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Lauf

444 Läufer bei Kaitersbergtrail-Premiere

Thomas Wanninger und Sabine Wurmsam gewannen beim neun Trail mit 30 Kilometern und 1400 Höhenmetern in Bad Kötzting.

Die Läufer auf den Wiesenpassagen in Höhe Sperlhammer Foto: kht
Die Läufer auf den Wiesenpassagen in Höhe Sperlhammer Foto: kht

Bad Kötzting.„Niemand hat gesagt, dass es leicht wird“ – die Ansage zum Kaitersbergtrail dürfte sich am Samstag für die Meisten der 444 Starter bewahrheitet haben. War der Kinelauf schon eine Herausforderung, so steigerte der Trail dies nochmals. Nach 30 Kilometern und 1400 Höhenmetern war es dann Thomas Wanninger vom WSV Viechtach, der mit der Bestzeit von zwei Stunden, 34 Minuten und vier Sekunden die Ziellinie überquerte. Bei den Damen war Sabine Wurmsam nicht zu schlagen und war nach drei Stunden, zwölf Minuten und 52 Sekunden wieder im Schulsportstadion.

Eine anspruchsvolle Strecke, motivierte Teilnehmer und ideales Laufwetter: Der Kaitersberg-Trail schaffte bei seiner Premiere gleich eine Punktlandung. Das war sicher auch dem organisierenden TV Bad Kötzting zu verdanken, der mit seiner erfahren Helferschar eine Glanzleistung hinlegte. Entspannt antwortete deshalb Alois Brandl gegen 9.45 Uhr auf die Frage der Heimatzeitung. „Mir geht’s gut, die Erfahrung vom Kinelauf hilft uns immens und ich hab ein tolle Truppe hinter mir, die das kann“ so der Abteilungsleiter und Hauptorganistor kurz vor dem Start.

Das war der Kaitersbergtrail 2019 in bad Kötzting

Die Zeitschnellsten bei den Damen und Herren Foto: kht
Die Zeitschnellsten bei den Damen und Herren Foto: kht

Punkt 10.05 Uhr ging es los. Start und Ziel war der Sportplatz beim Jahnplatz in Bad Kötzting auf 399 Meter. Bis 1101 Meter hoch sollte es für die Teilnehmer noch gehen. 70 Prozent der 30 Kilometer langen Strecke waren Trails. Die Laufstrecke führte zu Beginn über die Wiesenlandschaft bei Sperlhammer, dann ansteigend Richtung Reitenberg, wo die Läufer eine erste größere Zahl an Zuschauern erwartete.

Einmal quer über die Berge

Beim Start des Kaitersbergtrails war ordentlich was los.  Foto: kht
Beim Start des Kaitersbergtrails war ordentlich was los. Foto: kht

Weiter führte der Weg über unmarkierte Wanderwege zwischen den beiden Hauptwanderwegen Richtung Gipfelkreuz am Kaitersberg. Von dort aus ging es dann wieder zurück nach Reitenberg, bevor sich die Teilnehmer Richtung Hudlach orientierten. Weiter ging es wieder in Richtung Kamm, hinter der Kötztinger Hütte vorbei, an der wieder ein Menge Zuschauer stand, um die Läufer anzufeuern und selbst live miterleben konnten welche Leistungen die Teilnehmer an den Tag legten. War dieser Streckenabschnitt durchlaufen, hieß es, kurz bergab und dann wieder Richtung Kamm weiter zu laufen, um sich dann Richtung Eschlsaign zu orientieren. Von dort folgten die Bergläufer der Strecke im Bereich um den Riedelstein, ehe es von dort immer den Kamm entlang wieder in Richtung Kaitersberg ging. Unterwegs belohnte das Steinbühler Gesenke – als sicher der schönste Teil der Strecke – die Sportler.

Die Läufer hatten steile Waldpassagen zu meistern.  Foto: kht
Die Läufer hatten steile Waldpassagen zu meistern. Foto: kht

War das Gipfelkreuz zum zweiten Mal passiert, konnten sich die Athleten in Richtung Bad Kötzting orientieren. Wieder auf Wanderwegen oder Wiesenpassagen ging es zurück zum Schulsportplatz. Der Pulk an Läufern zog sich langsam auseinander, früh wurden die Favoriten ausgemacht, die sich an die Spitze setzten. Mit einem enormen Tempo gingen sie die Strecke an. Der spätere Sieger lobt sie als sehr anspruchsvoll. Noch unter der von den Organisatoren geschätzten Laufzeit war dann Robert Wanninger gegen 12.39 Uhr in Sichtweite des Stadionovals und überquerte nach genau zwei Stunden, 34 Minuten und vier Stunden das Zielband. Kurz hinter ihm kam der Lokalmatador Markus Mingo ins Ziel, gefolgt von Johannes Haueis. Bei den Damen war es fast noch enger als bei den Herren. Letztendlich setzte sich Sabine Wurmsam durch. Auf Platz zwei mit einer Zeit von drei Stunden, 15 Minuten und 23 Sekunden lag die Lamerin Steffi Koller, gefolgt von Barbara Poxleitner auf Rang drei.

„Ich kam gut in die Gänge, musste mir bergauf einen Vorsprung herauslaufen, nachdem die Konkurrenz bergab Vorteile hat“, sagte ein nach wenigen Minuten nach dem Zieleinlauf schon wieder erholter Sieger Thomas Wanninger beim ersten Interview.

Ausdauer

Der Kaitersberg ruft die Trailrunner

Der KaitersbergTrail lockt Sportler aus ganz Deutschland nach Bad Kötzting. Er gehört zu den anspruchsvollsten Läufen.

Läufer lobten die Organisatoren

Die Läufer kämpften sich durch den Trail. Foto: kht
Die Läufer kämpften sich durch den Trail. Foto: kht

Aus dem Läuferfeld war nur positives zu vernehmen, wurden Organisation und insbesondere der Streckenverlauf herausgehoben. „Ein Aushängeschild für die Stadt und den Verein“ so Carola Höcherl Neubauer bei der Siegerehrung, bei der sie unisono mit drittem Bürgermeister Franz Gregori die Veranstaltung und das Organsiationsteam lobte. „Mit Alois Brandl, Max Hochholzer und Christian Vill samt deren fast 80 Helfern an der Seite ist mir um derartige Veranstaltungen nicht bange“, sagte die Gesamtvorsitzende. „Sport macht fit, hält gesund und sei damit die Basis für diese schweren 30 Kilometer, sagte Franz Grogori. Er stellte nochmal die Leistung der Sportler heraus. Bei der Siegerehrung durften sich die jeweils drei Bestplatzierten jeder Altersstufen neben einem Sachpreis auch um die verdienten Medaillen freuen. Die drei Gesamtbesten bei den Herren und Damen erhielten noch einen Scheck dazu.

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