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Sonntag, 22. Juli 2018 22° 6

Lohberg

Alfons Aschenbrenner beerdigt

Viele Trauernde Angehörige und Freunde nahmen Abschied von dem im Alter von 91 Jahren verstorbenen Sommerauer.

Alfons Aschenbrenner Foto: kfl
Alfons Aschenbrenner Foto: kfl

Lohberg.„Immer verständnisvoll und ein ruhender Pol in der Sakristei“, so charakterisierten die damaligen Ministranten Mesner Alfons Aschenbrenner, der das Amt fast neun Jahre ausübte und es seiner Zeit wegen eines Wohnortwechsels aufgab. „Deine Geduld werden wir nie vergessen“, zitierte Pfarrer Ambros Trummer aus den damaligen Abschiedsworten. „Nun machte sich Alfons Aschenbrenner erneut auf den Weg – diesmal in die Ewigkeit“, so der Priester beim Requiem am Freitagnachmittag, das der „Hoamatland-Zwoagsang“ mitgestaltete. Mit 91 Jahren ist sein Erdenleben zu Ende gegangen.

Viele können sich gut erinnern, wie der rüstige Rentner noch vor einigen Jahren mit dem Moped, auf dem sogar noch Motorsäge und Axt Platz fanden, zur Waldarbeit tuckerte. Von 1989 bis 1997 brachte ihn sein Gefährt auch Tag für Tag zur Kirche, um auf- oder abzusperren oder einfach, um in dem Sakralbau nach dem Rechten zu sehen. Alfons Aschenbrenner wurde am 28. Oktober 1926 in Sommerau geboren. Als ihm die alleinerziehende Mutter im Alter von erst sieben Jahren genommen wurde, zogen die Großeltern den Waisen auf. Neben der Schule musste der Bub schon früh zupacken. Erst war er Hüterbub beim Hanslwirt, später half er bereits in der Landwirtschaft auf den Höfen der näheren Umgebung. Mit 17 Jahren holte den Sommerauer der Zweite Weltkrieg ein. Glücklicherweise gelangte er nur noch in die Slowakei und nicht mehr an die Front. Drei Wochen verbrachte er im Gefangenlager in Oberösterreich, bevor er im Mai 1945 entlassen wurde. Die Arbeitskräfte auf den Höfen wurden nach den Kriegswirren dringend gebraucht und so fand auch Alfons Aschenbrenner gleich wieder Anstellung als Rossknecht bei verschiedenen Dienstherrn.

1953 führte der damals 27-jährige seine Braut Elfriede an den Traualtar. Drei Buben und ein Mädchen füllten die Kinderstube. Die geringen Verdienstmöglichkeiten veranlassten den Familienvater, 1960 beim Kanalbau anzuheuern und Woche für Woche zu den Baustellen zu pendeln. 1987 ging der Lohberger nach einem arbeitsreichen Leben in den wohlverdienten Ruhestand. Am Freitag führte die Blaskapelle die Trauergemeinde zum Familiengrab, wo die Urne beigesetzt wurde. „Die Feuerwehr Lohberg trauert um ihr aktuell ältestes Mitglied“, so Vize-Vorsitzender Stefan Neumaier. Alfons Aschenbrenner trat 1954 bei. Als er Rossknecht war, zogen die Pferde in seiner Obhut bei Einsätzen den Spritzenwagen, erinnerte sich der Verstorbene erst kürzlich an solche Erlebnisse. (kfl)

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