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Konzert

An Eisenbarth-Orgel mit vier Händen

Im Rahmen des Further Kultursommers und der Jahresreihe der Orgelkonzerte in der Further Stadtpfarrkirche gastiert der Lindauer Organist Hans Vogel.

Organist Hans Vogel aus Lindau kommt wieder nach Furth im Wald.

Furth im Wald. Im Rahmen des Further Kultursommers und der Jahresreihe 2014 der Orgelkonzerte in der Further Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt gastiert am Sonntag um 17 Uhr der Lindauer Organist Hans Vogel an der 1982 gebauten Eisenbarth-Orgel. Gemeinsam mit dem Further Regionalkantor Wolfgang Kraus spielt er ein Konzert mit Orgelmusik zu vier Händen und vier Füßen, aber auch Orgelwerke für einen Spieler. Der Eintritt ist frei, Spenden zur Deckung der Unkosten werden gerne angenommen.

Hans Vogel war Schüler von Eberhard Kraus an der damaligen Fachakademie für katholische Kirchenmusik und Musikerziehung in Regensburg und ist seit dieser Zeit dem Further Regionalkantor Wolfgang Kraus freundschaftlich verbunden. So ist Hans Vogel regelmäßiger Gast bei der Konzertreihe in Furth im Wald. Vogel ist hauptamtlicher Kirchenmusiker an der Pfarrei St. Josef im Lindauer Stadtteil Reutin. Der Lindauer Organist, der nach seinem Kirchenmusikstudium in Regensburg noch ein Orgelstudium bei Professor Günter Fetz am Landeskonservatorium für Vorarlberg in Feldkirch anschloss, hat sich auch für dieses Konzert von den musikalischen Jubilaren des Jahres 2014 inspirieren lassen. Für die Orgel sind dies in diesem Jahr zwar nicht ganz so bekannte Namen, dafür aber erklingen recht interessante Orgelwerke.

Eröffnet wird das Konzert mit einem Präludium von Franz Tunder. Der 1614 in Burg auf der Insel Fehmarn geborene Komponist legte die Grundlage für die norddeutsche Orgelschule, die sein Schwiegersohn Dietrich Buxtehude zur Hochblüte brachte.

Das vierhändige Orgelspiel ist eine eher selten zu hörende Spezies. Es gibt auch nicht allzu viele Originalwerke für diese Besetzung, was wohl daran liegt, dass die Orgel an sich schon eine gewaltige Klangfülle erreichen kann, auch wenn nur ein Spieler mit Händen und Füßen auf ihr spielt. Dennoch gibt es besonders seit dem beginnenden 19. Jahrhundert Werke ausdrücklich für diese Besetzung. So haben Franz Schubert und der mit ihm bekannte Franz Lachner vierhändige Orgelfugen komponiert. Wilhelm Valentin Volckmar komponierte nicht nur eine Vielzahl von Werken, sondern machte als reisender Orgelvirtuose und in seinen Notenausgaben sowie seiner weit verbreiteten Orgelschule auch ältere Orgelmusik einem breiten Publikum bekannt. Von ihm erklingt ein vierhändiges Adagio. Zum Abschluss des Konzerts spielen die beiden Organisten das gewaltige Postludium des Regensburger Domorganisten Josef Renner, der dieses Amt fast 42 Jahre, von 1892 bis zu seinem Tod 1934 innehatte. (fwk)

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