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Ab Samstag Gottesdienste

Auch in die evangelische Erlöserkirche in Cham kehrt langsam wieder Leben ein.
Von Petra Schoplocher

„Ich bin ein Sitzplatz“ steht auf dem Schild. 26 Plätze hat die evangelische Erlöserkirche unter Einhaltung der geltenden Regeln. Am Samstag, 9. Mai, wird der erste Gottesdienst nach dem Lockdown gefeiert.  Foto: Schoplocher
„Ich bin ein Sitzplatz“ steht auf dem Schild. 26 Plätze hat die evangelische Erlöserkirche unter Einhaltung der geltenden Regeln. Am Samstag, 9. Mai, wird der erste Gottesdienst nach dem Lockdown gefeiert. Foto: Schoplocher

Cham.26 Plätze. Klingt nicht viel, für Dekan Walter Kotschenreuther aber sind sie eine bedeutsame Zahl und ein wichtiger Anfang. Am Samstag wird in der Erlöserkirche der erste Gottesdienst nach dem Lock down gefeiert.

Ganz bewusst lässt die evangelische Kirchengemeinde die Samstagsgottesdienste wieder aufleben, um mehr Gläubigen die Teilnahme zu ermöglichen. Kotschenreuther bittet: Wem es möglich ist, auf die traditionell schlechter besuchten Samstagstermine (19 Uhr) auszuweichen, möge dies bitte tun.

Intensiv hat sich der Dekan mit seinem Kirchenvorstand ausgetauscht, wie die Gottesdienste in den kommenden Wochen vonstattengehen sollen. „Es ist eine Probephase, gegebenenfalls werden wir nachjustieren“, betont Kotschenreuther. Nicht allerdings an der Zahl der Gottesdienstbesucher, die legt sich von alleine fest, berücksichtigt man die Abstandsregeln.

An der Kirchenpforte werden die Gläubigen von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter empfangen, der Desinfektionsmittel und bei Bedarf Mund-Nasen-Masken bereit hält. Statt Gesangbüchern (auch keine eigenen) werden Liedblätter verteilt, die dann mitgenommen werden sollen. Die Bankreihen werden nach jedem Gottesdienst desinfiziert.

Abendmahl wird indes nicht gefeiert – darauf haben sich Kirchenvorstand und Dekan einhellig verständigt. Zu groß waren die Bedenken bezüglich des „Begegnungsverkehrs“. Aus dem gleichen Grund muss die Empore grundsätzlich geschlossen bleiben, informierte Walter Kotschenreuther. Dass die Gläubigen nicht beim Abendmahl zusammen kommen können, sei zwar schmerzhaft, aber im evangelischen Verständnis kein Problem. Früher sei es gang und gäbe gewesen, nur zwei oder drei Mal im Jahr Abendmahl zu feiern, erklärte Kotschenreuther.

Gesungen werden – wegen der Maskenpflicht – nur einzelne Strophen oder Psalmen, Orgelbegleitung wird für die entsprechende Stimmung sorgen. „Anders“ ist in diesem Jahr auch Christi Himmelfahrt. Weil Transport und Sitzgelegenheiten am Pfahl nicht sichergestellt werden könnten, wird der Freiluft- durch einen Festgottesdienst in der Erlöserkirche ersetzt. Dieser beginnt um 10 Uhr.

Die Sonntagsgottesdienste werden um 9.30 Uhr gefeiert, der erste am kommenden Sonntag. Trotz aller Widrigkeiten: Gerade, weil er weiß, wie viel manchen Christen der Kirchgang bedeutet, kann Kotschenreuther die Vorfreude teilen. Und: „Es ist ein Anfang...“

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