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41-Jähriger im Drachen-See ertrunken

Ein tragischer Badeunfall hat sich am Samstagnachmittag im Landkreis Cham ereignet. Eine Reanimation blieb erfolglos.
Von Wolfgang Baumgartner

  • Weit über 100 Einsatzkräfte der Wasserrettung, des BRK und der Feuerwehren waren im Einsatz, um den im Drachensee untergegangenen 41-jährigen Mann zu retten. Foto: wb
  • Mit Booten wurde nach dem Vermissten gesucht. Foto: wb

Furth im Wald.Der Drachensee hat ein erstes Todesopfer gefordert. Am Samstag gegen 17.40 Uhr ertrank ein 41-jähriger Badegast. Der Mann aus der tschechischen Nachbarstadt Domažlice war rund 30 Meter vom Ufer entfernt in den See geschwommen, als er um Hilfe rief. Die Bekannten, die ihn bei dem Badeausflug nach Furth begleitet hatten, verständigten sofort die Rettungskräfte.

In wenigen Minuten waren ein Rettungswagen und der Einsatzleitwagen der Further Feuerwehr am Drachensee. Ein Zeuge des Unfalls markierte im Wasser die Stelle, an der der Mann zuletzt gesehen worden war. Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes schwamm sofort an die Unglücksstelle, ein Feuerwehrmann begann auf einem Stand-Up-Paddling-Board sofort mit der Vermisstensuche.

Mit Booten wurden die Taucher zur Unglücksstelle gebracht. Foto: wb
Mit Booten wurden die Taucher zur Unglücksstelle gebracht. Foto: wb

Innerhalb kürzester Zeit war die komplette Wasserrettung des Landkreises vor Ort. Insgesamt zehn Taucher von Wasserwacht und DLRG suchten nach dem 41-Jährigen. Unterstützt wurden sie vom Rettungshubschrauber, der im Tiefflug versuchte, die vermisste Person zu finden.

Feuerwehr, BRK, Wasserrettung und Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Foto: wb
Feuerwehr, BRK, Wasserrettung und Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Foto: wb

Schließlich entdeckte ein Taucher den leblosen Körper des Tschechen in etwa drei Metern Tiefe. Gegen 18.15 Uhr konnte der Verunglückte dann an Land gebracht werden. Sofort wurde mit der Reanimation begonnen. Bis 18.45 Uhr kämpften der Notarzt und Einsatzkräfte von BRK, Wasserwacht und DLRG um das Leben des 41-Jährigen. Doch der Mann war vermutlich zu lange unter Wasser und damit ohne Atemluft.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften war zum Drachensee geeilt. Foto: wb
Ein Großaufgebot an Rettungskräften war zum Drachensee geeilt. Foto: wb

Laut Auskunft von Armin Schlüter, dem Einsatzleiter Wasserrettung, waren rund zehn Fahrzeuge von Wasserwacht und DLRG am Unglücksort. Insgesamt suchten zehn Taucher nach dem vermissten Mann. Unterstützt wurde die Wasserrettung von Einsatzkräften des BRK-Kreisverbandes unter der Leitung von Manfred Nitsch.

Auch die Feuerwehr-Boote waren auf dem See unterwegs. Foto: wb
Auch die Feuerwehr-Boote waren auf dem See unterwegs. Foto: wb

Vor Ort waren auch die Feuerwehren aus Furth im Wald, Arnschwang und Daberg. Die Further Wehr setzte zwei Boote ins Wasser, von der FFW Arnschwang war ein Boot im Einsatz. Laut Kreisbrandinspektor Mario Bierl beteiligten sich rund 50 Feuerwehrkräfte an der Suche des 41-Jährigen. Ein Team der Notfallseelsorge mit Einsatzleiter Richard Kreuzer betreute die Bekannten des ertrunkenen Mannes und kümmerte sich auch um die Einsatzkräfte. Die Sachbearbeitung des Unglücks wird durch die Kriminalpolizei Regensburg durchgeführt.

Das Unglück am Drachen-See war bereits der zweite schwere Badeunfall im Kreis Cham innerhalb einer Woche. Erst am Dienstagabend war eine Frau beim Schwimmen im Regen bei Roding ums Leben gekommen.

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