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Justiz

Arnschwanger muss erneut ins Gefängnis

Der 65-Jährige verstieß gegen ein gerichtlich auferlegtes Alkoholverbot. Rechtliche Konsequenzen seien ihm egal, sagt er.

Der angeklagte Arnschwanger sagte vor gericht aus, er ertrage sein Leben nur mit Alkohol. Darum halte er sich auch nicht an ein verbot. Foto: Armin Weigel/dpa
Der angeklagte Arnschwanger sagte vor gericht aus, er ertrage sein Leben nur mit Alkohol. Darum halte er sich auch nicht an ein verbot. Foto: Armin Weigel/dpa

Arnschwang.Zum wiederholten Mal sah sich ein 65-Jähriger aus Arnschwang einem Richter des Amtsgerichts Chams gegenüber. Dieses Mal ging es um einen Verstoß gegen Auflagen der Führungsaufsicht. Demnach musste sich der Mann jeglichen Alkoholgenusses enthalten. Am 9. Januar diesen Jahres jedoch wurde er durch die Polizei einer Personenkontrolle unterzogen. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab den Wert von 1,22 Promille, Strafanzeige wurde in der Folge gestellt.

Der Angeklagte äußerte, dass er an dem Tag getrunken habe und dies auch in Zukunft zu tun gedenke. Er sehe nicht ein, sich durch den Staat Vorschriften machen zu lassen. In der Tat ergab die Verlesung eines Gutachtens, dass die Lebensumstände des Mannes derart schwierig seien, dass Alkoholgenuss die einzige Möglichkeit wäre, sich gut zu fühlen. Der Arnschwanger gab zudem zu Protokoll, dass er Schmerzpatient sei und die Schmerzen nur durch den Konsum von Alkohol gelindert werden können. Er trinke lediglich Bier, härtere Alkoholika rühre er nicht an. Die Frage der Staatsanwaltschaft, ob ihm die Konsequenzen egal seien, bejahte der Angeklagte.

Hinsichtlich der rechtlichen Einordnung blieb Staatsanwaltschaft und Richter Wolfgang Voit jedoch wenig Spielraum. Der vielfach vorbestrafte Mann muss wegen des Auflagenverstoßes nun erneut ins Gefängnis. Gleichwohl beließ es Richter Voit bei einem Minimum von zwei Monaten. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Monate Freiheitsstrafe beantragt. Eine Reduzierung war möglich, weil die persönliche Situation und die eher geringe Alkoholkonzentration im Strafmaß berücksichtigt werden konnten. Schon vor dem Urteil kündigte der Arnschwanger Berufung an. (cya)

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