MyMz
Anzeige

Konzert

Am Freitag kommen die Dorfrocker

Die Schachendorfer Floriansjünger sind für die Riesenparty mit der Band aus dem unterfränkischen Kirchaich gerüstet.
Von Jürgen Ziereis

Schachendorfs FFW-Vorsitzender Martin Röckl hat mit seinem Team die Weichen für das Open Air gestellt. Foto: Jürgen Zierreis
Schachendorfs FFW-Vorsitzender Martin Röckl hat mit seinem Team die Weichen für das Open Air gestellt. Foto: Jürgen Zierreis

Cham.Wenige Tage noch, dann ist es soweit: Das Motto „Dorfrocker meets FFW Schachendorf“ wird Realität. Am Freitag kommen die drei Brüder Tobias, Markus und Philipp Thomann aus dem unterfränkischen Kirchaich mit ihrem Tross nach Schachendorf, um dort eine Riesenparty zu feiern. Schon seit Tagen gibt es im Ort kaum mehr ein anderes Gesprächsthema, Vorfreude und Spannung sind förmlich mit den Händen zu greifen.

Möglich gemacht haben das 6299 Stimmen beim Online-Voting, bei dem sich das 58-sekündige Bewerbungsvideo der FFW Schachendorf gegen die Mitbewerber aus Ettlingen-Bruchhausen in Baden-Württemberg und Hünfelden-Neesbach in Hessen durchgesetzt hat. Der Preis: ein Gratis-Konzert, das die Dorfrocker gemeinsam mit dem Feuerwehrmagazin ausgelobt haben.

Nur sechs Wochen Planungszeit

Die Brüder Markus, Tobias und Philipp Thomann (v. l.) aus dem unterfränkischen Kirchaich sind die Dorfrocker.  Foto: picture-alliance/ obs
Die Brüder Markus, Tobias und Philipp Thomann (v. l.) aus dem unterfränkischen Kirchaich sind die Dorfrocker. Foto: picture-alliance/ obs

Zuerst einmal Jubel, dann aber auch viele Fragen: Wie viele Leute werden kommen? Welche Auflagen sind zu beachten? Welche Anforderungen stellt die Band selbst? Und ist das alles überhaupt zu stemmen? Auf die meisten Fragen hat das Team um den Schachendorfer FFW-Vorsitzenden Martin Röckl inzwischen eine Antwort gefunden. „99,5 Prozent der Vorbereitungen sind abgeschlossen“, sagt Röckl beim Pressegespräch. In nur etwa sechs Wochen Planungszeit musste die Organisation dieser Großveranstaltung auf die Beine gestellt werden. „Allen voran die Art und Weise, wie wir es aufziehen wollen“, erzählt Röckl.

Letztlich entschieden sich die Schachendorfer für ein Open Air auf dem Festplatz. Um dann galt es, alle weiteren Aspekte abzuarbeiten: Verpflegung, Sicherheit, Jugendschutz, Bühnentechnik, Absprachen mit den Behörden, Parkplätze, Personaleinteilung und Ticketverkauf. Die Vorbereitungen hätten auch eine regelmäßige Abstimmung mit den Dorfrockern selbst erfordert – mit den Musikern wohlgemerkt, die sich trotz ihres Erfolges noch selbst managen.

Hier sehen Sie das selbstgedrehte Video der Feuerwehr Schachendorf

Und deren Anforderungen? Kaviar, Schampus und einen eigenen VIP-Bereich? Bei dieser flapsigen Reporterfrage muss Martin Röckl lachen: „Diese Fragen haben wir uns auch gestellt, das war aber schnell geklärt. Das ist eigentlich so wie bei jeder Musikkapelle, sie möchten eine normale Verpflegung, nichts Besonderes. Wir stellen ihnen einen separaten Aufenthaltsraum zur Verfügung, aber das war unser Angebot. Die sind total bodenständig und keineswegs abgehoben, wir waren auch sofort per Du. Die spielen vor 600 Leuten genauso wie vor 50.000 kürzlich bei einem Festival in Südtirol.“

Ein Blick auf den Tourplan verrät schon, wie angesagt die Profi-Musiker aus Unterfranken mit ihren Hits „Dorfkind“, „Feuerwehr“ oder „Engelbert Strauss“ sind: Stammgäste im „Bierkönig“ auf Mallorca, Ende des Monats auf USA-Tour – und dazwischen präsentieren die drei Thomann-Brüder ihren Party-Rock unter anderem im Bayerwald.

Zum Event

  • Konzert:

    An diesem Freitag kommen die Dorfrocker nach Schachendorf. Die FFW hat das Konzert gewonnen, das die Band gemeinsam mit dem Feuerwehrmagazin ausgelobt hat.

  • Karten:

    Tickets für zehn Euro gibt es auf www.okticket.de oder an der Abendkasse. Einlass ist ab 18 Uhr am Festgelände Richtung Schönferchen, Parkplätze sind ausgewiesen.

  • Zeitplan:

    Das Dorfrocker-Konzert beginnt um 21 Uhr, zuvor spielt die Rock-Cover-Band String Rage aus dem Straubinger Raum. (cjz)

Schachendorfs FFW-Boss Röckl rechnet mit etwa 1500 Fans, je nach Witterung – auch an der Abendkasse gibt es noch Tickets – könnten es vielleicht sogar noch etwas mehr werden. FFW-Mitglieder zahlen für eine Eintrittskarte sechs Euro, im freien Verkauf kostet ein Billett zehn Euro. „Wir finden, dass das absolut in Ordnung ist, denn ansonsten zahlst du für die Dorfrocker knapp 30 Euro“, sagt Röckl, denn Fixkosten im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich habe die FFW Schachendorf ja trotzdem, das Sponsoring schon mit eingerechnet – für die Bühnentechnik, die Security, den das Festgelände begrenzenden Bauzaun oder das Verpflegungszelt. Mit dem Ticketverkauf dürften die Kosten gedeckt sein, der Erlös aus der Verpflegung werde wieder in die Feuerwehrarbeit investiert, etwa in Anschaffungen für die Jugendfeuerwehr.

50-köpfiges Team im Einsatz

Eine etwa 50-köpfige Mannschaft braucht Röckl, um das Großereignis schultern zu können. Neben den behördlichen Auflagen – etwa, dass bei Veranstaltungen dieser Größenordnung nicht in Flaschen, sondern in Bechern ausgeschenkt werden müsse – sei es die größte Herausforderung gewesen, auch verlässliche Partner zu finden, die das stemmen können und noch nicht verplant sind, z. B. für Verpflegung und Security. Die Lösung der Verpflegungsfrage mit den Food-Trucks gefällt Röckl aber ausgesprochen gut: „Das ist einfach mal was ganz anderes als die typische Bierzelt-Verpflegung, die wir ja kurz drauf beim Fehra Kirta wieder haben.“

Jetzt muss die FFW noch eine nächtliche Bleibe für die Dorfrocker organisieren, dann kann der große Tag kommen. Nur eine Frage bleibt wohl ungeklärt: Wie viele Feuerwehren sich mit einem Video für das Konzert beworben haben. Die drei besten hatten die Dorfrocker und das Feuerwehrmagazin ausgewählt. „Das wollten wir auch wissen, aber das rücken sie nicht raus“, schmunzelt Röckl. Hauptsache gewonnen…

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht