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Region Cham
Samstag, 24. Februar 2018 2

Verkehr

Alex: Zug-Fahrplanänderung „untragbar“

Chams Landrat Franz Löffler will beim Thema Bahnverspätungen auch nach den angekündigten Verbesserungen nicht locker lassen.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember und einem neuen Bedienkonzept war es beim Alex Nord zu erheblichen Verspätungen gekommen – in der Folge auch bei der Oberpfalzbahn. Foto: Archiv

Cham.Landrat Franz Löffler hat „die untragbaren Zustände in Verbindung mit der Fahrplanänderung der Alex-Züge“ und die damit verbundene Verärgerung der Menschen in der Region auf höchster Ebene beim zuständigen Innenministerium angesprochen. „Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Lösungen. Der ÖPNV erleidet derzeit einen Imageverlust“, sagte Löffler laut einer Pressemitteilung.

Auf seine Initiative hin, hatten sich neben Staatssekretär Gerhard Eck auch die Vertreter der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), Geschäftsführer Thomas Prechtl, der Obersten Baubehörde, Hermann Grillberger, und der Geschäftsführer der Länderbahn, Gerhard Knöbel, zu einem Gespräch getroffen. Die Frage von Löffler, ob der neue Fahrplan überhaupt machbar sei, wurde von allen Verantwortlichen dabei ausdrücklich bejaht.

Warum es dennoch zu Verspätungen komme, liege an einer Häufung von Vorfällen, die laut BEG mittlerweile teilweise abgestellt seien oder noch abgestellt werden. So gab es zu Beginn der Fahrplanumstellung am 10. Dezember vier Langsamfahrstellen, die teils mit erheblich geminderter Geschwindigkeit durchfahren werden mussten. Die letzte der Stellen wird am 21. Januar aufgehoben.

„Nachdem die Gründe für die Verspätungen – dazu gehören auch defekte Lokomotiven – in Kürze wegfallen, müssen sich die Verantwortlichen von BEG und Länderbahn an ihren Aussagen messen lassen“, stellte Löffler fest. Es gelte, verloren gegangenes Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen.

Was ist die BEG?

  • Gesellschaft:

    Hinter der Abkürzung BEG verbirgt sich die Bayerische Eisenbahngesellschaft.

  • Kontrolle:

    Sie plant, finanziert und kontrolliert den Regional- und S-Bahnverkehr im Auftrag des Freistaates Bayern.

„Nur ein Zwischenschritt“

Dabei bewertete er die aktuelle Pünktlichkeit des Alex-Verkehrs, die derzeit bei etwa 90 Prozent und somit über den alten Werten von durchschnittlich 82 Prozent liege, nur als Zwischenschritt. Eine durchschnittliche Pünktlichkeitsquote von 90 Prozent sei dennoch kein akzeptabler Maßstab. Der Anspruch der Bürger, dass der bayernweite Wert von 95 Prozent Pünktlichkeit im Minimum erfüllt oder am besten übertroffen werde, müsse das Ziel aller Handelnden sein. „Deshalb werde ich definitiv nachhaken, sollte sich die Situation in zwei Wochen nicht merklich bessern“, betonte Löffler.

Es kommt zu Korrekturen

Zur Fahrplanstabilisierung bei der Oberpfalzbahn wurden Korrekturen besprochen, die nach den Faschingsferien zum 19. Februar umgesetzt werden. Nach der Anpassung verkehrt der Schülerzug OPB 79796 (Lam–Cham) nach BEG-Angaben in einer früheren Fahrplanlage bis Bad Kötzting und startet in Lam ab 7.02 Uhr (bisher 7.08 Uhr). Bei dem in der Gegenrichtung verkehrenden Schülerzug OPB 79793 (Cham ab 7.03 Uhr) ergebe sich dadurch – zusätzlich zur Behebung der Langsamfahrstellen – ebenfalls eine Stabilisierung der Pünktlichkeit.

„Die Pünktlichkeit beider Netze Alex Nord und Oberpfalzbahn wird von der BEG auch nach der Herstellung der mangelfreien Infrastruktur sowie vertragskonformen Umsetzung des Betriebskonzepts von der Länderbahn weiter kritisch analysiert“, betonte BEG-Geschäftsführer Prechtl.

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