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Arrach

Abschied voll Trauer von Xaver Achatz

„Im Leben von Xaver Achatz aus der Regenstraße in Arrach war der Monat Dezember aufs Ganze gesehen der wichtigste Monat: Der Tag seines Namenspatrons, des heiligen Franz Xaver, fällt auf den 3. Dezember und im Dezember beginnt mit der Adventszeit auch immer ein neues Kirchenjahr.
Regina Pfeffer

Xaver Achatz Foto: Regina Pfeffer
Xaver Achatz Foto: Regina Pfeffer

Arrach.An einem Dezembertag, dem 12. Dezember 1941, wurde er in Schmelz bei Lam geboren und an einem anderen Dezembertag, dem 6. Dezember dieses Jahres, hat er diese Welt und Zeit wieder verlassen.“ Mit diesen eindringlichen Worten hieß Pfarrer Johann Wutz die versammelte Trauergemeinde in der Pfarrkirche Haibühl willkommen.

Die musikalische Umrahmung übernahm ein Dreigesang mit Helga Vogl, Gabriele Huber und Ewald Pirtzl, der auch die Orgel spielte. Als ältestes von vier Kindern seiner Eltern Josefine und Heinrich Achatz kam Xaver Achatz auf die Welt. Die Familie wohnte in Ottenzell und anschließend in Arrach. Dem Schulbesuch in Haibühl folgte das Arbeitsleben, das er in der Schreinerei Fischer in Schrenkenthal begann.

Xaver Achatz war erst 17 Jahre alt, als er beschloss, seinen Lebensunterhalt im Baugewerbe auswärts zu verdienen. Ab dem Jahr 1958 war er meist im Raum Stuttgart, ab 1960 dann beim Straßenbau in der Nürnberger Gegend tätig. 1998 ging er in den wohlverdienten Ruhestand. Im Januar 1964 gab er Martha Meindl das Ja-Wort. Die standesamtliche Trauung erfolgte in Arrach, den kirchlichen Segen empfing das Paar in der Pfarrkirche Haibühl.

Die Eheleute bauten in Arrach ein Heim für sich und die drei Kinder Xaver, Armin und Monika. Bereits im Februar 1992 musste die Familie am Grab ihrer Mutter stehen. Doch Xaver Achatz fand ein zweites Lebensglück mit seiner Partnerin Helga Meindl. Am Wochenende führte ihn als treuer Anhänger des SC Arrach-Haibühl der Weg auf den Fußballplatz. „Fußball war seine Leidenschaft und sein Hobby“, sagte Pfarrer Wutz. Die Sportschau im Fernsehen und der Lokalsport in der Tageszeitung waren wichtige Informationsquellen für ihn.

Selbst nach Renteneintritt war Xaver Achatz fleißig. Bis in seine letzten Lebenswochen trug er regelmäßig die Zeitungen in Lam und Arrach aus und versorgte seine Mitbürger mit neuen Informationen. Die „Umschau“-Leser im Lamer Winkel profitierten von seiner Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit – selbst bei Wind und Wetter.

Immer willkommen und eine große Freude waren ihm seine neun Enkelkinder. Auch den zwei Enkeln seiner Lebensgefährtin Helga war er ein guter Opa. Ihr letztes Geleit gaben auch zwei Arracher Vereine. Dem SC Arrach-Haibühl gehörte Xaver Achatz seit dem 1. Januar 1973 als treues Mitglied an. Seit dem 23. März 1968 war er auch der FFW Arrach zugehörig. Beim Kameradschaftsabend 2018 war er für 50 Jahre ausgezeichnet worden. Xaver Achatz verabschiedete die Blaskapelle mit dem „Guten Kameraden“, die Fahne senkte sich und die Trauergäste entboten ihm einen letzten Gruß. (krp)

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