MyMz
Anzeige

Reise

50 Miltacher erlebten deutsche Geschichte

Die Kulturfahrt der Gemeinde Miltach führte durch die neuen Bundesländer nach Weimar, Erfurt und zur Gedenkstätte Buchenwald.

Die 50 Teilnehmer waren begeistert von Erfurt, Weimar, Naumburg und Mödlareuth. Foto: Erwin Vogl
Die 50 Teilnehmer waren begeistert von Erfurt, Weimar, Naumburg und Mödlareuth. Foto: Erwin Vogl

Miltach.Wie schon die Fahrten nach Berlin und Wien war auch die dreitägige Reise der Gemeinde Miltach in die neuen Bundesländer rasch ausgebucht. Das Unternehmen trug den Namen „Unsere Gemeinde geht auf Reisen“ und konnte zu Recht als Kulturfahrt bezeichnet werden, denn mit den Besuchen von Weimar, Erfurt und Naumburg erlebten die Teilnehmer bedeutende deutsche Geschichte.

Beim Rundgang durch die Gedenkstätte Buchenwald traf man auf einen Ort der „dunkelsten“ Zeit Deutschlands, wo durch die Nationalsozialisten mehr als 50 000 Menschen ermordet wurden oder durch Entbehrung ums Leben kamen. Der letzte Programmpunkt bestand in einem Rundgang durch Mödlareuth, von den U.S. Amerikanern als „Little Berlin“ bezeichnet, denn der kleine Ort war genauso geteilt wie die Hauptstadt.

Erstes Ziel war Weimar, dessen Kulturgeschichte eng mit Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich von Schiller verbunden ist. Bei der Stadtführung konnte ein Teil der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten besucht werden. So die Jakobskirche, das älteste Gotteshaus der Stadt, das Grab von Christiane von Goethe, die Peter-und-Paul-Kirche, die von den Einheimischen nur als „Herder-Kirche“ bezeichnet wird. Auf dem Theaterplatz erklärte der Gästeführer ausführlich die Symbolik des bekannten Denkmals der Dichterfürsten Goethe und Schiller. Der folgende Tag galt Erfurt, der Landeshauptstadt von Thüringen. Am Kreuzungspunkt der beiden alten Handelsstraßen Via Regia und Nürnberger Geleitstraße, wuchs Erfurt im Mittelalter zu einem mächtigen Handelszentrum heran.

Das Konzentrationslager Buchenwald wurde ab 1936 errichtet, am 11. April 1945 befreiten U.S- Streitkräfte die Häftlinge. Von 250 000 Inhaftierten starben 50 000. Bei dem etwa einstündigen Rundgang gab es von Seiten des Begleiters erschütternde Berichte über die damaligen schlimmen Verhältnisse im Lager. Am bedrückendsten waren die Schilderungen im Krematorium. Am Sonntagvormittag stand das Glockenmuseum in Apolda auf dem Besuchsprogramm. Der Naumburger Dom, dem der Besuch der Reisegruppe galt, zählt zu den bedeutendsten sakralen Kulturdenkmälern aus der Zeit des europäischen Hochmittelalters.

Das Resümee über die Fahrt zog Bürgermeister Johann Aumeier: „Angelika und Reinhold Gräb haben bei vorausgegangenen Besuchen alles bestens erkundet und somit einen optimalen Verlauf garantiert“. Anerkennung fand Aumeier auch für Busfahrer Andi Nemmer, der das Fahrzeug mit einer Höhe von 3,8 Meter unter einer Brücke mit 3,7 Meter unbeschadet durchfuhr. (kvg)

Das Geteilte Dorf

  • Öffnung:

    Nach dem Abriss im Juni 1990 entstand die Idee zur Errichtung der Restanlage in Form eines Museums. Erläutert wurden die Ereignisse mit einem Film. (kvg)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht