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Kommune

Arrach testet das Modell „Carsharing“

Ein Kleinbus mit neun Sitzplätzen kann über eine App auf dem Smartphone jederzeit gebucht werden.
Von Martina Münsterer

  • Wasserwart Ernst Stiegler erläutert den Gemeinderäten die Funktionsweise der Wasserversorgungsanlage mit den grundlegenden Daten. Foto: Martina Münsterer

Arrach.Der Gemeinderat traf sich vor Beginn seiner 7. Sitzung in diesem Jahr beim Hochbehälter „Dachsberg“ und „Hochfelder“. Die Mitglieder ließen sich vor Ort von Wasserwart Ernst Stiegler die Funktionsweise der Wasserversorgungsanlage mit seinen Grunddaten erläutern.

Die eigentliche Sitzung im Rathaus begann mit einem Vortrag von Karl-Heinz Kaiser von der Firma mikar GmbH & Co KG aus Deggendorf über das Konzept „Carsharing“ im ländlichen Raum. Die Gemeinde hat nämlich im Rahmen des Projekts „offene Ganztagesklasse“ die Verpflichtung zur Schülerbeförderung übernommen, mit der die Firma Baumgartner beauftragt wurde. Das „Carsharing“-Modell würde dagegen die Möglichkeit bieten, ohne Anschaffung eines eigenen Fahrzeuges die Beförderung der Schüler kostengünstiger mittels einer geringfügigen Beschäftigung in eigener Regie durchzuführen.

Für gemeindliche Zwecke blocken

Das von der Firma mikar zur Verfügung gestellte Fahrzeug, ein Kleinbus mit insgesamt neun Sitzplätzen, könnte für die gemeindlichen Zwecke geblockt werden. In der übrigen Zeit stünde es für Vereine und Privatpersonen, beispielsweise für Ausflüge oder Heimfahrservice, zur Verfügung. Die Finanzierung des Fahrzeuges wird in erster Linie durch Werbepartner sicher gestellt, so dass die Nutzung zu sehr günstigen Stunden- beziehungsweise Tagestarifen erfolgen kann. Erforderlich ist lediglich eine einmalige, kostenfreie Registrierung mit der gültigen Fahrerlaubnis. Über eine App auf dem Smartphone kann dann der Bus jederzeit gebucht werden. Die Gemeinde müsste sich nur verpflichten, einen festen Standplatz für das Fahrzeug einzurichten, was bei der Tourist-Info problemlos zu verwirklichen wäre. Angesichts des überzeugenden Vortrags von Karl-Heinz Kaiser, der auch alle in den Raum gestellten Fragen zur Zufriedenheit beantwortete, entschloss sich der Rat, dieses Modell auszuprobieren. Als weitere Punkte standen fünf weitere Baugesuche auf der Tagesordnung. Zunächst wurde einstimmig eine längst fällige Nutzungsänderung einer Lagerhalle zu Produktionsräumen eines metallverarbeitenden Betriebs an der Eckstraße 16 in Arrach nachträglich genehmigt.

Die Befreiung erteilt

Auch der Antrag auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage an der Oberen Bergstraße 7 in Arrach erhielt das Einvernehmen ohne Gegenstimme. Für einige geringfügige Abweichungen zum Bebauungsplan konnte dabei problemlos eine Befreiung erteilt werden. Eine an sich genehmigungsfreie Errichtung eines Gartenhauses an der Hochfeldstraße 13 in Haibühl musste wegen Überschreitung der Baugrenzen behandelt werden und erhielt insoweit die Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes mit einem einstimmigen Votum. Dem Antrag auf Vorbescheid zum Bau einer Überdachung an der Eckstraße 83 in Arrach stimmte man ohne Vorbehalte zu. Ob die Lage im Außenbereich in einem Landschaftsschutzgebiet dem Vorhaben entgegensteht, wird letztlich im Landratsamt entschieden. Die Nachbarunterschriften sollen erst im Rahmen des eigentlichen Bauantrages eingeholt werden. Ebenfalls mittels eines Vorbescheidsverfahrens wird die Errichtung eines Einfamilienhauses in der Hohenwarther Straße 124 in Ottenzell angestrebt. Geplant ist das dortige, baufällige Gebäude abzureißen und den Neubau als Ersatzbau zu erstellen. Das Grundstück liegt allerdings im Landschaftsschutzgebiet und teilweise in einem Biotop.

Die Erschließung ist zum Teil gesichert. Zusammen mit dem Landratsamt Cham wurde dazu bereits im Vorfeld abgeklärt, dass das Vorhaben genehmigungsfähig ist, wenn die Eigentümer das jetzige Haus mindestens zwei Jahre bewohnen. Gegen diese Vorgehensweise hatten die Räte keine Einwendungen. Die Einteilung der Stimmbezirke für die Kommunalwahlen 2020 wurde geändert. Wegen der Zunahme der Briefwähler wird künftig im Stimmbezirk 1 in Arrach zusätzlich ein Briefwahlbezirk eingerichtet. Diese Änderung sowie die Berufung von Heidi Geiger zur Wahlleiterin und Magdalena Eckl zur Stellvertreterin erfolgten ohne Gegenstimme.

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