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Einsatz

Chlorgas-Alarm im Kloster Reichenbach

In der Behinderten-Einrichtung war ein stechender Geruch bemerkt worden. Die Bewohner wurden evakuiert.
Von Andreas Sokol

  • Die Bewohner der Behinderteneinrichtung wurden vorsorglich evakuiert,
  • Großeinsatz für die Feuerwehr: Im Kloster Reichenbach war Chlorgas ausgetreten.

Reichenbach. Großalarm für die Rettungsdienste im ganzen Landkreis Cham: Mehrere Notärzte, die Feuerwehren aus dem Gemeindegebiet von Reichenbach und Walderbach, zum Teil mit schwerem Atemschutz ausgerüstet, und der Gerätewagen zur Schadstoffmessung der Feuerwehr Cham wurden am Montag in den Abendstunden alarmiert. Im Kloster Reichenbach, so hieß es, sei Chlorgas in erheblichen Mengen ausgetreten, mehrere Personen seien verletzt.

Der Vorfall war letztendlich glimpflicher, als es zunächst aussah, doch wenn Gasalarm in einem so großen Objekt wie dem Kloster Reichenbach mit mehreren hundert behinderten Bewohnern gemeldet werden, schrillen natürlich bei der Rettungsleitstelle in Regensburg alle Alarmglocken und eine große Rettungskette greift.

Stechenden Geruch bemerkt

Mehrere Bewohner der Einrichtung der Barmherzigen Brüder hatten auf dem Weg in Richtung Hallenbad, das an den Südflügel des weitläufigen Klosterkomplexes angebaut ist, einen stechenden Geruch bemerkt und gemeldet. Es wurde der Austritt von Chlorgas aus dem Technikraum des Hallenbades vermutet, der Bademeister verständigt und die Alarmierung lief an.

Den Einsatz vor Ort leitete Kreisbrandinspektor Alfons Janker. Die Ursache des stechenden Geruchs war schnell gefunden und beseitigt, es handelte sich lediglich um zwei kleine Schaumhäufchen, doch der unangenehme Chlorgeruch hatte sich im ganzen Südflügel des Klosters ausgebreitet.

Drei Personen mussten ins Krankenhaus

Vorsorglich wurden die zahlreichen behinderten Bewohner, zum Teil im Rollstuhl, von ihren Betreuerinnen und Betreuern sowie Feuerwehrmännern aus dem Gebäude evakuiert. Sie wurden im Paulus-Schmid-Haus untergebracht und betreut. Drei Personen wurden zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehr Cham war mit ihrem Gerätewagen Messtechnik vor Ort. Eine messbare Gaskonzentration konnte jedoch nicht festgestellt werden, lediglich der unangenehme Geruch, der sich mehr und mehr verflüchtigte, war zu spüren. Feuerwehrleute begingen vorsorglich alle Räume, um eventuell Personen bergen zu können, sie orientierten sich dabei am Gebäudeplan, den die Verwaltung zur Verfügung gestellt hatte. Alle Fenster wurden zum Lüften geöffnet und auch mehrere Hochdrucklüfter standen bereit. Chlorgas ist ein gebräuchliches Desinfektionsmittel für Schwimmbäder.

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