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50 Jahre Wächter über Grenzsteine

Am Dienstagnachmittag machte sich Bürgermeister Franz Kopp auf Richtung Ortsteil Garten.
Heidi Meier

Franz Kopp (r.) bei der Demonstration der historischen Karte und der Übergabe der Urkunde und an den Jubilar Josef Rädlinger
Franz Kopp (r.) bei der Demonstration der historischen Karte und der Übergabe der Urkunde und an den Jubilar Josef Rädlinger Foto: Heidi Meier

Runding.Im Gepäck hatte er Ehrenbriefe von keinem Geringeren als Albert Füracker, seines Zeichens Bayerischer Staatsminister für Finanzen und Heimat, sowie vom Chamer Landrat Franz Löffler. Dafür spielte Kopp gerne Postbote – war doch der Grund ein ganz besonderer: Josef Rädlinger aus Garten wurde in diesen Briefen für 50 Jahre verdienstvolles Wirken im ehrenamtlichen Einsatz als Feldgeschworener gedankt. Die Würdigung seiner langjährigen Tätigkeit wurde durch die Politiker noch mit einer Urkunde komplettiert. Seit einem halben Jahrhundert ist Josef Rädlinger Wächter über Grenzsteine, und Bürgermeister Kopp dankte ihm bei seinem Besuch für die Ausübung dieses wichtigen und vertrauensvollen Amtes, bei dem es sich um eines der ältesten Ehrenämter auf kommunaler Ebene in Bayern handelt, das immer noch ausgeführt wird. Knapp 800 Jahre reicht diese Tradition zurück. Ein besonderes Geschenk ließ Christian Schmitz, Chef des Vermessungsamtes Cham, Rädlinger angedeihen. Er konnte das Präsent zwar aus terminlichen Gründen nicht persönlich übergeben, hatte aber Bürgermeister Franz Kopp eine Reproduktion einer Karte der Umgebung aus dem 19. Jahrhundert für den ehrenamtlichen Feldgeschworenen mitgegeben. Das Gemeindeoberhaupt und Josef Rädlinger wohnen beide in Garten und steckten gleich über der Karte die Köpfe zusammen. Mit Hilfe einer transparenten Folie kann man auf dieser Karte zwischen der historischen und aktuellen Ansicht hin- und herwechseln – und dabei gab es viel Interessantes zu entdecken. (cmi)

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