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Arnschwang/Zenching

Arnschwang beging den Volkstrauertag

Zusammen mit dem KuSB Zenching, der FFW Zenching und der Bevölkerung gedachte man am Samstag der Gefallenen und Vermissten der Weltkriege sowie der Opfer von Gewalt.
Peter Hartl

Am Kriegerdenkmal wurde der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht.  Foto: Peter Hartl
Am Kriegerdenkmal wurde der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Foto: Peter Hartl

Arnschwang.Vereinsmitglieder, Gemeinderäte sowie Bürgermeister Michael Multerer versammelten sich in der Kirche und anschließend am Kriegerdenkmal. Nach dem Gottesdienst zog man, angeführt von der Musikkapelle, mit Fackeln zum Kriegerdenkmal. Pfarrer Peter und Diakon Thomas Bauer sprachen Gebete und segneten die Gedenkstätte.

Bürgermeister Multerer gedachte der gefallenen und vermissten Soldaten. Es sei gut, dass man sich wieder zur Gedenkveranstaltung am Kriegerdenkmal einfinde. Dabei stelle sich die Frage nach dem „Warum“ dieses kollektiven Gedenkens. Die Zukunft dürfe nie mehr ein solch entsetzliches Gesicht bekommen wie es Millionen von Menschen mit dem Tod bezahlen mussten. Vor 80 Jahren nahm der 2. Weltkrieg seinen Anfang. Welche Dimension er erlangen sollte, konnte zu dieser Zeit niemand ahnen. Während des 2. Weltkriegs transportierte die Deutsche Feldpost geschätzte 30 bis 40 Milliarden Sendungen. Für einen Großteil der Deutschen waren sie eines der wichtigsten Kommunikationsmittel, das als Ersatz für den nicht erlebbaren Familienalltag diente. Der Brief schuf die Möglichkeit, über räumliche Distanzen hinweg zwischen Heimat und Front Gemeinsamkeiten aufrecht zu erhalten. Und dann zeigten die Briefe eindrucksvoll das wahre Gesicht des Krieges. Kein Historiker, kein Pazifist und kein Mensch, der nicht in dieser Situation sein musste, könne jemals ehrlicher und erschütternder das wiedergeben, was Millionen Kriegsteilnehmer oftmals auf einem Fetzen Papier niederschrieben, so Multerer. Immer in der Hoffnung, dass irgendjemand dieses Stück Papier zu den Seinen nach Hause bringt. Nur wer das erlebte, könne zum Ausdruck bringen, was in vielen damaligen Situationen auf einen Menschen einstürzte, Angst und Entsetzen, Grauen und Hoffnungslosigkeit, menschliche Tragödien. 18 Millionen Soldaten schrieben diese 40 Milliarden Briefe und erschufen damit auch eine einzigartige Kultur des Briefeschreibens. Niemals seien mehr Briefe geschrieben worden als zu dieser Zeit. Dies sage viel mehr aus als andere Dokumentationen. Aber nicht nur die Sorgen und das Leid spiegelten die Briefe wieder, sondern auch Parolen über Sieg und Treue, Tapferkeit und Mut. Oft kamen solche Nachrichten in der Heimat an, und man musste feststellen, dass es die letzten Zeilen waren.

Multerer: Nicht für die Vergangenheit, sondern für die Zukunft gedenke man der Toten. Im Namen der Gemeinde sowie im Namen des KuSB und der FFW legten der Bürgermeister zusammen mit KuSB-Vorstand Richard Silberbauer und der Vorsitzenden der FFW, Tamara Rädlinger, Kränze nieder. Mit dem „Lied vom guten Kameraden“ endete der Festakt am Kriegerdenkmal. (fgr)

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