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Samstag, 23. Juni 2018 18° 5

Eschlkam

Abschied von Josef Stöberl

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Josef Stöberl †
Josef Stöberl †

Eschlkam.Auf dem Sterbeandenken für den „Leminger Schmiedemeister“ Josef Stöberl schrieb seine Familie: „Menschen, die wir lieben, bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unserem Herzen“.

Josef Stöberl wurde am 5. März 1938 in Leming als Sohn des Schmiedemeisters Otto Stöberl und seiner Frau Johanna geboren, ist mit seinem älteren Bruder Otto in einer schwierigen Zeit aufgewachsen.

Als kleiner Junge hat er in der väterlichen Schmiede-Werkstatt schon sehr bald mit Hilfsarbeiten mithelfen müssen. Nach der Schulzeit erlernte er bei seinem Vater den Beruf des Schmiedes, legte auch die Meisterprüfung ab.

Nur kurze Zeit hat er in der väterlichen Werkstatt seinen Lebensunterhalt verdient. Er arbeitete bis zu seiner Rente bei Fleischmann in Furth im Wald als Betriebsleiter für Uhrenbänder von höchster Qualität. Neben seiner beruflichen Tätigkeit, aber vor allem in seiner Rente, war er mit Leib und Seele Schmied. Er, der an allem interessiert war, was mit Elektronik und technischen Fortschritt zu tun hat, hat sich den geänderten Gegebenheiten und Bedürfnissen im Metallhandwerk angepasst, sich neue Produktionsmethoden autodidaktisch angeeignet und Sonderanfertigungen erstellt. Er sei immer hilfsbereit gewesen.

Josef Stöberl war erst 24 Jahre alt, als sein Vater im September 1962 im Alter von erst 62 Jahren verstorben ist. Sein privates Glück fand er in der Fabrikarbeiterin Notburga Altmann aus Oberrappendorf. 1968 trat er in der Krypta der Stadtpfarrkirche in Furth im Wald mit ihr an den Traualtar. Vor Gott gaben sich die beiden das Treueversprechen, bis der Tod sie scheide. Das war am 5. Mai der Fall, als Josef Stöberl zwei Monate nach seinem 80. Geburtstag in der Palliativstation St.Wolfgang im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg friedlich eingeschlafen ist. Im Januar konnte das Ehepaar noch das Fest der „Goldenen Hochzeit“ zusammen mit ihrer Tochter, die 1981 geboren ist.

Der „Eschlkamer Kirchenchor“ sang für den Verstorbenen gefühlvolle Lieder unter anderem „Möge uns die Straße zusammen führen“ und auf dem Sterbebildchen war das vom ihm selbst entworfene und geschmiedete Grabkreuz abgebildet.

Die FFW Schwarzenberg und die Bergfriedenschützen erwiesen ihrem treuen Mitglied Josef Stöberl, dessen Urne bereits beigesetzt war, die letzte Ehre. Sie gingen nach dem Requiem zum Familiengrab, wo sie sich vom Josef Stöberl mit einen „Weihwasser-Gruß“ verabschiedeten.

Trauer

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