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Arnold feiert Priesterjubiläum

Vor 65 Jahren wurde der Pfarrer Raimund Arnold Priester. Die Feier lief anders ab, als geplant – war aber trotzdem persönlich.

Feier im kleinen Kreis: Am Vormittag durfte sich Pfarrer Arnold mit Vertretern von Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat und Frauenbund bei Familie Laubmeier das Video mit den Glückwünschen anschauen.
Feier im kleinen Kreis: Am Vormittag durfte sich Pfarrer Arnold mit Vertretern von Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat und Frauenbund bei Familie Laubmeier das Video mit den Glückwünschen anschauen. Foto: Christa Bucher/Christa Bucher

Waldmünchen.1955 hat Pfarrer Raimund Arnold im Dom zu Regensburg das Versprechen abgelegt, Gott bedingungslos zu dienen. Mit Zuversicht und unerschütterlichem Glauben erfüllt er seitdem diesen Auftrag. Am Montag jährte sich der Tag seiner Priesterweihe zum 65. Mal.

Eigentlich hätte Arnold dieses Jubiläum mit seiner Pfarrgemeinde feiern wollen. Doch die Corona-Pandemie machte dem Geistlichen einen Strich durch die Rechnung. Aber „seine“ Aster ließen sich etwas einfallen, damit dieser Tag für den Priester doch unvergesslich bleiben wird.

Viele rührende Geschenke

Weil die ehrenamtlichen Mitarbeiter Pfarrer Arnold nicht persönlich zu diesem besonderen Jubiläum gratulieren konnten, wurden deren Glückwünsche kurzerhand auf Video aufgezeichnet. Als der Geistliche den fast einstündigen Film am Montagmorgen zum ersten Mal sah, war er sichtlich gerührt. Mit einem aufrichtigen „Vergelts Gott“ bedankte er sich bei all jenen, die daran mitgewirkt hatten, allen voran Lissa Laubmeier und Gertraud Maier (Drehbuch), Wolfgang Laubmeier (Kamera) und Josef Laubmeier (Schnitt), aber natürlich auch bei all den Gratulanten – von den Ministranten über das Lektorenteam bis hin zu den Kapellenbauvereinen Untergrafenried und Spielberg. Sie alle wünschten Pfarrer Arnold ganz persönlich alles Gute zum Priesterjubiläum, vor allem Gesundheit und noch viele weitere Jahre in Ast.

„Arnold für immer“ wünschen sich die Ministranten. Foto: Christa Bucher
„Arnold für immer“ wünschen sich die Ministranten. Foto: Christa Bucher Foto: Christa Bucher/Christa Bucher

Selbst Landrat Franz Löffler und Bürgermeister Markus Ackermann meldeten sich im Video zu Wort und übermittelten ihre Glückwünsche. Ein besonderes Geschenk hatte Celeste Heyes aus den USA für den Aster Pfarrer organisiert: eine Segensurkunde von Papst Franziskus, die Pfarrer Arnold beim Frühstück bei Familie Laubmeier entgegennehmen durfte. Ein bewegender Moment, nicht nur für den Geistlichen. „Das sind Erinnerungen für die Ewigkeit“, sagte er.

Urkunde von Papst Franziskus Foto: Christa Bucher
Urkunde von Papst Franziskus Foto: Christa Bucher Foto: Christa Bucher/Christa Bucher

Der Tag seines eisernen Priesterjubiläums hielt für den Geistlichen aber noch weitere Überraschungen parat: Bereits am Morgen hatte dem Geistlichen eine Abordnung der kirchlichen Gremien gratuliert. Kirchenverwaltungsvorsitzender Alois Eiber sagte, dass Pfarrer Raimund Arnold ein Glücksfall für Ast sei. Sein Beruf sei für ihn Berufung. „Er ist Vorbild im Glauben und aus Ast nicht mehr wegzudenken.“ Im Laufe der Jahre seien Freundschaften zwischen dem Priester und seinen Pfarrangehörigen entstanden, sagte auch Pfarrgemeinderatssprecherin Gertraud Maier. Er habe die Pfarrei Ast zu einer starken Gemeinschaft geformt.

