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Abschied von sechs Räten

Der Gemeinderat Chamerau tagte nun schon zum zweiten Mal im geräumigen Sitzungssaal im Bürgerhaus.
Von Martin Schönhuber

Bürgermeister Stefan Baumgartner mit  Gerhard Pöschl, Xaver Heigl, Alfred Klein, Florian Wanninger, Ulrike Biegerl, Bernhard Kurnoth (v. r.), die aus dem Gemeinderat Chamerau verabschiedet wurden.  Foto: Martin Schönhuber
Bürgermeister Stefan Baumgartner mit Gerhard Pöschl, Xaver Heigl, Alfred Klein, Florian Wanninger, Ulrike Biegerl, Bernhard Kurnoth (v. r.), die aus dem Gemeinderat Chamerau verabschiedet wurden. Foto: Martin Schönhuber

Chamerau.Bürgermeister Stefan Baumgartner freute sich, dass man im neuen Bürgerhaus genügend Platz habe, die erforderlichen Abstandsregeln problemlos einhalten zu können. Obwohl dies bereits die zweite Sitzung im April war, gab es erneut drei Bauanträge und die endgültige Fassung der Ortsabrundung Lederdorn (Rotäcker) zu besprechen. Der Gemeinderat stimmte einmütig allen Anträgen zu.

Das gleiche gilt für den Antrag der freiwilligen Feuerwehr Bärndorf auf Ersatzbeschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges. Das derzeit benutzte Fahrzeug Baujahr 1988 ist aufgrund seines Alters, genau wie die Tragkraftspritze aus dem Jahr 1988, sehr wartungs- und reparaturbedürftig und nur bedingt einsatzbereit. Da der Schutzbereich der FFW Bärndorf gemeindeübergreifend mehr Bürger in der Gemeinde Blaibach umfasst als in der Gemeinde Chamerau, muss diese einen etwas größeren Anteil an den Kosten übernehmen und hat auch der Beschaffung schon zugestimmt. Nach Beantwortung einiger Fragen stimmte der Rat der Beschaffung eines TSF- L im Jahre 2022 und einer TS PN PF 10-1500 im Jahr 2020 einhellig zu.

Auf Bitten der Bundesnetzagentur nimmt die Gemeinde am Informationssystem für den Breitbandausbau teil. Diesen Infrastrukturatlas können alle Gebietskörperschaften und Unternehmen nutzen. Darin sind alle Einrichtungen, die zum Auf- oder Ausbau von Telekommunikationsnetzen genutzt werden können, aufgeführt. Beauftragt wurde die Firma IK-T Manstorfer und Hecht aus Regensburg.

Halbierte Klassenstärken

Anschließend ging Bürgermeister Stefan Baumgartner auf die Herausforderungen ein, die durch Corona auf die Gemeinde zugekommen sind. Er schilderte, dass Schule und Kindergärten sich bestens auf die Wiedereröffnung vorbereitet haben. Es seien Desinfektionsmittel und Masken beschafft sowie Plexiglas- Spuckschutzscheiben und Hygienespender montiert worden. Außerdem hätte man z. B. Malerarbeiten vorgezogen. Die maximale Schülerzahl pro Klasse betrüge nun zwölf Schüler, das heißt, die Klassenstärken seien in etwa halbiert worden. Er schilderte den Ablauf der derzeitigen Notbetreuung und informierte, dass ab Montag die Gemeindeverwaltung wieder geöffnet habe. In dem Zusammenhang informierte der Bürgermeister, dass abgelaufene Ausweise ein Jahr länger gelten würden.

Stefan Baumgartner hatte in Absprache mit Brautleuten vereinbart, im April keine Trauungen vorzunehmen. Im Mai dürften bei solchen Veranstaltungen wiederetwas mehr Personen teilnehmen. Der Bürgermeister zeigte sich froh, dass allmählich wieder ein wenig Normalität eintrete. Allerdings ärgere ihn die Unvernunft einiger Bürger. Als Beispiel führte er die Verhältnisse auf dem Wertstoffhof an. Aufgrund der personellen Situation und des zur Verfügung stehenden Platzes könnten derzeit nur jeweils vier Autos gleichzeitig in den Wertstoffhof einfahren, was zeitweise zu Warteschlangen führe. Er habe schon die Öffnungszeiten von sechs auf neun Stunden erhöht. Eine personelle Aufstockung gestalte sich schwierig, weil sich aus dem Gemeindebereich trotz intensiver, auch persönlicher Suche niemand zur Verfügung stelle.

Kritik an der Sparkasse

Unverständnis zeigte der Bürgermeister für das seiner Meinung nach inakzeptable Verhalten der Sparkasse, die ihn und die Gemeinde ohne Vorwarnung mittels eines unpersönlichen Telefonats von der Schließung der Filiale und dem Abbau des Geldautomaten vor vollendete Tatsachen stellte. Die Bürger müssten nun nach Bad Kötzting oder Cham fahren, um Bargeld abheben zu können. Gott sei Dank würde der Bankomat der Raiffeisenbank noch bis zum Jahresende bestehen bleiben. Bis dahin werde der Bürgermeister alle seine Kräfte dafür einsetzen, dass irgendwo in der Gemeinde wieder die Möglichkeit geschaffen werde, Geld abzuheben.

Schließlich verabschiedete der Bürgermeister sechs Gemeinderatsmitglieder, die alle auf eigenen Wunsch ausgeschieden seien. Er tat dies mit persönlicher Würdigung der Verdienste jedes einzelnen, und überreichte allen Urkunden, die Medaille zur 100- Jahr- Feier und Ulrike Biegerl als einziger Frau einen schönen Blumenstrauß.

Tagesordnung

  • Verabschiedete Gemeinderäte:

    Florian Wanninger von 2014 bis 2020, Ulrike Biegerl von 2008 bis 2020, Bernhard Kurnoth von 2008 bis 2020, Gerhard Pöschl von 1996 bis 2020, Xaver Heigl von 1990 bis 1996 und von 2002 bis 2020, insgesamt 24 Jahre; und Alfred Klein von 1990 bis 2020. (kmi)

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