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Freitag, 17. August 2018 28° 2

Glaube

50 Jahre Zusammenhalt

Beim Festgottesdienst zum 50-Jährigen des FC Ränkam zieht Richard Meier viele Parallelen zwischen der Kirche und dem Fußball.
Von Michael Riederer

Farbenprächtig: Ein langer Kirchenzug führte durch das Dorf. Foto: Riederer
Farbenprächtig: Ein langer Kirchenzug führte durch das Dorf. Foto: Riederer

Furth im Wald.Mit strahlendem Sonnenschein startete der dritte Festtag des 50-jährigen Jubiläums des FC Ränkam. Früh am Morgen wurden die Honoratioren vom Festverein abgeholt, bevor es gemeinsam zum Dorfplatz ging, wo zahlreiche Vereine warteten. Nach einem kurzen Standkonzert setzte sich am Sonntag der Kirchenzug in Bewegung.

Am Sportheim angekommen, feierte Stadtpfarrer Richard Meier mit den Gläubigen den Festgottesdienst. Zu Beginn brachte er seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sich vor 50 Jahren Freunde zusammenfanden, um den FC Ränkam zu gründen, unter dessen Wappen man sich heute noch treffe, um bei Spielen die Kameradschaft und den Zusammenhalt zu stärken.

Sie leisteten ganze Arbeit

Der Ehrenpatenverein, der SV Gleißenberg-Lixenried, beim Kirchenzug Foto: Riederer
Der Ehrenpatenverein, der SV Gleißenberg-Lixenried, beim Kirchenzug Foto: Riederer

Außerdem lobte er eingangs die Schirmherren, die ihre Sache sehr gut machten und dem Fest wunderschönes Wetter bescherten. Die beiden Lesungen wurden von Festmutter Simone Baier und Festbraut Tina Staudner vorgetragen. Bei seiner Predigt startete Stadtpfarrer Richard Meier mit einem Zitat des ehemaligen Papstes Johannes Paul II. Jener sagte immer: „Unter allen unwichtigen Themen ist Fußball das wichtigste“. Besonders wenn eine Weltmeisterschaft sei, sehe man jedoch, dass für viele Menschen der Fußball wichtiger sei als der Glaube.

Dabei habe die Kirche viel Ähnlichkeit mit Fußball. So sei zum Beispiel das Stadion die Kirche. Und die Mannschaft – das seien die Gläubigen, mit denen man gemeinsam betet. Nicht umsonst spreche man vom Fußballgott. Dennoch dürfe der Fußball nicht vor Gott gesetzt werden, denn Gott gebühre die erste Stelle im Leben. Wer mit Gott lebe, könne auch Fußballspielen. Daseinsberechtigt sei der Fußball dennoch, da er positive Effekte wie Fitness und Lebensfreude mit sich ziehe.

Die Honoratioren waren ebenfalls ab dem frühen Morgen auf den Beinen. Foto: Riederer
Die Honoratioren waren ebenfalls ab dem frühen Morgen auf den Beinen. Foto: Riederer

Der FC Ränkam sei ein wichtiger Bestandteil und Pfeiler des Dorfes. Besonders lobenswert sei die starke Jugendarbeit, über die den Jugendlichen „wichtige Werte vermittelt werden“. Auch für die großen Fußballclubs seien solche Vereine wichtig, denn sie machten vor Ort das aus, was Fußball bedeute. Dennoch müsse man an das Zitat von Papst Johannes Paul II. denken und Prioritäten richtig setzen.

Nicht der Fußball beziehungsweise der Sport allein sei das Leben, sondern der Sport gehöre zum Leben, sagte Stadtpfarrer Richard Meier. Auch das Leben könne man mit Fußball vergleichen. Man habe eine Spielzeit, wobei es beim Leben keine Verlängerung gebe. Außerdem gebe es bei beiden ein Ziel. Beim Fußball sei es, ein Tor zu schießen, um zu siegen, und beim Leben sei es das Tor zum Himmel.

Der Mannschaftsgeist

Festmutter Simone Baier und Festbraut Tina Staudner bei der Lesung Foto: Riederer
Festmutter Simone Baier und Festbraut Tina Staudner bei der Lesung Foto: Riederer

Mit dem Trainer werde für das Ziel trainiert. Beim Leben sei dies Jesus, mit dem im Gottesdienst „trainiert“ werde, um auch hier das Ziel zu erreichen. Der Mannschaftsgeist sei vergleichbar mit dem Heiligen Geist. Wer glaube, ohne Gott spielen zu können, der spiele gegen sich selbst und schieße sich somit irgendwann selbst ins Abseits oder ins Aus.

Darum appellierte der Geistliche an die Gläubigen, Gott zum Wichtigsten zu machen, um mit ihm zu spielen. Die Fürbitten trugen die Festdamen vor. Sie baten um die Gesundheit der Vereinsmitglieder und um die Stärkung des Zusammenhalts in Ränkam. Außerdem gedachten sie der verstorbenen Vereinsmitglieder.

Vor Ende des Festgottesdienstes bedankte sich Stadtpfarrer Richard Meier beim Kirchenchor, der den Gottesdienst musikalisch gestaltete, und allen Helfern. Nach dem Schlusslied, der Bayernhymne, wünschte der Geistliche allen Mitgliedern und Gästen ein schönes Fest mit den Worten: „Lassts as krachen!“

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