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Arrach.

Ära Kieslinger war prägend

Mitarbeiter der Verwaltung verabschiedeten Bürgermeister und Stellvertreterin

Kindergartenleiterin Birgit Schmid, Touristinfo-Leiter Leiter Stephan Frisch, Ida Winter, Albert Kieslinger und Franz ZislerFoto: Weber

Albert Kieslinger, bis gestern Bürgermeister der Gemeinde Arrach, wurde von den Angestellten und Mitarbeitern verabschiedet. Im Sitzungssaal des Rathauses gab es eine Feier. 42 Jahre hat er die Gemeinde in den verschiedenen Funktionen vertreten, sie stetig weiter entwickelt und sich mit enormer Tatkraft für Arrach eingesetzt. 18 Jahre stand ihm auch Ida Winter als Stellvertreterin zur Seite.

Geschäftsleitender Beamter Franz Zisler hielt die Laudatio für die beiden Scheidenden. Er führte aus, dass 42 Jahre im Ehrenamt, 24 Jahre als Gemeinderat und 18 Jahre als Bürgermeister eine lange und im Fall von Kieslinger auch eine prägende Zeit waren. Diese Ära wird die in der Chronik der Gemeinde Arrach einen besonderen Platz einnehmen. In der Demokratie wird Macht nur auf Zeit verliehen. Es spricht für die grunddemokratische Gesinnung des Bürgermeisters, dass er wegen seines Alters und seiner vorhandenen Lebensfreude, aus eigenem Entschluss und mit großem Verantwortungsbewusstsein auf eine erneute Kandidatur verzichtet hat.

Er und seine Mitarbeiter bildeten für eine lange Zeit eine Einheit. Einerseits bedeutete der Abschied vom Amt zunächst Erleichterung, vielleicht sogar Befreiung von einer Bürde, andererseits bedeutet es auch den Verlusteiner erfolgreich erfüllten Aufgabe. . „Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und Leistung“, zitierte Zisler Albert Einstein. Dies habe Kieslinger vorgelebt. Ständig war er bestrebt, vorausschauend, sachkundig und flexibel, einen maximalen Beitrag zu einer modernen, bürgernahen von Wirtschaftlichkeit und Effizienz geprägten Kommunalverwaltung zu leisten, um damit dem Leitbild einer aktiven Gemeinde Rechnung zu tragen.

Innige Freundschaft entstanden

Am Ende der Amtszeit wollte Zisler noch sagen, dass die Zusammenarbeit mehr als angenehm gewesen sei. Inzwischen verbindet alle eine Band der Freundschaft. Als echtem „Bürger-Meister“ zollte Zisler für Kieslingers Leistungen und die Menschlichkeit große Anerkennung. Zur Arbeitserleichterung für die künftig zu pflegenden Waldungen schenkten ihm die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung eine Motorsäge.

Den Weg von Bürgermeister Kieslinger hat kommunalpolitisch eine charmante und agile Frau begleitet, die ebenfalls scheidende Ida Winter. Sie war in all den Entscheidungsprozessen für die Entwicklung der Gemeinde Arrach mehr als nur mit eingebunden. Sie hat mitgestaltet, mitgetragen und mit durchgestanden. Damit hat sie nicht nur dem Bürgermeister, sondern auch dem Personal den Rücken gestärkt. Ida Winter wurde ein Vanillebäumchen überreicht.

Seidl-Karikatur überreicht

Franz Zisler überreichte Kieslinger noch als Zeichen Wertschätzung ein Geschenk. Es w war die farbige Karikatur zum Thema „Hochmoor Arrach wird nicht angetastet“ vom Oktober 1999 von Josef Seidl aus Bad Kötzting.

Weiter konnte Zisler mitteilen, dass die Regierung der Oberpfalz mit Schreiben vom 25.April im Hinblick auf die besondere Dringlichkeit des Vorhabens „Natur-Art-Parks Arrach mit Klima-Terrain-Rundweg“ auch für den 2. Bauabschnitt dem vorzeitigen Baubeginn zustimmt. Damit ist dem gesamten Projekt der vorzeitige Bau beginn erteilt worden. BA 1 „Gehweg mit Beleuchtung und Fahrbahnteiler mit Überweg an der St. 2138“ wurde bereits im vergangenen Jahr begonnen und steht kurz vor der Fertigstellung. Nun kann die Verwirklichung des für den weiteren Ausbau der touristischen Infrastruktur in Arrach notwendigen Projekts erfolgen. Diese Mitteilung der Regierung, so Zisler, hätte zeitlich nicht besserkommen können, als zum Abschied Albert Kieslingers.

Verkehrsamtsleiter Stephan Frisch schloss sich den Dankesworten an. Albert Kieslinger sei stets bei allen Problemen hinter den Angestellten gestanden. In Versform kamen Dank und Anerkennung für den Bürgermeister und seine Stellvertreterin zum Ausdruck. Auch Birgit Schmid, Leiterin des Arracher Kindergartens, betonte, dass die Kindergartenkinder Grüße schicken. Die Kinder haben das Gebäude als Geschenk für den Bürgermeister nachgebastelt. (kul)

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