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Am Enzian brannte der Wald

Ein großflächiger Waldbrand am Enzian sorgte bei den Feuerwehrleuten für einen schwierigen Einsatz am Pfingstmontag.
Von Ilse Probst

Brandbekämpfung in unwegsamen Gelände in über 1200 Meter Höhe (Enzian 1286 m) Foto: Feuerwehr Drachselsried/Probst
Brandbekämpfung in unwegsamen Gelände in über 1200 Meter Höhe (Enzian 1286 m) Foto: Feuerwehr Drachselsried/Probst Foto: Feuerwehr Drachselsried/Probst/Feuerwehr Drachselsried/Probst

Drachselsried.Einen schwierigen Einsatz hatten die Zellertal-Feuerwehren am späten Abend des Pfingstmontags zu bewältigen, in unwegsamem Gelände am Bergrücken des Enzians hatte sich ein Waldbrand entfacht.

Ein aufmerksamer Wanderer, ein Feuerwehrkommandant aus dem Landkreis Cham, entdeckte die Rauchentwicklung und alarmierte die Feuerwehr über die integrierte Leitstelle Straubing. Er blieb bis zum Eintreffen der Feuerwehr Oberried, in deren Zuständigkeit das Einsatzgebiet liegt, und des Kreisbrandmeisters Josef Bauer gegen 19.30 Uhr vor Ort.

Nach Erkundung der Lage stellten die Einsatzkräfte einen Brand auf einer circa 1000 Quadratmeter großen Fläche mit Grasbewuchs, Heidelbeerstauden, Baumstümpfen und Jungbewuchs zwischen der Marderstraße und dem Hauptwanderweg am Kamm (Goldsteig und E 6) fest. Zur Unterstützung bei der Brandbekämpfung wurden gegen 20 Uhr die Feuerwehren Drachselsried, Bodenmais und Asbach mit ihren wasserführenden Fahrzeugen nachalarmiert.

50 000 Liter Wasser auf den Berg gebracht

Die Brandbekämpfung erfolgte über einen 5000 Liter fassenden Faltbehälter, eine Tragkraftspritze kam zum Einsatz und mehrere Leitungen wurden verlegt. Das größte Problem stellte die Wasserbeschaffung dar.

Die vier Zellertalwehren richteten einen Pendelverkehr mit Ringschluss zwischen Marderstraße und Tausenderstraße ein und transportierten insgesamt 50 000 Liter auf den Berg zum Brandgebiet am Enzian in über 1200 Meter Höhe. Das benötigte Löschwasser wurde in Absprache mit der Gemeinde Drachselsried aus dem Hydranten am Dorfplatz Oberried entnommen.

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Gegen 21 Uhr war der Brand in dem unwegsamen Gelände unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten und der Einsatz mit Kontrolle der Brandstelle dauerten fast bis Mitternacht. Die Zusammenarbeit unter den Wehren funktionierte hervorragend und so konnte der Brand in dem unwegsamen Gelände relativ schnell gelöscht werden.

70 Feuerwehrler im Einsatz

Am Dienstagmorgen kontrollierte die Feuerwehr Oberried die Brandstelle, konnte aber keine weitere Brandentwicklung mehr feststellen.

Insgesamt waren siebzig Mann und zehn Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz, die Einsatzleitung hatte der örtliche FW-Kommandant Martin Egner, der auch in seiner Funktion als Forstwirt der Bayerischen Staatsforsten für den Waldbesitzer vor Ort zuständig war. Den Einsatz mitbetreut hatten von der Kreisbrandinspektion Regen KBI Christian Stiedl und die KBM Josef Bauer und Heinrich Mühlbauer. Ebenfalls am Brandort war die Polizeiinspektion Viechtach. Die Informationen zum Einsatz hat KBM Josef Bauer zur Verfügung gestellt.

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