Eine Torte zum Jubiläum Foto: Christa Bucher
Eine Torte zum Jubiläum Foto: Christa Bucher Foto: Christa Bucher/Christa Bucher

KDFB-Vorsitzende Christina Wutz dankte Arnold für dessen Einsatz für den Frauenbund, an dessen Gründung er maßgeblich beteiligt war. Im Namen der Pfarrgemeinde überreichten sie Pfarrer Arnold einen Blumentrog, bepflanzt mit Südtiroler Pflanzen. Damit wolle man die Hoffnung ausdrücken, dass Arnold noch oft in seine zweite Heimat Südtirol fahren könne, sagte Eiber. Außerdem bekam der Seelsorger einen Jubiläumskuchen, gebacken von Hildegard Klein.

Ein Blumenteppich wartete

Die nächste Überraschung wartete dann in der Pfarrkirche. Dort hatten fleißige Frauen unter der Regie von Christina Wutz und Johanna Schnabl bereits am Vorabend zwei kunstvolle Blumenteppiche gelegt. „Eine wahre Meisterleistung“, wie Pfarrer Raimund Arnold fand.

Pfarrer Raimund Arnold

  • Priesterweihe:

    Pfarrer Raimund Arnold wurde 1955 im Hohen Dom zu Regensburg zum Priester geweiht.

  • Kaplanstellen:

    Als Kaplan war er in Neusorg bei Marktredwitz, in Kirchenthumbach bei Grafenwöhr und in Deggendorf tätig.

  • Einzige Pfarrstelle:

    1965 trat er seine erste und einzige Pfarrstelle in Ast an. Das ist absolut außergewöhnlich.

  • Primizspruch:

    Sein Primizspruch lautete: „Betet, Brüder und Schwestern, dass mein und euer Opfer Gott, dem allmächtigen Vater, gefalle“. (wbf)

Am Abend feierte der Geistliche in der festlich geschmückten Aster Wallfahrtskirche eine Messe, in der er Gott für sein 65 Jahre währendes priesterliches Wirken dankte. Er empfinde es als Gnade, so lange seinen Auftrag erfüllen zu dürfen, sagte der 90-Jährige. Auf seinem priesterlichen Weg habe er sich immer von Maria begleitet gefühlt. Arnold dankte aber auch seinen irdischen Weggefährten, den ehrenamtlichen Helfern in der Pfarrei und allen, die im Gebet mit ihm verbunden seien. Sie alle hätten es ihm leicht gemacht, in Ast eine lebendige Kirche zu bauen und seinen Auftrag als Priester zu erfüllen.

Am Montagabend zelebrierte Pfarrer Arnold einen Dankgottesdienst in der Aster Wallfahrtskirche. Foto: Christa Bucher
Am Montagabend zelebrierte Pfarrer Arnold einen Dankgottesdienst in der Aster Wallfahrtskirche. Foto: Christa Bucher Foto: Christa Bucher/Christa Bucher

Im Namen der Pfarrei dankten Arnold Pfarrgemeinderatssprecherin Gertraud Maier und Mesner Josef Reitinger. Sie bedauerten, dass es derzeit nicht möglich ist, ein so seltenes Fest in großem Rahmen zu feiern. Mit dem Video hätte die Pfarrei Ast dennoch einen Weg gefunden, dem Geistlichen zu gratulieren. Stellvertretend für alle anderen taten dies beim Dankgottesdienst die Ministranten und der Aster Kirchenchor, der eigens für Arnolds Jubiläum das „Halleluja“ aus Händels „Messias“ einstudiert hatte. Trotz aller Einschränkungen war sich der Geistliche am Ende des Gottesdienstes sicher: „Eine große Feier hätte nicht persönlicher sein können. Vergelt’s Gott für alles!“ (wbf)

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