren Mengen Cannabis gehandelt haben soll.  Foto: Gareth Fuller/dpa
Das Gericht verurteilte einen 25-Jährigen aus Furth im Wald zu einer Bewährungsstrafe, weil er mit größeren Mengen Cannabis gehandelt haben soll. Foto: Gareth Fuller/dpa

Cham.Von einer nicht geringen Menge konnte keine Rede mehr sein, als die Anklageschrift gegen einen 25-Jährigen aus Furth im Wald am Chamer Amtsgericht verlesen wurde. Er soll am 31. Oktober 2017 von einem gesondert verfolgten Dealer 500 Gramm Marihuana zum Preis von 2000 Euro erworben haben.

Zwei weitere Käufe zu erneut je einem halben Kilogramm sollen nur kurze Zeit später, im November 2017, erfolgt sein. Weil Eigenbedarf in solchen Größenordnungen praktisch auszuschließen ist, lautete die Anklage auf unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln im Gegensatz zum unerlaubten Besitz.

Der Angeklagte wollte keine Angaben zu den Vorwürfen machen. Stattdessen wurde eine Zeugin gehört, die sagte, sie wisse von mehreren Fahrten des 25-Jährigen nach Regensburg, sei selbst aber nicht dabei gewesen. Sie äußerte, dass der Further in einem Zeitraum von etwa sieben bis acht Monaten vielleicht alle drei Wochen „etwas erworben“ habe. Es habe sich jeweils um Marihuana, nie jedoch um Opiate gehandelt.

Auch weitere Aussagen belasteten den Angeklagten, jedoch war das Bild nicht so eindeutig, dass Rechtsanwalt Heimann als Verteidiger nicht wenigstens versucht hätte, in seinem Plädoyer einen Freispruch zu erwirken. Die Staatsanwaltschaft forderte hingegen eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und elf Monaten und sah den Tatvorwurf als erwiesen an.

Tatsächlich reichten Richter Andreas Lecker die Beweise aus, um zu einem Schuldspruch zu gelangen. Angesichts der großen Betäubungsmittelmenge und des fehlenden Geständnisses wurde der Further zu einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung verurteilt. (cya)

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