MyMz
Anzeige

Wahlkampf

Ärztliche Versorgung bleibt heikles Thema

Bei der CSU-Abschlussveranstaltung zählt Markus Müller seine Erfolge auf. Senioren-Wohnen ist gut organisiert.
Von Helga Brandl

Reges Interesse bei der Wahl-Abschlussversammlung der CSU  Foto: Helga Brandl
Reges Interesse bei der Wahl-Abschlussversammlung der CSU Foto: Helga Brandl

Neukirchen beim Heiligen Blut.Harmonisch verlief im Zuge des Wahlkampf-Endspurts die Abschlussveranstaltung der CSU mit Bürgermeisterkandidat Markus Müller, zu der sich über 60 Zuhörer im Gasthof Schamberger einfanden. In einer stichpunktartigen Zusammenfassung zeigte er die zahlreichen Projekte seiner Amtszeit auf, in der er als Bürgermeister viel bewegt habe.

„Wer mit offenen Augen durch die Marktgemeinde geht, der sieht, dass hier durch harte Arbeit einiges passiert ist und viel für die Gemeinde getan wurde!“. Neben der Generalsanierung der Grundschule sowie der Städtebauförderung an mehreren Stellen hat jetzt das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) begonnen. Dass auch der Hochwasserschutz mit Planung und Grunderwerb konkret vorangebracht wurde, zeigt der nun bevorstehende Baubeginn.

Neubau des Netto-Marktes

Von außerordentlicher Bedeutung sei die Investition der Zollner AG mit vielen Arbeitsplätzen, aber auch der Neubau des Netto-Marktes im Gewerbegebiet, welches im Anschluss Richtung Mais um vier Parzellen erweitert wird. Eine Erweiterung erfuhr auch das Baugebiet „Am Klapfenbach“. Außergewöhnlich gut organisiert sei in Neukirchen das Senioren-Wohnen mit der Erweiterung der Wohngemeinschaft 1 und der neu errichteten WG 2, die für 24 Personen eine heimatnahe Versorgung im Alter gewährleisten.

In hervorragender Weise kümmerten sich fünf ehrenamtliche Seniorenbegleiter um die Freizeitgestaltung von betagten Mitbürgern. Die Kommune behält die Gemeindestraßen inner- und außerorts stets im Blick und ist auch mit den insgesamt 400 Kilometern Kreisstraßen gut bedient. Weitere Aufgaben sind in Verbindung mit den aktiven Jagdgenossenschaften die Forststraßensanierungen im gesamten Gemeindegebiet.

Der Breitbandausbau mit Glasfaser in der gesamten Marktgemeinde genießt hohe Priorität und sollte in der Zukunft auch die instabile Richtfunk-Versorgung in den Ortsteilen Rittsteig und Hanger ersetzen. Müller informierte über die laufenden Bemühungen des Landkreises, um eine deutliche Verbesserung durch 1700 Kilometer Glasfaserausbau zu gewährleisten. Sehr ernst nimmt man zudem das Thema LTE/Mobilfunk, wobei auch eine Bereitschaft aus der Bevölkerung für das Positionieren eines Sendemasten an geeigneten Standorten vorausgesetzt wäre, denn „jeder möchte telefonieren, aber mit der Aufstellung eines Masten hält sich die Begeisterung in Grenzen“.

Eine Aufwertung stellten der neue Wertstoffhof sowie der Bauhof-Neubau mit 100 kWp-PV-Anlage dar. Eine ordentliche Ausstattung der Feuerwehren durch erforderliche Anschaffungen wie Feuerwehrauto, Drehleiter, MTW und hochwertige Schutzanzüge sei Basis für die Sicherheit der Bürger. Auch andere Vereine genießen die volle Unterstützung der Marktgemeinde. Insgesamt wurden in den letzten sechs Jahren zwölf Millionen Euro investiert, wobei gleichzeitig über zwei Millionen Euro Schulden auf rund eine Million Euro abgebaut wurden.

Ziele für die Heimat

Markus Müller lobte den Entschluss beherzter Männer, die Verwaltung der Jagdgenossenschaften zuletzt in Rittsteig sowie in Vorder- und Hinterbuchberg selbst in die Hand zu nehmen. Auch er sei stets bemüht gewesen, seine Aufgaben als ehrenamtlicher Bürgermeister persönlich wahrzunehmen und sich möglichst wenig vertreten zu lassen, um Präsenz zu zeigen.

Markus Müller listete die Ziele für die Zukunft unserer Heimat auf, wobei er das heikle Thema der Ärzteschaft weit oben ansiedelt, um eine hausärztliche Versorgung langfristig zu sichern. Doch hier seien der Unterstützung der Kommune auch Grenzen gesetzt, denn „wer den Arzt-Sitz hat, hat auch den Auftrag“ gab er Einblick in die bisherigen Versuche mit den ortsansässigen Hausärzten, die sich nach anfänglichen Zusagen dann bislang doch für eigene Wege entschieden haben.

Seit Anfang des Jahres wurden für den Hohenbogenwinkel zwei zusätzliche Hausarztstellen ausgeschrieben; hier sollte sich eine vernünftige gemeinsame Lösung in Form eines medizinischen Versorgungszentrums abzeichnen, denn Einzelkämpfer haben keine Zukunft. Wünschenswert wäre eine gemeinsame Praxis mit mehreren Ärzten, die auch Blaulichtdienst, Notarzt- und Bereitschaftsdienste vor Ort übernehmen. Eine konstruktive Zusammenarbeit im Gemeindeparlament ist Müller ebenso wichtig wie eine gute Weiterentwicklung der Marktgemeinde. (kbr)

Kandidaten

  • Unterstützung:

    Zur Unterstützung brauche Markus Müller eine starke CSU-Listenbeteiligung im Marktrat, war die einhellige Meinung, wobei man auch der jungen Generation eine Chance einräumen sollte.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht