MyMz
Anzeige

Pilgern

72 Fußwallfahrer sind unterwegs

Stadtpfarrer Berno Läßer aus Hemau begleitet die Wallfahrer nach Altötting.
Jakob Moro

Diese Kerze brennt an den Tagen, an denen die Fußwallfahrer unterwegs nach Altötting sind.  Foto: Jakob Moro
Diese Kerze brennt an den Tagen, an denen die Fußwallfahrer unterwegs nach Altötting sind. Foto: Jakob Moro

Roding.Seit über 350 Jahren gibt es die Heilbrünnl-Kirche, seit den vergangenen 37 Jahren ist sie Ausgangspunkt der Rodinger Wallfahrer nach Altötting. Vom Heilbrünnl aus machten sich heuer mehr als sonst, genau 72 Wallfahrer, auf den vier Tage dauernden und insgesamt 135 Kilometer langen Weg zur Gnadenkapelle.

Am 15. August 1983 war die erste Rodinger Pilgergruppe nach Altötting gestartet. Dass die Wallfahrt über die Jahre hinweg lebendig geblieben ist, zeigt die ungebrochene Begeisterung jener Pilger, die sich immer wieder neu auf den Weg machen, sowie die Teilnahme der vielen jungen, neuen Teilnehmer. Sie alle bilden eine harmonische Gemeinschaft, schöpfen auf dem Weg Kraft und bringen in der Wallfahrt ihren christlichen Glauben über alle Strapazen hinweg zum Ausdruck. Jeder Tag der Wallfahrt beginnt mit einem Gottesdienst, und auch abends feiern die Pilger eine kurze Andacht, bevor sie von den Herbergsfamilien aufgenommen werden. In vielen Fällen sind zwischen den Rodinger Fußwallfahrern und ihren Gastgebern über die Jahre hinweg mittlerweile enge Freundschaften entstanden, die die Wallfahrt zusätzlich bereichern.

Den emotionalen Höhepunkt der Pilgertour, der die Gläubigen für die Mühen des Weges entschädigt, bildet schließlich der Einzug über den Kapellplatz in die Gnadenkapelle – immer begleitet von lautem Glockengeläut.

Vor der berühmten Marienstatue singen die Wallfahrer gemeinsam das Lied der „Schwarzen Madonna“ und „Da knie ich, Maria“, bevor sie in der Magdalenenkirche ihren Abschlussgottesdienst feiern. Während der Wallfahrt wächst die Gruppe zu einer engen Gemeinschaft zusammen. Die Pilger tauschen sich aus, lernen neue Teilnehmer kennen und pflegen die Freundschaften zu langjährigen Weggefährten.

Jedes Jahr am 2. Oktober treffen sich traditionell die Wallfahrer in der Gaststätte Heilbrünnl. Dort lassen sie die Erinnerungen an Revue passieren.

Das Organisationsteam bedankt sich auch auf diesem Weg bei den Gönnern und Unterstützern der Wallfahrt, den Gastfamilien für die herzliche Aufnahme, den Pilgerführern, der Firma Hossinger für die Bereitstellung des Begleitfahrzeuges, den Sanitätern, der Stadt Roding sowie der Gärtnerei Stuiber fürs Schmücken des Wallfahrerkreuzes. (rjm)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht