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Versorgung

700 000 Euro in neuen Solarpark

Die Energie aus der Anlage von Eigentümer Carsten Linsmeier wird ins Netz der Stadtwerke Waldmünchen eingespeist.
Von Ingrid Milutinovic

Eigentümer Carsten Linsmeier, Steffen Bentley und Thomas Walter (von links) von IBC-Solar stellten die neue Solar-Anlage vor.  Foto: Ingrid Milutinovic
Eigentümer Carsten Linsmeier, Steffen Bentley und Thomas Walter (von links) von IBC-Solar stellten die neue Solar-Anlage vor. Foto: Ingrid Milutinovic

Waldmünchen.Ein brachliegendes Grundstück war es, das die Überlegungen des Eigentümers Carsten Linsmeier beflügelte: Er errichtete dort jetzt eine Solaranlage mit einer Kapazität von 750 KW. Zuvor hatte bereits sein Vater Beppi Linsmeier versucht, das Grundstück an der Regensburgerstraße sinnvoll zu nutzen. Ein Businesspark war damals die erste Idee. Ein Baumarkt sollte, ebenso wie ein Drogeriemarkt dort angesiedelt werden. Allein, die Form des Grundstücks sprach aber dagegen. Gewerbefläche und Parkraum wären nicht realisierbar gewesen. Deshalb zerschlug sich diese Idee bald. Eine Halle, die dann vermietet werden könne, sei ebenfalls keine Alternative gewesen, so Linsmeier.

Was für den angedachten Gewerbepark hinderlich war, war für die neue Idee eines Solarfelds jedoch genau richtig: lang und schmal und dazu noch in einer optimalen Ausrichtung, um die Sonnenstrahlung bestmöglich nutzen zu können. In Zeiten von Diskussionen über CO2-Ausstoß, Atomenergie und Kohleausstieg war dies für Carsten Linsmeier eine Top-Alternative und genau der richtige Zeitpunkt für diese Investition.

Fünf Wochen Bauzeit für 2724 Elemente

Und die war gewaltig: rund 700 000 Euro Baukosten standen letztendlich bei Fertigstellung der Anlage auf dem Papier (das Grundstück befand sich ja bereits in seinem Besitz). Den Auftrag erhielt die Firma IBC-Solar AG aus Bad Staffelstein als einer der erfahrensten Systemanbieter in Deutschland, die gemeinsam mit der Firma SMP Solar Montage & Planungsgesellschaft aus Hamburg die Anlage errichtete.

Energie

Solarfeld entsteht in Waldmünchen

Für 800.000 Euro wird in der Regensburger Straße eine Anlage auf einer Fläche von 12.000 Quadratmetern gebaut.

In einer Bauzeit von ungefähr fünf Wochen entstand eine Anlage mit 2724 Elementen und zehn Strangwechselrichtern. Jede der verbauten Platten liefert 275 Watt, das bedeutet eine Kapazität der Anlage von 750 KW. Dies sei die größtmögliche Leistung mit gesetzlicher Vergütung ohne EEG-Ausschreibung, erläuterten vor Ort Steffen Bentley und Thomas Walter von IBC-Solar.

Überwachung

  • Sichtprüfung

    Regelmäßig einmal im Jahr erfolgt eine Sichtprüfung auf eventuelle Beschädigungen. Alle vier Jahre wird der Trafo überprüft. Auch Blitzeinschläge seien kein Problem, erläutern Bentley und Walther. Ein Blitzableiter lenkt den Blitz in den Boden, der entsprechend abgedeckt ist.

  • Stadtwerke

    Bei der Inbetriebnahme der Anlage waren von den Stadtwerken Michael Bierl als Bereichsleiter für das Stromnetz und Franz Dietl anwesend, die auch im laufenden Betrieb mit für die Überwachung zuständig sein werden.

Vertrag über 20 Jahre abgeschlossen

Die in der Anlage erzeugte Energie wird komplett in das Netz der Stadtwerke Waldmünchen eingespeist. Hier haben Eigentümer Carsten Linsmeier und Anlagenbetreiberin Sandra Linsmeier bereits einen entsprechenden Vertrag über 20 Jahre abgeschlossen. Für die Sicherheit der Anlage gibt es klare Vorgaben. Das ganze System wird durchgängig online überwacht. Bei Unregelmäßigkeiten kommt ein Mitarbeiter der Stadtwerke. (wim)

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