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Vortrag

Angelegenheiten im Vorfeld regeln

Notar Dr. Ulrich Hönle referierte in Waldmünchen über Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Vererben.
Benny Schlegl

Gut eineinhalb Stunden referierte Dr. Hönle über Themen, die die letzte Lebensphase des Menschen betreffen. Foto: Benny Schlegl
Gut eineinhalb Stunden referierte Dr. Hönle über Themen, die die letzte Lebensphase des Menschen betreffen. Foto: Benny Schlegl

Waldmünchen.Rund 30 Zuhörer kamen in die Feuerwache Waldmünchen zum Vortrag von Dr. Hönle. Der Referent verstand es bestens, diese Themen in verständlicher Weise zu erläutern und den Zuhörern den Schritt zu erleichtern, diese Angelegenheiten zu regeln.

Als Notar für Waldmünchen und Furth im Wald hat Dr. Hönle ein relativ großes Einzugsgebiet. Es ist ihm ein Anliegen, über „Themen aus der letzten Phase des Lebens“ zu informieren. Sein Mitarbeiter Matthias Hoffmann war ebenfalls mitgekommen. In seinem rund eineinhalbstündigen Vortrag behandelte der Notar zunächst die Versorgungsvollmacht, die nach seinen Aussagen die beste Lösung darstellt, wenn eine gerichtlich bestellte Betreuung vermieden werden soll. Denn das Gesetz sehe keine automatische Vertretung durch Angehörige vor, sondern ein von Amts wegen eingeleitetes Betreuungsverfahren, wenn keine Vorsorgevollmacht vorliege.

Dr. Hönle riet dazu, eine Person für die Vollmacht auszusuchen, der man bestmögliches Vertrauen schenken könne. „Denn durch die Vollmacht werden weitreichende Befugnisse erteilt“, so Dr. Hönle. Er erachtete es auch als sinnvoll, einen Ersatzbevollmächtigten zu bestimmen – für den Fall, dass der Hauptbevollmächtigte ebenfalls nicht mehr handlungsfähig sei.

Beim Thema Patientenverfügung verdeutlichte der Notar, dass es sich um den „vorletzten Willen“ handle, der bei medizinischen und pflegerischen Maßnahmen beachtet werden müsse. Er verhelfe den Angehörigen dazu, im Bedarfsfall Handlungsfreiheit zu haben. „Es ist die selbstbestimmte Wahl eines würdevollen Todes.“ Denn ohne Patientenverfügung sei ein Behandlungsabbruch nicht möglich.

Zuletzt gab der Notar einen kleinen Einblick in das komplexe Feld des Vererbens und zeigte auf, dass nur 29 Prozent der Bevölkerung ein Testament haben, obwohl „es hier um alles, also das gesamte Lebenswerk“ gehe. Denn die gesetzliche Erbfolge führe oft zu bösen Überraschungen, weshalb besonders bei Immobilienbesitz ein notarielles Testament von besonderer Bedeutung sei.

Zum Ende des Vortrages ging Dr. Hönle noch auf die steuerlichen Freibeträge beim Schenken und Vererben ein und gerade dies stieß bei den Zuhörern auf besonderes Interesse. Für die Zuhörer gab es noch umfangreiches Infomaterial und am Ende die Erkenntnis, dass es sich lohnt, sich mit dieser Thematik einmal zu beschäftigen, um dann nicht mehr daran denken zu müssen. Das Notariat Waldmünchen steht dabei beratend zur Seite. (wby)

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