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Bildung

70 Lehrer demonstrierten in Cham

Später in den Ruhestand und mehr Mindeststunden in der Teilzeit: Lehrer stellen sich am Marktplatz gegen Ministeriumspläne.
Von Luis Münch

Laut des Chamer Polizeichefs Alfons Windmaißer seien rund 70 Lehrkräfte vor Ort gewesen.
Laut des Chamer Polizeichefs Alfons Windmaißer seien rund 70 Lehrkräfte vor Ort gewesen.

Cham.70 Lehrer aus Grund-, Mittel- und Förderschulen demonstrierten am Freitagnachmittag am Marktplatz in Cham. Der Grund für den Protest waren die vom Kultusministerium angeordneten Maßnahmen, die die Unterrichtsversorgung im Freistaat sicherstellen sollen.

Vorgesehen ist darin, dass es für Lehrer der Grund-, Mittel-, und Förderschulen ab sofort erst ab 65 Jahren möglich ist, in den Vorruhestand zu gehen. Und die Mindeststundenzahl bei Teilzeitverträgen wird auf 24 Stunden pro Woche erhöht. Bei Lehrkräften für Sonderpädagogik fallen zukünftig 23 Wochenstunden an. Das seien laut Josef Messerer, Rodings Kreisvorsitzendem des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), die Gründe, weswegen die Chamer Lehrer demonstrierten.

Chams Lehrer gehen auf die Straße

Eine Stunde mehr pro Woche

Weiter sieht die Anordnung vor, dass die Lehrkräfte an Grundschulen ab dem kommenden Schuljahr eine Stunde mehr pro Woche unterrichten. Die zusätzliche Arbeitszeit wird auf einem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben. „Das ist aber nicht das Problem, das uns auf die Straße treibt“, sagt Josef Messerer.

Bildung

Grundschullehrer schlagen Alarm

Mit Zwangsmaßnahmen will der Kultusminister den Lehrermangel an Grundschulen abfangen. „Es reicht!“, sagen Ostbayerns Lehrer.

Die Forderungen der Lehrer lauteten, „nicht ständig zusätzliche Arbeit aufs Auge gedrückt zu bekommen.“ Josef Messerer sagte: „Wir werden unseren Beitrag leisten, das Bildungssystem in Bayern aufrecht zu erhalten, aber nicht auf Kosten unserer Gesundheit.“ Im selben Zug wurden Potentialanalyse und Evaluation abgelehnt.

Lehrer fordern Wertschätzung

Die demonstrierenden Lehrkräfte verlangten „Wertschätzung durch den Dienstherrn und die Gesellschaft.“ Des Weiteren forderten die Demonstranten, die Ursachen für den Lehrermangel zu beseitigen. „Wenn ich zeigen will, dass ich alle Lehrer gleich schätze, sollte ich als Dienstherr dafür sorgen, dass ich alle Lehrer gleich bezahle“, sagte Josef Messerer.

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