MyMz
Anzeige

Kirche

Armut und Not trotz Überfluss

Die Gläubigen von St. Jakob feierten das Erntedankfest.

Die Gaben am Erntedankaltar durften nach dem Gottesdienst gegen eine Spende mitgenommen werden. Foto: Martina Altmann
Die Gaben am Erntedankaltar durften nach dem Gottesdienst gegen eine Spende mitgenommen werden. Foto: Martina Altmann

Cham.Zahlreiche Gläubige, darunter auch Familien mit Kindern, fanden sich zum Familiengottesdienst ein, zelebriert von Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Pfarrvikar Pater Jim. Der farbenfrohe Erntealtar vor dem Volksaltar zog die Blicke auf sich, ebenso ein stilisiertes, sprechendes Apfelbäumchen, das vom Familiengottesdienst-Team reich bestückt worden war. Der Geistliche segnete die Gaben. Der Dank an den Schöpfer für all seine guten Gaben durchzog die kirchliche Feier wie ein roter Faden.

Blumen, Feld- und Gartenfrüchte boten allerdings nur einen kleinen Ausschnitt dessen, was Gott den Menschen immer wieder neu schenkt; nur er allein kann wachsen und gedeihen lassen, so Zinecker. Bei so viel Überfluss dürfe man Armut und Not vieler Menschen auf der Erde nicht übersehen. „Würden wirklich alle Güter und Nahrungsmittel gerecht auf allen Kontinenten verteilt, würde es für alle reichen und bräuchte niemand Mangel zu leiden.“ Gerechte Verteilung sei daher ein Gebot der Stunde. „Bei allen Reichtümern der Welt: Ich kann nicht mehr als essen und trinken“, habe schon die Torwartlegende Sepp Maier für sich erkannt. Und das sprechende Apfelbäumchen hatte zusätzlich die Botschaft bereit, sorgsam mit den Gütern auf der Erde umzugehen und auch an eine gedeihliche Zukunft zu denken.

In dem Lied „Danke für diesen guten Morgen, danke für jeden neuen Tag“, begleitet von Organist Hermann Seitz, wurde der Dank an den Schöpfer auch musikalisch umgesetzt.

Nach dem feierlichen Schlusssegen waren die Gottesdienstbesucher eingeladen, sich aus den Erntegaben gegen eine Geldspende zu bedienen. Davon wurde umgehend reger Gebrauch gemacht, die Kinder und auch viele Erwachsene hatten ihre helle Freude an dem verlockenden Angebot. Nicht zuletzt zum Nutzen der Chamer Tafel, die sich, wie schon im vergangenen Jahr, auf einen ansehnlichen Spendenbetrag freuen kann. (cja)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht