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Kommentar

Alle Beteiligten mit Taktgefühl

Ein Kommentar von Bastian Schreiner

Ein Todesfall im Kosovo und der Absturz eines Bundeswehr-Hubschraubers, bei dem eine Soldatin in Niedersachsen ums Leben gekommen ist, haben sich auch auf den Tag der Soldaten am Volksfest ausgewirkt: stiller Einzug, keine feiernden Soldaten auf den Bierbänken, Rückmarsch bereits um 21 Uhr. Manch einer fragte sich, was die tragischen Fälle mit Roding zu tun haben. Und ja, das Zelt war dann ohne die Soldaten halb leer, der Festwirt schenkte etliche Maß Bier weniger aus und die Schausteller und Festküchen hatten sich am Montagabend mehr Umsatz erhofft.

Es war ein schwarzer Tag für die Bundeswehr. Ausgelassen zu feiern, war aus Pietätsgründen nicht angebracht – eine Absage stand im Raum. Dass sich das Bataillon mit dem Segen der Brigade trotz der Ereignisse entschieden hat, die Tradition – jedoch in besonnener Manier – zu wahren, zeigt von der Verbundenheit mit der Stadt und verdient Anerkennung. Die Festverantwortlichen lamentierten nicht wegen des Kurz-Besuches, sondern zeigten Verständnis. Der Festwirt sprach von einer salomonischen Lösung. Ein respektvolles Miteinander!

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