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Sitzung

Anpacken statt abwarten ist das Motto

Das IHK-Gremium diskutierte mit Chams Bürgermeisterkandidaten über die Standortentwicklung.

Diskutierten mit den Unternehmerinnen und Unternehmern des IHK-Gremiums Cham über Chancen und Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort (v. re.): IHK-Geschäftsstellenleiter in Cham Richard Brunner, Gremiumsvorsitzender Dr. Alois Plößl und die Kandidaten für das Bürgermeisteramt der Kreisstadt Cham, Claudia Zimmermann, Martin Stoiber und Christian Plötz. Foto: Bayreuther
Diskutierten mit den Unternehmerinnen und Unternehmern des IHK-Gremiums Cham über Chancen und Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort (v. re.): IHK-Geschäftsstellenleiter in Cham Richard Brunner, Gremiumsvorsitzender Dr. Alois Plößl und die Kandidaten für das Bürgermeisteramt der Kreisstadt Cham, Claudia Zimmermann, Martin Stoiber und Christian Plötz. Foto: Bayreuther

Cham.Welche Rahmenbedingungen es braucht, damit Cham auch künftig attraktiv für Wirtschaft und Gesellschaft bleibt, darüber diskutierten die Mitglieder des IHK-Gremiums Cham im Hotel am Regenbogen. Vorsitzender Dr. Alois Plößl begrüßte dazu die drei Kandidaten für das Bürgermeisteramt, Claudia Zimmermann, Christian Plötz und Martin Stoiber, sowie die Vorstände des Vereins Cham erleben, Thomas Seidl, des Wirtschaftsclubs Cham, Günter Habel, sowie der Wirtschaftsjunioren Cham, Susanne Müller und Stefan Reisinger. „Die regionale Wirtschaft erwartet sich bei wichtigen standortrelevanten Themen baldige Lösungen und Weichenstellungen“, betonte Plößl.

Oberzentrum mit Profil

Cham als größte Kommune und Oberzentrum müsse in besonderer Weise für die Dynamik der Region stehen, so der Konsens. Die Realität sehe an vielen Stellen anders aus. Zunehmende Leerstände in der Innenstadt beschäftigten den Handel. Die anfängliche Euphorie nach dem Markenbildungsprozess rund um das Leitmotiv „Begegnung erleben“ scheine weitgehend verflogen. „Lokale Geschäfte brauchen die Unterstützung der Kommune. Nur gemeinsam können attraktive Rahmenbedingungen für Kunden aus nah und fern geschaffen werden“, betonte Karin Baumeister, Geschäftsführerin des Autohauses Cham Zehder & Franz. Wesentlich dafür sei eine Strategie zur weiteren Entwicklung als Wohn- und Einkaufsstadt mit dem Fokus auf eine gut frequentierte Innenstadt. Cham benötige mehr Personal für ein professionelles Stadtmarketing, die Umsetzung einer Markenstrategie sowie für Stadtentwicklungsprojekte. Die Stadt dürfe im Vergleich zu anderen Oberzentren nicht ins Hintertreffen geraten.

„Im Stadtmarketing ist ganzheitliches Denken erforderlich. Dabei geht es nicht nur um den Handel, sondern auch um die professionelle Vermarktung von Kultur- und Freizeitangeboten, die unsere Tourismusregion zu bieten hat“, sagte Helmut Hagner, Unternehmensleiter der Frey-Handelsgruppe in Cham. Im Sinne eines Oberzentrums seien mit der Stadthalle oder dem Technologie Campus wichtige Meilensteine erreicht worden. Hier sei aber noch Luft nach oben, so Josef Dischner, Geschäftsführer der Spedition Dischner in Weiding. Z. B. könne sich die Stadt mehr bei der breit angelegten Behördenverlagerung des Freistaates ins Spiel bringen.

Seit 2012 ist Cham Hochschulstandort mit zwei Studiengängen im Bereich der Ingenieurwissenschaften. „Der Technologie Campus (TC) Cham mit dem integrierten Digitalen Gründerzentrum und die Berufsschule bieten sehr gute Rahmenbedingungen für die Qualifizierung von Fachkräften“, weiß TC-Leiter Prof. Dr. Wolfgang Aumer.

Bildung und Infrastruktur

Die Entwicklung der Badstraße als Technologie-, Bildungs- und Start-up-Quartier solle konsequent verfolgt werden, so der Konsens. Dafür brauche es eine leistungsfähige digitale Infrastruktur und Platz. Ohne eine räumliche Erweiterung des TC können die vom Freistaat zugesagten Studiengänge für Künstliche Intelligenz und Additive Fertigungsverfahren nicht umgesetzt sowie Forschungskooperationen mit regionalen Unternehmen ausgeweitet werden. Hier müsse die Stadt mehr investieren. Denn nur wenn Arbeits- und Lebensqualität stimmen, könnten junge innovative Unternehmen und qualifizierte Mitarbeiter angelockt werden.

„Selbst Anpacken war schon immer eine der Stärken unserer Region. Gemeinsam gelingt es uns, Lösungen zu finden und die Stadt weiterzubringen“, zeigte sich Plößl sicher. Die regionale Wirtschaft wünsche sich hierfür eine aktive und agile Kommunalpolitik sowie mehr Mut und Dynamik zu kreativen, unkonventionellen Wegen.

Impulse für die Wirtschaftspolitik

  • Broschüre:

    Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Regensburg für Oberpfalz / Kelheim als Partner der Kommunalpolitik hat die zentralen Themen der regionalen Unternehmen in einer Broschüre formuliert.

  • Leitfaden:

    Das Faltblatt soll den Kandidaten über die Wahl hinaus als Argumentationsstütze und Leitfaden für ihre Wirtschaftspolitik dienen.

  • Internet-Homepage:

    Die Broschüre „Kommunalwahl 2020 – Impulse für die Wirtschafspolitik“ kann unter www.ihk-regensburg.de/kommunalwahl2020 heruntergeladen werden.

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