MyMz
Anzeige

Politik

Alexandra Riedl zur Kandidatin gekürt

Mit großer Mehrheit nominieren Rodings Freie Wähler die 32-Jährige beim Herbstfest für das Amt des Bürgermeisters.
Von Bastian Schreiner

Die Freien Wähler wollen 2020 das Stadtoberhaupt in Roding stellen. Kreisvorsitzender Hans Kraus, Fraktionssprecher Dr. Reinhold Schoierer, die Stadträte Alfred Wittmann, Josef Messerer und Edwin Bauer sowie Altbürgermeister Eduard Bäumel (von links) stehen hinter der Kandidatin Alexandra Riedl. Foto: Schreiner
Die Freien Wähler wollen 2020 das Stadtoberhaupt in Roding stellen. Kreisvorsitzender Hans Kraus, Fraktionssprecher Dr. Reinhold Schoierer, die Stadträte Alfred Wittmann, Josef Messerer und Edwin Bauer sowie Altbürgermeister Eduard Bäumel (von links) stehen hinter der Kandidatin Alexandra Riedl. Foto: Schreiner

Roding.67 der 72 Stimmberechtigten haben Alexandra Riedl am Sonntagabend offiziell als Kandidatin für die Freien Wähler im Kampf um den Rathaussessel nominiert. Jung, weiblich und verwaltungs-erfahren: Rodings Ortsverein sieht in der 32-Jährigen die „optimale Kandidatin“, die die Stadt in die Zukunft führen und weiter vorwärts bringen kann. Mit Bürgernähe, transparenter Politik und neuem Elan möchte sich Riedl künftig einsetzen und die Stadt attraktiver machen.

Beim Herbstfest in der Stadthalle/Haus Ostmark blickten die Freien Wähler aber auch auf die aktuelle Wahlperiode. Sprecher Dr. Reinhold Schoierer bezeichnete die sieben Personen starke Fraktion als aktive Gruppe, die es im Stadtrat nicht scheut, auch mal gegen die Beschlussvorlage zu stimmen. Generell habe das Gremium in den vergangenen Jahren gemeinsam viel für das Wohl der Bürger erreicht. Schoierer zählte unter anderem den Hochwasserschutz, die Sanierung von Schulen und Kindergärten sowie die Ausweisung von Industriegebieten und Bauland auf. Jedoch müsste man auch die Nachverdichtung in der Innenstadt forcieren und Verkehrsanbindung wie Parkplatz-Situation in den Gewerbegebieten überdenken. Beim Thema Infrastruktur zeigte sich Dr. Schoierer erfreut, dass auf Initiative der Freien Wähler die Straßenausbaubeiträge abgeschafft worden sind. Eine wichtig Rolle spiele nach wie vor der Ausbau des schnellen Internets. Dass das Rodinger Krankenhaus am absteigenden Ast ist, sei kein Geheimnis. Ziel müsse deshalb sein, eine vernünftige Versorgung sicherzustellen und die Misere mit dem geplanten Ärztehaus abzufedern.

Viel Kraft und viele Ideen

Glückwünsche zum 70. Geburtstag gab es von den Freien Wählern für Ulla Graßl (2. von links) und Otto Schwabenbauer (3. von links).Foto: Schreiner
Glückwünsche zum 70. Geburtstag gab es von den Freien Wählern für Ulla Graßl (2. von links) und Otto Schwabenbauer (3. von links).Foto: Schreiner

Kreisvorsitzender Hans Kraus erinnerte daran, dass im Landkreis der Ursprung der Freien Wähler in Roding liege. Nach dem Krieg sei hier eine unabhängige Wählergemeinschaft gegründet worden, 1966 entstand dann eine Kreistagsliste. Von 1977 bis 1996 habe Altbürgermeister Eduard Bäumel die Geschickte geleitet und für den industriellen Aufschwung in Roding gesorgt. Willi Wiesmeier war 24 Jahre Ortsvorsitzender, ehe Hans Stangl einen großen Beitrag bis in die Landesebene leistete. „Alexandra Riedl trägt sowohl am Finanzamt als auch als Busfahrerin viel Verantwortung und ist deshalb für das Amt des Bürgermeister prädestiniert“, betonte Kraus, der ihr viel Kraft und viele Ideen wünschte.

Zur Person

  • Familie:

    Alexandra Riedl (32) ist mit ihrem Mann Manuel verheiratet. Ihr Opa Roman Kellermeier war früher Stadtrat.

  • Freizeit:

    Die Kandidatin war bereits Ballkönigin beim Burschenverein, Volksfestkönigin und Schirmherrin bei den Bierlfreunden.

  • Ehrenamt:

    Sie ist in der Vorstandschaft des TB 03 Roding und seit 2018 als Vorsitzende des Ortsvereins der Freien Wähler engagiert.

„Roding braucht etwas Neues“, betonte Riedl bei ihrer Vorstellung. Es sei unseriös, jetzt große Versprechen zu machen. Denn man wisse nicht, was in zwei, drei Jahren ist – gerade vor dem Hintergrund, dass ein wirtschaftlicher Abschwung bevorsteht. Dennoch skizzierte die Kandidatin, die beruflich als Diplom-Finanzwirtin tätig ist, die Herausforderungen der Stadt. Ziele sollten sein, die Leerstände in der Innenstadt zu beseitigen und für mehr Attraktivität für die Bewohner zu sorgen. Wichtig ist Riedl, Wohnraum und Platz für Industrie-Ansiedlungen zu schaffen. Dabei müsse aber der Flächenverbrauch im Auge behalten werden. Das Thema Infrastruktur werde in Zukunft eine große Rolle spielen. „Marode Straßen müssen saniert, das Kanalnetz erneuert werden“, sagte sie.

Kritik

Ganzjahresbad: Freie Wähler sehen Risiko

Alfred Wittmann warnt wegen hoher Schulden vor Millionen-Projekt. Alexandra Riedl bekennt sich bei Versammlung zum Freibad.

Digitalisierung und Umwelt

Die Notfallversorgung am Standort Roding müsse auch künftig gewährleistet sein. Dass es an einigen Stellen keinen Handyempfang gebe, dürfe nicht der Maßstab Rodings sein, so Riedl. Beim Thema Umwelt könne jeder einen kleinen Beitrag leisten. Zudem möchte sie in weiche Standortfaktoren investierten und die Feste in der Stadt attraktiver machen, „damit diese auch vermehrt wieder von Rodingern besucht werden“. Dass die Finanzlage der Stadt mit rund 30 Millionen Euro Schulden angespannt ist, weiß Riedl. Mit Kreativität könne man trotzdem einiges bewegen.

Weitere Nachrichten aus Roding lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht