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Kirchweih

Am „Frauentag“ ist der große Kirta

Die Feuerwehr Weißenregen richtet am Donnerstag das Heimatfest aus und lädt am Samstag zum großen Festabend im Bierzelt.
Von Alois Dachs

Den größten Standmarkt der Region biet der „Frauentag“ in Weißenregen rund um die Wallfahrtskirche.  Foto: Christa Rabl-Dachs
Den größten Standmarkt der Region biet der „Frauentag“ in Weißenregen rund um die Wallfahrtskirche. Foto: Christa Rabl-Dachs

Bad Kötzting.„Wenn der Wind über d’Howanhalm geht, is da Summa vorbei“, heißt eine alte Bauernweisheit. Dieser Zeitpunkt - wenn das Getreide eingebracht wurde - ist meist um den „Großen Frauentag“, an dem traditionell in der Filialgemeinde Weißenregen gefeiert wird. In diesem Jahr steht für die Weißenregener und ihre Gäste sogar ein „Doppelfest“ an, denn neben dem traditionellen Heimatfest am 15. August gibt es am Samstag, 17. August, zusätzlich einen großen Festabend zum 125-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Weißenregen.

Ein 750-Mann-Bierzelt wurde von der Feuerwehr bereits für die beiden Festtage aufgebaut und ausgestattet, um den rund 40 Vereinen und zahlreichen Ehrengästen Platz zu bieten, die am Samstag zum Festzug mit anschließendem Festabend erwartet werden. Den Auftakt des Jubiläums bildet morgen aber das traditionelle Heimatfest neben der Kirche. Die Feuerwehr hofft als Veranstalter auf viele Besucher und bietet ihnen neben Bier vom Lindner-Bräu und alkoholfreien Getränken auch Kaffee, Kuchen und Schmalzgebackenes an.

Großes Speisenangebot

Andreas Schreindorfer hat mit seinem ASD-Cateringservice eine eigene Speisekarte für das Heimatfest gestaltet und bietet auch komplette Mittagessen für die Besucher. Auch eine kleine Bar für die Nachtschwärmer wird es anlässlich des Feuerwehrjubiläums wieder geben.

Traditionell ist der „Frauentag“ in Weißenregen vor allem ein Treffpunkt für die ländliche Bevölkerung. Am Ende der Erntezeit gibt es viel zu reden über Erträge von Feldern und Wiesen, aber auch über Probleme, wie den Borkenkäferbefall in vielen Waldstücken, der den Bauern in der ohnehin hoch belasteten Erntezeit zusätzliche Arbeit beschert.

Das Heimatfest

  • Gottesdienste:

    Um 7.30 Uhr, 9 Uhr und 10.30 Uhr sind an Mariä Himmelfahrt in der Wallfahrtskirche Weißenregen Gottesdienste. Um 14 Uhr wird eine Marienandacht mit eucharistischem Segen gefeiert.

  • Kräutersträußchen:

    Der Katholische Frauenbund bietet vor den Gottesdiensten Kräutersträußchen an, die im Gotteshaus gesegnet werden. Die Kräuterbüschel sollen bis zu 40 Naturkräuter enthalten.

Das „Fest zur Aufnahme Mariens in den Himmel“, wie Mariä Himmelfahrt offiziell in der Kirche heißt, ist für viele Kirchenbesucher auch ein kleiner Erntedank, wenn der Großteil an Grassilage, Heu und Getreide gut in Scheunen und Silos gebracht wurde. Früher war um diese Zeit der weitaus überwiegende Teil des Viehfutters gelagert, heutzutage steht aber eine wichtige Ernte erst im September an, wenn die riesigen Maisflächen vom Häcksler bearbeitet werden.

In vielen Sitzungen hat die Vorstandschaft der Freiwilligen Feuerwehr Weißenregen das Programm für das 125. Gründungsfest vorbereitet. „Wir sind eine kleine Feuerwehr und können ein großes Fest mit mehreren Tagen Bierzeltbetrieb nicht stemmen“, begründet Vorsitzender Hans Haslsteiner, warum nur Donnerstag und Samstag gefeiert wird.

„Klein aber fein“ ist die Devise

Die Feuerwehrführung hat deshalb auch auf die sonst üblichen „Vorveranstaltungen“ wie Schirmherrn- oder Patenbitten verzichtet und konzentriert sich neben dem Heimatfest an diesem Donnerstag auf den Festabend am Samstag, zu dem neben den geladenen Vereinen natürlich auch weitere Gäste gerne gesehen sind. Anlässlich des Jubiläums wird nicht nur die Wallfahrtskirche in einem besonderen Licht ins Kötztinger Land grüßen.

Zum Abendprogramm im Bierzelt wird neben den Grußworten der Ehrengäste auch ein Auftritt von Tania Schnagl mit ihren „Swinging Puppets“ gehören und einige Akteure der Festspielgemeinschaft geben mit ihrem kurzen Theaterstück „Das Schirmherrnbitten“ einen Einblick in heiß umkämpfte Feuerwehrsitzungen. Das Finale des Abends gestalten die „Agones Panduri“ aus Waldmünchen mit einer fulminanten Feuershow. Wer dann noch nicht heimgehen mag - die Bar ist noch geöffnet!

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