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Kommune

Am Pointweiher werden Wohnungen gebaut

Der Rodinger Stadtrat stimmte für den Bebauungsplan und die Kooperation mit der slowakischen Stadt Nitra.
Von Bastian Schreiner

Gegenüber dem Pointweiher in Roding-Gstetten sollen Wohnhäuser entstehen. Erlaubt sind vier Vollgeschosse.Foto: Schreiner

Roding.Die Stadt Roding ist eine der wenigen Kommunen im Landkreis, deren Einwohnerzahl steigt. Damit geht der Bedarf an günstigem Wohnraum einher. Um diesem gerecht zu werden, weist die Stadt laufend neue Baugebiete aus. Aber auch private Investoren schaffen Wohnungen wie im Kerscher-Garten oder am Stadtpark. Neue Wohnungen sollen im Ortsteil Gstetten entstehen. Den Bebauungsplan dafür haben die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung bewilligt.

Wie Bürgermeister Franz Reichold berichtete, wurden aufgrund der Vorbelastung der überplanten Fläche eine Umweltprüfung durchgeführt und ein Umweltbericht erstellt. Das Areal beim Pointweiher ist rund 6000 Quadratmeter groß. Zugelassen sind vier Vollgeschosse. Der offene Graben zur Ableitung des Wassers vom Weiherüberlauf und vom Notüberlauf wurde laut Stadtbauamt zum Teil verrohrt. Wann das Projekt verwirklicht wird, sei noch offen.

Drei Projekte angemeldet

Da die Stadt in den Jahren 2014 bis 2016 eine Finanzkraft unter dem Landesdurchschnitt hatte, kann sie Projekte für das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) beantragen. Dabei ist ein Zuschuss von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben möglich. Die Bewerbung, die der Stadtrat genehmigt hat, sieht folgende Maßnahmen vor: Pausenhof der Grundschule Roding, Kosten 310 000 Euro; Sanierung des Allwetterplatzes gegenüber der Dreifachturnhalle, Kosten 316 000 Euro; Pausenhof der Mittelschule Roding, Kosten 667 000 Euro.

Ein Kreisverkehr bei der Arkaden-Kreuzung scheitert wohl am Platzmangel. Foto: Schreiner

Die Stadt Nitra und die Stadt Roding beabsichtigen den Abschluss eines Memorandums zur Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Kultur, Sport, Tourismus, Handel, Management, Stadtentwicklung und Umweltschutz. Nitra ist eine Stadt in der westlichen Slowakei und mit 77 374 Einwohnern die sechstgrößte Stadt des Landes. Sie ist die Hauptstadt und das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Verwaltungsbezirkes Nitrianskykraj. Geomorphologisch gehört die Stadt zum slowakischen Donautiefland. Die Fläche der Gemeinde ist rund 100 Quadratkilometer groß. Die Entfernung von Roding nach Nitra beträgt Luftlinie rund 420 Kilometer, die Fahrstrecke 560 Kilometer. Die Räte gaben grünes Licht für die Unterzeichnung des Memorandums.

Die Stadt hat am 20. März eine Verkehrsschau an der Kreuzung bei den Rodinger Arkaden durchführen lassen, da sowohl in Bürgerversammlungen als auch im Stadtrat wiederholt fehlende Querungshilfen angesprochen worden waren. Das Ergebnis der Verkehrsschau ist im Info-Kasten zusammengefasst. Das Gremium beschloss, die drei Varianten „ovaler Kreisverkehr“, Lichtsignalanlage (gesamte Kreuzung) und Druckknopfampel weiter zu verfolgen und zu prüfen.

Varianten für Arkaden-Kreuzung

  • Insel in der Schulstraße:

    Wäre möglich, ist aber mit größeren Umbaumaßnahmen verbunden. Stadteinwärts würde die Fahrbahn nach rechts verschoben werden.

  • Insel in der Further Straße:

    Direkt an der Kreuzung ergibt sich das gleiche Problem wie bei der ersten Variante. Weiter östlich ist diese aus Platzgründen nicht mehr möglich.

  • Fußgängerüberweg:

    Dieser wird wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf der Staatsstraße 2650 nicht mehr empfohlen.

  • Druckknopfampel:

    In der Further Straße ist sie für stadteinwärts Fahrende zu spät ersichtlich. In der Schulstraße wäre diese denkbar. Ob jedoch an dieser Stelle die Querungshilfe angenommen wird, ist fraglich.

  • Kreisverkehr:

    Der Platz ist für einen Kreisel nicht ausreichend.

  • Lichtsignalanlage:

    Für die stadteinwärts fahrenden Fahrzeuge ist der Anhalteweg zu kurz. Zudem sind Rückstauungen zu den Hauptverkehrszeiten zu befürchten. Daran würde der Verkehrsfluss leiden. (bs)

Josef Zwicknagl, der neue Leiter der Finanzverwaltung, gab einen Budgetbericht zum 31. Dezember 2017. Die Stadt habe 1,5 Millionen Euro Mehreinnahmen verzeichnet. Bei den Ausgaben habe man eine Punktlandung erreicht. Der Schuldenstand konnte 2017 um 773000 Euro auf 21,4 Millionen Euro reduziert werden. Geschäftsführer Manfred Janker informierte über die Finanzen bei den Städtischen Betrieben und der BR Betriebsgesellschaft. Bis auf das reparaturanfällige Freibad, in das investiert werden musste, laufe alles nach Plan. Darüberhinaus wurde vor kurzem ein großer Riss im Schwimmerbecken entdeckt.

Parkleitsystem überarbeiten

Dr. Reinhold Schoierer (Freie Wähler) regte auf Anstoß eines Unternehmers an, das Parkleitsystem der Stadt zu verbessern. Es gebe zwar genug freie Parkplätze, doch wo sie liegen, sei für Gäste nur schwer herauszufinden. Einen Fotokalender mit Motiven von Hobbyfotografen anlässlich des Stadtjubiläums im Jahr 2019 ins Auge zu fassen, wünschte sich Dr. Michael Jobst (CSU).

Für eine sichere Querungshilfe von der Falkensteiner Straße in den Stadtpark warb Kerstin Haberzeth (Junge Liste), da die Schülerfrequenz dort höher geworden sei. Ortssprecher André Notka fragte an, ob man das Ortsschild in der Fronauer Straße in Neubäu am See näher an den Ortsrand versetzen könnte, da die Fahrzeuge dort sehr schnell unterwegs seien. Der Bürgermeister sicherte zu, die kommunale Verkehrsüberwachung auch in Neubäu am See kontrollieren zu lassen.

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