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Bildung

Abwasser auf dem Weg zur Klärung verfolgt

Die Schüler der vierten Klasse der Grundschule besichtigten die biologische Kläranlage der Gemeinde Rettenbach in Haag.

  • Die Schüler der vierten Klasse der Grundschule Rettenbach besichtigten die Kläranlage in Haag. Foto: rto
  • Die Kinder warfen einen Blick auf die Lavasteine im Tropfkörper.

RETTENBACH.Wir alle brauchen jeden Tag Wasser. Nicht nur zum Trinken und Kochen, auch zum Geschirr spülen, zum Wäsche waschen, in der Toilette und im Bad. Das schmutzige Wasser fließt in die Kanäle, die unter den Straßen liegen – auch Regenwasser, das von Straßen und Dächern abfließt, gelangt dort hin. Die Kanäle leiten das Abwasser der Kläranlage zu.

Um die Beseitigung des Brauchwassers macht sich allerdings kaum noch jemand Gedanken – man nimmt es als Selbstverständlichkeit hin. Damit der Mensch verantwortungsvoller mit seinem lebenswichtigsten Nahrungs- und Hygienemittel – dem Wasser – umgeht, ist es wichtig, nicht nur dessen Aufgabe, sondern auch dessen Kreislauf zu verstehen.

Die vierte Klasse der Grundschule Rettenbach besichtigte deshalb passend zum Thema des Heimat- und Sachunterrichts „Wasser und Abwasser“ mit Lehrerin Karin Daubner die biologische Kläranlage im Ortsteil Haag, um sich von Klärwärter Lothar Fuchs informieren zu lassen.

Fuchs erklärte den Kindern, dass diese Anlage 2009 umgebaut worden sei und hier das Abwasser aus Haag, Kastell Windsor, Brieberg, Schmalzgrub, Haagthann, Eitenzell und Herrnthann zusammenläuft. Zur Gemeinde gehören auch die Kläranlagen Rettenbach, Aumbach und Ebersroith.

Die Schüler inspizierten auf ihrem Rundgang den Weg des Abwassers auf dem Weg der Klärung von der Rechenanlage über die Vorklärbecken, den Tropfkörper mit Lavasteinen und dem Trübwasserbehälter bis zum Schönungsteich. Dabei seien Bakterien das A und O bei einer Kläranlage – sie bauen biologische Verunreinigungen ab. Im Gegenzug müsse man sich allerdings um diese winzigen Helfer kümmern und sie regelmäßig mit Sauerstoff füttern, berichtete der Experte.

Anschließend durften die Kinder auch einen Blick ins Betriebstagebuch werfen. Dort wird alles genau dokumentiert – Stromverbrauch, Betriebsdaten, Auslaufmessung und auch, wie viel Abwasser heuer bereits behandelt wurde. Klärwärter Lothar Fuchs informierte die Viertklässler, dass der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch von 145 Litern auf derzeit 128 gesunken sei und weiter sinken werde. Er berichtete auch, dass der anfallende Klärschlamm landwirtschaftlich verwertet werde, wobei die neue Düngemittelverordnung das Ausbringen noch verschärft habe. Die Untersuchung des Klärschlammes sei obendrein sehr teuer und er dürfe nur für Getreide- und Energiefelder verwendet werden.

Die Kinder waren nicht nur von dieser praktischen Unterrichtsstunde total beeindruckt, sondern auch davon, dass bei etwaigen Störungen zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Notdienst gewährleistet sei. (rto)

Kläranlagen

Anlage: Klärwärter Lothar Fuchs erklärte den Kindern, dass diese Anlage 2009 umgebaut worden war und hier das Abwasser aus Haag, Kastell Windsor, Brieberg, Schmalzgrub, Haagthann, Eitenzell und Herrnthann zusammenläuft.

Einrichtungen: Zur Gemeinde gehören außerdem die Kläranlagen Rettenbach, Aumbach und Ebersroith.

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